CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

CD-REVIEW:

RONNIE JAMES DIO – THIS IS YOUR LIFE

Viel war ja nicht mehr drin in den Archiven an Aufnahmen mit der legendären, 2010 verstorbenen Stimme des Rocks, RONNIE JAMES DIO. Ein paar Best-offs hat das von seiner Ehefrau Wendy geführte Label Niji auf den Markt schmeißen können, dazu einige wirklich hörenswerte Konzertmitschnitte. Aber dass es keine Konserven mehr gibt, heißt ja nicht, dass man mit dem Werk des Sangesgottes nicht doch noch ein paar Tonträger füllen kann – und Kasse machen, diesmal aber für den guten Zweck. Nun also ist es eine Cover-Platte. Auf den Trichter war vor Jahren schon MANOWAR-Bassist Joey DeMaio gekommen, der ein paar dubiose Bands seines Labels Magic Circle Records auf das großartige Repertoire des kleinen Sängers mit der großen Stimme losgelassen hat und damit einen veritablen Shitstorm im Internet ausgelöst hat. Denn autorisiert war nixx davon, und die Interpreten waren allenfalls Insidern ein Begriff. Klarer Fall von Beutelschneiderei. Nun versuchen sich also mit dem Segen der DIO-Witwe ein paar wirklich namhafte Bands und Musiker an der musikalischen Hinterlassenschaft des Großmeisters, darunter METALLICA, SCORPIONS, MOTÖRHEAD, COREY TAYLOR und TENACIOUS D. Zu hören sind sowohl Songs seiner Bands RAINBOW und BLACK SABBATH als auch welche aus seinemSolo-Werk. Und die meisten machen ihre Sache wirklich anhörbar  – vor allem  deshalb, weil sie meist ziemlich nah am Original bleiben. Um das Album wirklich interessant zu machen, hätten aber vielleicht auch Bands wie ANTHRAX („Neon Nights“), die SCORPIONS („The Temple Of The King“) oder DORO („Egypt“) den großen Vorbildern ein wenig stärker ihren eigenen Stempel aufdrücken sollen, wie das zum Beispiel TENACIOUS D gemacht haben. ROB HALFORD etwa, der den RAINBOW-Klassiker „Man On The Silver Mountain“ zum Besten gibt, singt gleich zwei Oktaven unter seiner PRIEST-Tonart und ist kaum wieder zu erkennen. Selbst METALLICA verneigen sich mit ihrem Neun-Minuten-Medley der RAINBOW-Klassiker „A Light In The Black“, „Tarot Woman“, „Stargazer“ und „Kill The King“ derart tief vor dem Meister, dass es ein wenig an Eigenständigkeit mangelt. Zu hören ist auch das letzte DIO-Lineup, bestehend aus SIMON WRIGHT (Drums), CRAIG GOLDY (Gitarre), RUDY SARZO (Bass) und SCOTT WARREN (Piano), das zusammen mit GLENN HUGHES „Catch The Rainbow“ intoniert. Zu guter Letzt ist noch einmal DIO selbst mit der einfühlsamen Ballade „This Is Your Life“ zu hören, eines der besseren Stücke des ansonsten eher schwachen Werks „Angry Machines“. Wie dem auch sei: Unterm Strich macht die Scheibe Spaß, und Käufer tun zudem noch ein gutes Werk, denn der Erlös fließt in die „Ronnie James Dio Stand Up And Shout“-Krebsstiftung (und nicht in die Taschen von Joey DeMaio). Wer sich für die Stiftung interessiert, findet unter www.diocancerfund.org nähere Informationen. Die Platte erscheint am 28. März. – ONKEL HOTTE

 

Das wird gegeben:

1. Neon Knights – ANTHRAX*

2. “The Last In Line – TENACIOUS D*

3 The Mob Rules – ADRENALINE MOB

4 Rainbow In The Dark – COREY TAYLOR, ROY MAYORGA, SATCHEL, CHRISTIAN MARTUCCI, JASON CHRISTOPHER*

5. Straight Through The Heart – HALESTORM*

6. Starstruck – MOTÖRHEAD & BIFF of SAXON*

7. Temple Of The King – SCORPIONS*

8. Egypt (The Chains Are On) – DORO

9. Holy Diver – KILLSWITCH ENGAGE

10 Catch the Rainbow – GLENN HUGHES, SIMON WRIGHT, CRAIG GOLDY, RUDY

SARZO, SCOTT WARREN*

11. I – JIMMY BAIN, ONI LOGAN, ROWAN ROBERTSON, BRIAN TICHY*

12. Man On The Silver Mountain – ROB HALFORD, VINNY APPICE, DOUG

ALDRICH, JEFF PILSON, SCOTT WARREN*

13.     tbc – METALLICA*

14.     “This Is Your Life” – DIO

 

 

Mit „*“ markierte Songs sind bisher unveröffentlicht.