CD & DVD-REVIEWS:

AMON AMARTH - The Pursuit Of Vikings

Die schwedischen Metal-Wikinger AMON AMARTH liefern dieser Tage eine Live-Vollbedienung der Extraklasse, wie man HIER nachlesen kann.

SLASH - Living The Dream

Mit „Living The Dream” hat Slash sein viertes Soloalbum und das dritte mit seinen Sänger Myles Kennedy am Start. Was davon zu halten ist steht HIER.

Alice Cooper - At The Olympia

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

DVD-REVIEW:

JOE BONAMASSA - An Acoustic Evening At The Vienna Opera House

JOE BONAMASSA hat entweder zuviel Zeit, oder er ist sehr schnell gelangweilt. Anders ist zumindest der enorme Output des Bluesrock-Gitarristen kaum zu erklären. So hat er 2012 ein neues Studioalbum, eine Live DVD & CD, eine Scheibe mit Beth Hart und die finale Scheibe der unschön in die Brüche gegangenen Supergroup BLACK COUNTRY COMMUNION in die Rille gemeißelt. Und es gab noch Kapazitäten für ein Stromlos-Album.

Das nun erschienene Live-Dokument „An Acoustic Evening At The Vienna Opera House“ beglückt uns rein akustisch auf 2CD und DVD mit einem ungewöhnlichen Hörerlebnis. Zwar ist das Repertoire teilweise durchaus bekannt, etwa mit Nummern wie „Around The Bend“, „The Ballad Of John Henry“ oder „Palm Trees, Helicopters And Gasline“. Die werden aber keineswegs in einer Opern-Fassung dargeboten, wie man angesichts des ungewöhnlichen Spielortes meinen könnte. BONAMASSA setzt vielmehr auf eine ganze Batterie von Akustikgitarren. Auch die weitere Instrumentierung ist eher ungewöhnlich: Garry O'Conner bedient Banjo, Geige etc, Mats Wester verschiedene Saiteninstrumenten wie die Schlüsselfidel, Arlan Schierbaum die Tasteninstrumente, etwa Akkordeon, Perkussionist Lenny Castro beschränkt sich nicht auf die Conga, sondern greift auch mal zum Waschbrett.

In diesem Soundmix kommt dem neben urwüchsigen Blues-Elementen auch viel Folk und eine Spur Weltmusik vor. Erinnert etwas an Eric Claptons „unplugged“-Scheibe. Der Sound steht Nummern wie „Robert Johnsons „Stones In My Passway“ ebenso gut zu Gesicht, wie BAD COMPANYS „Seagull“. Bei letzterer Nummer glänzt BONAMASSA auch stimmlich. Auf der Bonus-Scheibe des DVD-Pakets gibt es dann noch ein bisschen was zum Hintergrund. Nett, aber nicht essenziell. Bild (16:9) und Ton (Stereo & Dolby Digital 5.1) sind erwartungsgemäß top. Die Spielzeit ist mit 233 Minuten deftig. Schönes Album, das als DVD, Blues Rau und DCD kommt. -nhs

 

Das gibt es im Einzelnen:

1. Arrival

2. Palm Trees, Helicopters and Gasoline

3. Jelly Roll

4. Dust Bowl

5. Around The Bend

6. Slow Train

7. Athens To Athens

8. From The Valley

9. The Ballad Of John Henry

10. Dislocated Boy

11. Driving Towards the Daylight

12. High Water Everywhere

13. Jockey Full Of Bourbon

14. Richmond

15. Stones In My Passway

16. Ball Peen Hammer

17. Black Lung Heartache

18. Mountain Time

19. Woke Up Dreaming

20. Sloe Gin

21. Seagull

22. Goodnight Vienna (Credits)

Bonus Material

On the Road “The Making Of..” - 43:35 Minuten

An Acoustic Evening (Voices) - 40:11 Minuten