CD & DVD-REVIEWS:

Loreena McKennitt – Lost Souls

Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ nach langen Jahren mal wieder eine Scheibe mit eigenem Material am Start. Gekonnt setzt die Kanadierin mit deutlich hörbaren irischen und schottischen Wurzeln auf keltische und orientalische Klangwelten. Ziemlich gut findet das unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

Beth Hart & Joe Bonamassa - Black Coffee

Beth Hart & Joe Bonamassa legen mit neuen gemeinsamen Album "Black Coffee"ne ziemlich Hammerscheibe vor, findet unser Rezensent.

m/o: Deine neue ADLER CD heißt „Back From The Dead“, die ADLERS APPETITE EP hieß „Alive“. Wie nah bist Du dem Tod in den letzten Jahren gewesen?

 

ADLER: Ja, die Scheibe heißt „Back From The Dead“. Und über diesen Umstand freue ich mich am meisten. Die alte Band ADLERS APPETITE war eher wie die alten GNR Songs und der alte Sound. Aber beide Titel handeln von meiner Erfahrung mit dem Tod.  Ich habe wahrlich genug Drogen eingeworfen, um etliche Leute umzubringen. Aber ich bin glücklich zu sagen: Diese Tage liegen hinter mir. Ich bin clean, nüchtern und fertig zu rocken!

 

m/o: Du hast den Kampf mit Deiner Drogensucht auch in einer Fernsehsendung vorgeführt. War das rückblickend die richtige Entscheidung, die Sendung zu machen.

 

ADLER: Ich denke, dass es eine gute Entscheidung für mich war, weil es nötig war, dass ich mich selbst so sehe. Nur so konnte ich mich verändern. Die Kamera lügt eben nicht, so wie ich mich über all die Jahre belogen habe.

 

m/o: Viele Journalisten, ich inklusive, waren überrascht, dass Deine neue Platte so stark ist. Wie war das nach einer so langen Phase der musikalischen Abstinenz möglich?

ADLER: Ehrlich gesagt, das verdanke ich allen neuen Bandmitgliedern. Ich hätte nichts von alle dem geschafft ohne ihre Dynamik und ihr Talent. Jacob und Lonny sind unglaubliche Songschreiber... absolute Superstars!

 

m/o: Die Platte klingt sehr modern, während die ADLERS APPETITE EP einen starken 80er Einfluss hatte. „Alive“ erinnert mich von der Attitüde etwas an „Appetite für Destruction“.  Warum dieser Richtungsschwenk?

 

ADLER: Das hat einfach damit zu tun, wer die Songs geschrieben hat. Die neue Platte und das neue Line Up, Jacob and Lonny schreiben die Songs, das alte Line up waren einfach andersartige Komponisten.

 

m/o: Wie würdest Du die neuen Mitglieder beschreiben? Was steuern sie speziell zum Sound der Band bei?

ADLER: Nun, ich habe ja schon gesagt: Sie sind alle Superstars!  Ich bin darüber sehr glücklich. Jacob und Lonny sind das beste Komponistenteam seit Steven Tyler and Joe Perry.

 

m/o: „Back From The Dead“ erinnert mich etwas an die jüngste SLASH Solo-Platte: Moderner Hardrock mit Sleaze Roots im Untergrund. Liege ich richtig?

ADLER: Ich liebe Slashs neue Platte, deshalb: danke dafür. Es ist schön, mit ihm verglichen zu werden. Wir sind ja zusammen aufgewachsen.

 

m/o: Slash hat beim Song „Just Don't Ask“ auf Deiner Platte mitgespielt. Wie ist Deine Beziehung zu Deinen ehemaligen GNR-Bandkollegen?

 

ADLER: Ich bin sehr stolz auf das Vermächtnis mit den Originalmitgliedern von GNR.  Ich spreche noch mit allen, außer Axl und Izzy. Meine neue Band hat auch ein paar Auftritte mit Duffs Band „Loaded“ in Japan gespielt.

 

m/o: Deine Mutter hat ein Buch über ihre Beziehung zu Dir und Deine Probleme der letzten zwei Jahrzehnte geschrieben. Was hältst Du davon?

ADLER: Ehrlich gesagt: Ich habe es nicht gelesen. Ich wünsche meine Mutter alle Gute, aber ich habe im Moment gar keine Beziehung zu ihr.

 

m/o: Ihr habt für September eine Europa-Tour angekündigt. Wie lange hast Du nicht mehr hier gespielt und was erwartest Du von der Tour?

 

ADLER: Ich habe ja schon oft in Europa gespielt, aber ich war niemals so aufgeregt wie diesmal, weil ich endlich wieder eine großartige Band habe. Das erinnert mich etwas an die frühen Tage von GNR.

 

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