CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

IM GESPRÄCH: Schriftsteller Frank Goosen

Schriftsteller Frank Goosen liest am Samstag in der Kaue aus seinem jüngsten Buch „Mein ich und sein Leben“. Niels Holger Schmidt sprach mit ihm über seine Bücher und seine musikalischen Vorlieben.
F: Ihr aktuelles Buch ist ein Sammelband humoristischer Kurzgeschichten aus den letzten eineinhalb Jahrzehnten. Haben sie einen Favoriten?

Goosen: Naja, ich habe das alles inzwischen über 80 Mal vorgelesen. Dann erreicht man den Punkt, an dem man alles nicht mehr recht hören kann. Sehr gern lese ich die Geschichte über meine Erfahrungen in Hotels, aber eher, weil diese immer sehr gut beim Publikum ankommt. 

 

F: Wann gibt es wieder einen neuen Roman von ihnen?

Goosen: Zum September kommt ein neuer Roman heraus. Es ist diesmal ein bisschen etwas anderes. Es ist ein Buch, das diesmal von der Stimmung her komplett auf kabarettistische Szenen verzichtet, eine etwas ernsthaftere Psychologische Geschichte über einen Menschen, der glaubt an der Straßenecke seinen Vater gesehen zu haben, den er aber tatsächlich nie kennen gelernt hat. Darüber entwickelt sich dann sein heutiges Leben, aber eben auch die Geschichte, die ihn mit seiner Mutter verbindet. Sie hat ihm den Vater angeblich immer vorenthalten. Das Buch wird „Pink Moon“ heißen, nach einer Platte des Singer/Songswriters Nick Drake, der schon Anfang der siebziger Jahre gestorben ist. Der Song kommt in dem Buch eigentlich so gut wie nicht vor, aber der Titel soll für die Leute, die den Song kennen, die Stimmung des Buches transportieren und stattdessen. 

 

F: Musik spielt in ihren Romanen „Liegen lernen“ und „Pokorny lacht“ eine wichtige Rolle. Welche Musik hören sie selbst?

Goosen: Ich sage immer, ich stehe auf einer soliden Basis aus Beatles, Stones und Dylan, obwohl ich ja eher ein Kind der achtziger, als der siebziger Jahre bin. Ich habe schon eine gewisse Vorliebe für handgemachte Musik, aber ich komme in letzter Zeit immer weniger dazu Platten zu hören. Der Drang ständig Musik zu konsumieren hat bei mir im Alter, also mit Ende 30 in diesem Falle, stetig abgenommen. 

 

F: In „Mein ich und sein Leben“ haben sie sich als „Simon & Garfunkel“-Fan in den frühen Achtzigern geoutet. Haben sie sich deren jüngste Wiedervereinigungskonzerte angetan?

Goosen: Ich wollte ursprünglich, war aber dann verletzt. Deshalb konnte ich nicht zum dem Konzert, über das ich eigentlich für eine Zeitung schreiben wollte. Hätte ich sehr gern gemacht und es soll auch toll gewesen sein. 

 

F: Die „Liegen lernen“ wurde sehr erfolgreich verfilmt. Gibt es auch schon Interesse an ihrem zweiten Buch „Pokorny lacht“?

Goosen: Da gibt es schon länger Interesse von einer Produktionsfirma in München. Das ist aber alles noch in der Entwicklungsphase. Das dauert alles diesmal etwas länger. Ich weiß nicht was daraus wird. Es liegt noch kein drehfertiges Drehbuch vor, von daher weiß ich noch nicht ob überhaupt etwas draus wird. 

 

F: Viele ihrer Leser und Zuschauer trauern noch immer „Tresenlesen“ nach. Ist das Kapitel endgültig erledigt, oder werden sie mit Jochen Malmsheimer noch einmal zusammenarbeiten?

Goosen: Nein, das Thema ist durch. Das Beste, was die Beatles gemacht haben ist sich nie wieder zusammen zu tun. Daran sollte man sich orientieren.