CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

Fotos: Kerstin Brümmer
Fotos: Kerstin Brümmer

IM GESPRÄCH:

Zu Obi? Nee, lieber zu EISENKARL

Metal-Coverbands? Ach nö, da muss man nicht wirklich hingehen, das sind schlechte Musiker, die liebgewonnenes Liedgut verhunzen. Viele Metalheads haben diese Meinung und auch der Autor dieser Zeilen hat sie lange vertreten. Bis er von einem Freund Ende letzten Jahres zum Christmas Metal Meeting (CMM) in Meppen eingeladen wurde. Veranstalter dieses jährlichen ist die Band EISENKARL, eine Metal-Coverband. Und was für eine! Verhunzt wird von den Jungs gar nichts,, die Jungs beherrschen ihre Instrumente und machen ihre Sache umwerfend gut. Die Metalklassiker, die sie spielen, sind gut gewählt und werden überzeugend dargeboten. Ich habe mit Drummer Raini gesprochen um EISENKARL auch dem geneigten Metalhead aus der Rhein-Ruhr Region vorzustellen. Und nicht nur das, wir verlosen auch noch 2 Karten für das CMM und bieten damit die Möglichkeit, EISENKARL auch mal selbst live zu erleben, gemeinsam mit RAD MESSIAH und DUST BOLT, die der Headliner des Abends sind.

m/o: Wie kam es zur Gründung von Eisenkarl?

Raini: Mitte 2012 kam mir die Idee, nach jahrelanger musikalischer Abstinenz, wieder die Trommelstöcke zu schwingen. Und irgendwie hatte ich voll Bock, alte und neue Metalklassiker zu covern. Kurze Zeit später rief mich unser jetziger Leadsänger und Gitarrist Leo an um mir genau das vorzuschlagen. Volltreffer. Als Bassist kam hierfür kein anderer in Frage als Nille. Er hat auch sofort zugesagt. Also starteten wir erst mal zu Dritt. Mein Sohn Dominik, der eigentlich auch Schlagzeuger ist, war beim Proben dann öfters dabei und hat sich irgendwann einfach ne Klampfe geschnappt und mitgespielt. Ich schätze mal, der hat heimlich geübt. Nach ein paar Proben war er dann nicht mehr wegzudenken. Also waren wir komplett und los ging´s.

 

 

m/o: Gibt es eine Geschichte zu dem Namen, wie seid ihr darauf gekommen?

 

Raini: Wir wollten unbedingt einen Bandnamen, aus dem sofort ersichtlich wird, dass es sich um Musik der härteren Gangart handelt. Nach ein paar Bier, viel Scheiße labern und schrottlachen war es dann irgendwas mit „Iron“. Das war uns aber zu langweilig und abgegriffen. Also haben wir „Eisen“ draus gemacht. Dann die Geschichte mit OBI und fertig war der Bandname. Eigentlich so wie bei den meisten anderen Bands. Bier – Scheiße labern – Bandname.

 

 

m/o: Warum macht ihr nur Coversongs? So gut, wie ihr die spielt erfordert das eine Menge Probezeit, da könnte man doch auch mal was eigenes schreiben, oder?

 

Raini: Das ist bei uns dann wohl genau andersrum. Dadurch, dass wir privat und beruflich alle ziemlich eingespannt sind und unser Gitarrist Dominik in Hannover studiert, proben wir in der kompletten Besetzung vielleicht 2-3 mal im Jahr. Jeder probt die Stücke im Prinzip für sich und es ist kein Einzelfall, dass wir Songs manchmal live spielen, die wir vorher noch nie zusammen gespielt haben.  Das Ist schon eine echte Herausforderung. Bei eigenen Stücken geht’s ja gar nicht,  ohne dass man viel zusammen probt. Aber dazu fehlt uns einfach die Zeit und die räumliche Nähe. Mal schauen, vielleicht gibt es ja irgendwann mal einen eigenen Song.

 

 

m/o:Nach welchen Kriterien sucht ihr die Songs, die ihr covert aus, ihr macht ja nicht einfach irgendwas?

 

Raini: Unser Hauptkriterium ist natürlich, dass wir uns die echten Hardrock- und Metalklassiker oder -kracher aussuchen. Also die Songs, die wir auch tagtäglich hören. Dann haben wir uns immer geschworen, dass wir nur Tracks nehmen, bei denen wir uns keinen abbrechen müssen. Das Ganze soll locker und flockig von der Hand gehen, sonst macht es keinen Spaß. Weder uns noch dem Publikum. Mittlerweile haben wir über 40 Stücke im Programm. Eigentlich nur Hammertracks bei denen jedem Metalfan das Herz aufgeht. Wir haben schon oft von Leuten zu hören bekommen, dass wir genau die Songauswahl oder Setliste an einem Abend gespielt haben, die derjenige im Auto als Playlist laufen hat. So soll es sein.

 

 

m/o: Wie fühlt sich die Vater-Sohn Konstellation in einer Band an? Ist das immer nur schön oder gibt es auch mal Konflikte? Wie fühlt sich Dominik als "Nesthäkchen" der Band?

 

Raini: Da gibt es überhaupt keine Probleme, weil Dominik nicht nur mein Sohn, sondern auch mein bester Freund ist. Konflikte oder Berührungspunkte gibt es überall mal und das ist auch gut so. Sonst ist es ja auch langweilig. Als Nesthäkchen fühlt sich Dominik überhaupt nicht. Das Erstaunlichste an ihm finde ich, dass er auch die Songs so schnell drin hat. Das ist für ihn ja ein bisschen schwieriger, da er ja nicht mit den Songs aufgewachsen ist so wie Nille, Leo und ich. Wir kennen ja die Songstrukturen in- und auswendig, da wir die Tracks schon vorher hunderte Male gehört und darauf gefeiert haben.

 

 

m/o: Wie kamm es zum CMM und vor allem dazu, es in diesem Jahr so groß aufzuziehen?

 

Raini: Das CMM war ursprünglich eine Metal-Party für Freunde und Bekannte hier in unserem jetzigen Proberaum. Aus Anfangs 50 Mann wurden schnell 100. Dann wurde es hier zu klein. Somit haben wir die Veranstaltung öffentlich gemacht und sie im Jahre 2013 erstmalig im Rockpalast hier in Meppen gemacht. Da waren es dann schon gut 300 Zuschauer. Das CMM war auch immer flott ausverkauft. In 2016 hat es genau 5 Tage gedauert bis alle Tickets verkauft waren und abends Leute mit einem langen Gesicht vor dem Rockpalast standen und nicht mehr rein gekommen sind. Also brauchten wir Platz für mehr Leute. In einen größeren Saal wollten wir nicht, da das Ambiente vom Christmas Metal Meeting immer was Besonderes sein soll. Darum haben wir uns diesmal für ein  beheiztes Zirkuszelt mit Platz für 600 Zuschauer entschieden. Das war dann innerhalb von nicht mal 3 Wochen ausverkauft. Unglaublich! Wenn alles rund läuft, versuchen wir in den nächsten Jahren jeweils einendrauf zu setzen. Mal schauen.

Rock n Roll!!! -Markus Renner

 

GEWINNEN:

Wir verlosen 1x2 Karten für das Christmas Metal am 29.12.2017 in Meppen! Also was Du dafür tun muss: Klicke  bis zum 12.11.2017 „gefällt mir“-mir auf unserer Facebook-Seite und schicke eine Mail mit dem Stichwort „Eisenkarl“ an redaktion@musical-observer.de