CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

CD-REVIEW:

QUEENSRŸCHE - Frequency Unknown vs. Queensrÿche

Bei dem Prog-Metal-Veteranen QUEENSRŸCHE war in den letzten zwölf Monaten ja mal echt was los. Ausstieg oder Rauswurf von Ex-Sänger Geoff Tate Mitte letzten Jahres, dessen Selbstausrufung als „Gegenpapst“ und schließlich das entstehen von zwei Versionen der Band nebst anhaltender juristischer Keilerei. Entsprechend katastrophal fällt auch die erste QUEENSRŸCHE-Veröffentlichung von Geoff Tate mit hochkarätiger Begleitmannschaft im April aus: Mit „Frequency Unknown” legt er eine bestenfalls bis ins Demostadium gelangte Songsammlung vor. Keine Songs, kein Sound und als Dreingabe einige völlig verunstaltete Bandklassiker. Zum Abgewöhnen. Ansatzweise hörbar ist allenfalls „Cold“. Allerdings hätte es gelohnt, die Nummer auch fertig zu produzieren.

Da macht der Rest der Truppe um Michael Wilton und Parker Lundgren an den Gitarren, Scott Rockenfield am Schlagzeug und Eddie Jackson am Bass ergänzt durch ex-CRIMSON GLORY-Sirene Todd La Torre auf dem selbstbetiteltem Debüt eine entschieden bessere Figur. Hier stimmt nicht nur die Produktion. La Torre bleibt auf dem Album im Vergleich mit seinem Vorgänger deutlich Sieger, auch wenn er ihm stimmlich sehr ähnelt. Und Songs gibt es im Gegensatz zum Mitbewerber auch, sogar welche, die fertig komponiert wurden. So überzeugt etwa der flotte Groover „Spore” oder das dramatische „Redemption“. Daneben gibt es auch düster-melancholisches wie „A World Without”. Dennoch: An die ganz genialen Zeiten der Band kommt kein Song heran, Nummern wie das zu gewollt eingängige „In This Light” plätschern einfach dahin. Zweites Manko: Die arg dürftige Spielzeit von 35 Minuten ist einfach indiskutabel. Stilistisch wird es aber wieder düsterer, eher Richtung „Operation: Mindcrime”. Insgesamt haben QUEENSRŸCHE auch vor dem Bandschisma schon durchaus schwächere Alben als dieses Spaltprodukt produziert. -nhs