CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

IM GESPRÄCH: Doro Pesch

Die Metal-Queen bleibt Oldschool

Die „Queen of Metal“ ist beim Promo-Termin für ihr erstes rein deutsches Album sehr relaxt. Geduldig steht sie in den unterschiedlichsten Posen den Fotografen Modell, ebenso enttpannt spricht sie mit den anwesenden Schreiberlingen. 

Dass die erste Singleauskopplung „Helden“ relativ zeitgleich mit MOTÖRHEADs Coverversion von David Bowies „Heroes“ erscheint, ist absoluter Zufall, wie die 53-jährige Düsseldorferin beim Gespräch in ihrer Heimatstadt versichert. Im Video zu dem Song kann man allerdings sehen, dass der Song ihren eigenen Helden gewidmet ist: David Bowie, Marc Bolan, Peter Steele, Ronnie James Dio und natürlich Lemmy, alle tauchen sie auf. Doros besondere Verbindung zu Lemmy ist allgemein bekannt, doch auch zu Dio hatte sie ein enges Verhältnis. Darum ist sie auch eher zwiegespalten, wenn man sie auf die Dio-Hologramm Tour anspricht, die im Dezember auch nach Deutschland kommt: „Es ist ein zweischneidiges Schwert, ich finde es total super, dass die Legende DIO und seine Musik weiter lebt, auf der anderen Seite ist es ein komisches Gefühl, wenn dann da so ein Hologramm ist. Ich habe es noch nicht gesehen, das muss ich wohl erst, um abschließend was dazu sagen zu können. Ja, ich bin in der Frage zwiegespalten. Es klingt ja auch ein bisschen makaber, aber ich kenne Wendy Dio und ich weiß, dass sie sehr auf Ronnies Vermächtnis achtet, darum denke ich, dass es wohl gut gemacht sein muss. Wie gesagt, man muss es wohl erst gesehen haben, um eine Meinung dazu haben zu können.“

 

Aber zurück zum eigentlichen Grund für das Gespräch: Es gab immer deutschsprachige Doro und Warlock-Songs. Warum gibt es nun ein rein deutsches Album? „'Triumph And Agony' ist 1987 raus gekommen, feiert also den dreißigsten Geburtstag und damit auch 'Für Immer'. Und ich wollte irgendwas Besonderes machen und dann kam der Gedanke, mal alle deutschsprachigen Songs auf ein Album zu pressen. Und das dann auch mit Raritäten zu spicken, damit es was tolles für die Fans wir. 'Seelied' zum Beispiel ist uralt. Den habe ich mal in einer Einsamkeitsstimmung geschrieben und der hat nie auf irgend ein Album gepasst, nun ist er veröffentlicht. Mit 'Helden' ist es ähnlich, der hat nie so richtig gepasst, aber jetzt fühlt es sich gut an. Dann haben wir ja auch zwei übersetzte Songs dabei und ja, es ist etwas für die Fans. Und da ja nun auch einige Rechte freigegeben sind, habe ich für diese Veröffentlichung dann mein Label gegründet, da veröffentlichen wir vielleicht auch noch andere Sachen wie den Soundtrack von 'Anuk – Der Weg des Kriegers 2', der bald kommt. Aber das soll nichts riesiges werden. Ich bin ja noch bei Nuclear Blast unter Vertrag, die machen dieses Experiment aber mit, wofür ich dankbar bin. Das nächste Album kommt auch im nächsten Jahr wieder bei Nuclear Blast raus, es ist also alles in Ordnung.“

 Für die nächsten Liveauftritte erwartet die Fans kein Übermaß an deutschsprachigem Material. Doro plant im Moment Sets mit dem klassischen Songmaterial und möchte mit ihrer Band soviel proben und ein solches Repertoire drauf haben, dass die Zugaben durch den Zuruf der Fans gestaltet werden sollen. „Helden“ erscheint übrigens deshalb als 7Inch-Vinyl, weil die Queen of Metal Musik zum Anfassen mag: „Ich bin nach wie vor Musikfan und ich mag auch alles anfassen. Dieses ganze digitale Zeug nervt. In Deutschland geht’s ja noch, aber in einigen Ländern, Schweden, U.S.A., da gibt es gar keine physischen Tonträger mehr. Es gibt kaum noch Plattenläden, das ist schrecklich. Da bin ich Oldschool, ich will diese alten Sachen, die uns doch so viel bedeuten gerne erhalten. Jüngere Fans wissen und kennen das gar nicht mehr. Aber das ist doch alles eins, die Musik, das Booklet, ein schön gemaltes Cover, das möchte ich weiterhin haben und weiter auch selber machen.“  Beim nächsten Wacken Open-Air gibt es das 35-jährige Doro-Jubiläum, bei dem die Queen dann gerne mit so vielen Gästen wie möglich auftreten will. Zu diesem Anlass, das verrät Doro noch, hat sie eine Metal-Hymne in der Mache, die sie mit möglichst vielen Sängerinnen und Sängern schmettern will und mit einem Video von und für Fans begleiten will. Na dann Doro, viel Glück für die zukünftigen Projekte und bleib dabei so sympathisch, wie Du bist.