CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

Inspiriert von den Metal-Göttern

IM GESPRÄCH: "Dream Evil"-Basser Peter Stalfors

Mit "United" haben die Schweden "Dream Evil" 2006 wieder eine hochklassige Scheibe im traditionellen Metal-Stil vorgelegt, obwohl die Band vorher verschiedene Umbesetzungen verdauen musste. Derzeit sind neben Mastermind Fredrik Nordström an der Gitarre, Sänger Niklas Isfeldt, Sologitarrist Mark U Black, Schlagzeuger Pat Power und Basser Peter Stalfors an Bord. Mit Peter sprachen wir über die neue Scheibe, die Wurzeln der Neo-Metaller und ihre weiteren Pläne.

m/o: Neben "Dream Evil" gibt es in den letzten Jahren noch einige weitere skandinavische Bands, die auf klassischen Metal setzen. Warum erblüht diese Musik so stark in den nordeuropäischen Ländern?

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Stalfors: 
Ich weiß es nicht. Vielleicht hat der klassische Metal einen sehr nachhaltigen Einfluss auf die skandinavischen Länder in den 80ern gehabt und hat die dortigen Metal Heads dazu animiert, solche Musik selber machen zu wollen. So war das zumindest bei mir und so ist es noch heute für mich.

m/o: Welches sind Deine Favoriten in der skandinavischen Metal-Szene?
Stalfors: 
Das kann ich nicht so genau sagen, weil ich die Szene im Moment nicht mehr wirklich genau beobachte.

m/o: Es gab einige Wechsel bei "Dream Evil". Welchen Einfluss hatte der Abgang Eures Solo-Gitarristen Gus G auf den Sound?
Stalfors:
 Er war einer der Songwriter und natürlich sind seine Songs nicht mehr da, das ist natürlich auffällig. Aber er war nicht der einzige Komponist. Ich selbst, Niklas und Fredrik haben immer Material für "Dream Evil" geschrieben. Deshalb denke ich nicht, dass sein Abgang eine sehr große Veränderung bedeutet.

Imagem/o: Ich höre in Eurer Musik Einflüsse von "Judas Priest", "Iron Maiden" und auch "Accept". Sind diese "Metal Gods" Eure Hauptvorbilder und welche Musik hört Ihr heute?
Stalfors: 
Ja, diese Bands sind die Haupteinflüsse, aber auch Bands wie "Queensrÿche", die ihre großen Tage in den 80ern hatten, waren eine Inspiration, gerade für mich. Warum sollte man sich nicht Anregungen von den “Metal Göttern” holen, wenn man kann?

m/o: Wenn Du Eure Platten mit den Aufnahmen der eigenen Helden vergleichst, wie fällt Dein Fazit aus?
Stalfors:
 Unser Sound ist besser... Aber es ist schwer zu sagen, ob unsere Songs besser sind. Man kann sich schwer mit Alben wie "Operation: Mindcrime", "Balls to the wall", "The Number of the Beast", "Screaming for Vengeance" und so weiter vergleichen.

m/o: Auf Eurer neuen Platte ist eine merkwürdige Coverversion von "My Number One", dem Gewinner-Lied des "Eurovision Song Contest 2005". Wie kommt eine Metal-Band zu dieser Pop-Nummer?
Stalfors: 
Es fing wie folgt an: Snowy (Anm. d.R.: Snowy Shaw, bis 2006 Schlagzeuger der Band) schrieb im Herbst 2005 ein Gitarrenriff und hatte den Eindruck, dass er es in einem Song schon mal gehört hatte. Es stellte sich dann heraus, dass es "My Number One" war. Er hatte dann die Idee diese Nummer aus Jux aufzunehmen, was wir dann auch gemacht haben. Als es dann Zeit war aus 19 Songs die auszuwählen, die auf das Album kommen, hatten wir auch die Spaßnummer aufgenommen und am Ende landete sie sogar auf der CD. Nicht, weil wir nicht genug Material hatten, sondern weil es eine großartige Nummer ist.

m/o: "Lordi", eine andere skandinavische Metal-Band, hat den "Eurovision Song Contest” 2006 gewonnen. Würdet Ihr als "Dream Evil" gern beim Wettbewerb 2007 teilnehmen?Image
Stalfors: Ha ha ha... Nun ja, das ist auf jeden Fall gute Werbung. Aber sieh Dir mal nur mal an, was mit "Lordi" nach diesem Erfolg passiert ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen, da teilzunehmen. Den "Eurovision Song Contest" sollte man lieber den Schlager-Liebhabern überlassen.

m/o: Wenn Ihr ernsthaft ein Cover-Album aufnehmen würdet, wären sicher keine Schlager-Nummern drauf. Welche Songs würdet Ihr auswählen?
Stalfors: Wenn ich ein Album mit all meinen Favoriten aufnehmen würde, wären das folgende Nummern: 1. “The Number of the Beast” von “Iron Maiden”, 2. “Operation: Mindcrime” von “Queensrÿche”, 3. “Balls to the Wall” von “Accept”, 4. “Electric Eye” von “Judas Priest”, 5. “Red Sharks” von “Crimson Glory”, 6. “Aces high” von “Iron Maiden”, 7. “Breaker” von “Accept”, 8. “Jaw Breaker” von “Judas Priest”, 9. “Sinister Double” von “Malice” und 10. “NM156” von “Queensrÿche”.

m/o: Vor rein paar Jahren habt Ihr "Hammerfall" auf ihrer Deutschland-Tour begleitet. Werden wir Euch in absehbarer Zeit auch einmal bei uns mit einer eigenen Tour sehen?
Stalfors: 
Das hoffe ich wirklich. Es ist tatsächlich einmal Zeit für eine Headliner-Tour. Ich kann allerdings nicht sagen, wann das sein wird. Wir haben keine größeren Tour-Pläne im Moment und haben bisher für 2007 nur einige Shows geplant. Wir müssen mal abwarten, was sich ergibt.Image