CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

CD-REVIEW:

OHRENFEINDT - Auf die Fresse ist umsonst

In schwere See sind die St. Pauli-Kiez-Rocker OHRENFEINDT scheinbar geraten. Zumindest gingen jüngst zwei von drei Mann Besatzung über Bord. Zurück blieb der Käpt’n Chris Laut allein, der die Band 1994 auch auf Kiel gelegt hatte. Im Vorfeld der Arbeiten an „Auf die Fresse ist umsonst“ verließen die Langzeit- OHRENFEINDTE Flash Ostrock und Dennis Henning das Schiff. Manchmal gingen „nach vielen schönen und erfolgreichen Jahren die Auffassungen über den weiteren Weg einfach auseinander“, sinniert Laut vielsagend über die Abgänge. Dennoch hat er mit „Auf die Fresse ist umsonst“ nun das fünfte Studio-Album am Start. Musikalisch hat sich wenig getan: Weiter dominiert straighter Riffrock der Abteilung AC/DC mit coolen, erzählerischen Texten. Eingeklöppelt hat Käpt’n Laut das Werk mit externer Unterstützung, etwa dem Ex-OHRENFEINDT-Trommler Stefan Lehmann (heute TORFROCK), Micky Wolf (ex-RUDOLF ROCK & DIE SCHOCKER), Henny Wolter (ex-THUNDERHEAD, ex-PRIMAL FEAR, heute NITROGODS) und Jörg Sander vom PANIK-ORCHESTER. Die liefern allesamt durchaus kompetent ab. „Auf die Fresse ist umsonst“ ist beileibe keine schlechte Platte. Allerdings wird das kreative Niveau der wirklich vorzüglichen Vorgängerscheibe „Schwarz auf Weiß“ nie erreicht. Granaten wie „Job inner Bank“ sind einfach nicht zu finden. Gespannt darf man auf die anstehende Gastspielreise sein. Eine neue feste Besatzung hat der schlingernde Kahn offenbar noch nicht, zumindest ist auf der Homepage der Band Laut aktuell allein zu bewundern. Immerhin: Live war die Band immer eine sichere Band, sodass der Besuch des Auftritts in der Bochumer Matrix am 26. Oktober durchaus angeraten ist.

 

Das wird gegeben:

01. Auf die Fresse ist umsonst

02. Alles oder nichts

03. Jetzt oder nie

04. Rock’n’Roll Sexgöttin

05. Königin der Nacht

06. Prinzessin

07. Egal

08. Prokrastinations-Blues

09. Durch die Nacht

10. Rock’n’Roll Show

11. Ruf mich nicht mehr an

12. Strom

13. Heim

Bonustrack

14. Turbolader-Liebe