CD & DVD-REVIEWS:

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

Loreena McKennitt – Lost Souls

Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ nach langen Jahren mal wieder eine Scheibe mit eigenem Material am Start. Gekonnt setzt die Kanadierin mit deutlich hörbaren irischen und schottischen Wurzeln auf keltische und orientalische Klangwelten. Ziemlich gut findet das unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

BluRay-REVIEW: 

THE ROLLING STONES From The Vault – Live At The Tokyo Dome 1990

In der Reihe „From The Vault” wühlen die STONES in den Tiefen und Untiefen ihrer Archivbestände. Dabei ist diesmal mit „Live At The Tokyo Dome 1990” ein Mitschnitt ihres ersten Gastspiels im Land des Lächelns abgefallen. Die Firma Jagger, Richards & Co spielte nämlich erst 1990 erstmals konzertant in Nippon auf. Zehn Shows gab die Altherrentruppe damals zwischen dem 14. und 27. Februar 1990 in Japan im Rahmen ihrer „Steel Wheels“-Tour und zwar noch in der Besetzung mit Ur-Bassmann Bill Wyman. Es waren die ersten STONES-Konzerte in Japan überhaupt, da alle vorherigen Versuche seit den frühen Siebzigern in Sande verlaufen waren. Wie auch heute noch rüstete das Quintett aber mit einer ganzen Brigade von Zusatzmusikern vom Backgroundgesang über Bläser bis zu mehreren Tastenmännern, mächtig auf.

Spielerisch lassen die Routiniers nix anbrennen und arbeiten sich - vielleicht etwas zu routiniert - durch ein Hit-Programm das von „Start Me Up über „Ruby Tuesday”, „Midnight Rambler”, „Paint It Black”, „Sympathy For The Devil”, „Gimme Shelter”, „Honky Tonk Women”, „Brown Sugar” bis zu „Jumpin’ Jack Flash” und natürlich „(I Can’t Get No) Satisfaction” reicht.

Dass es sich um historisches Material im Bildformat 4:3, wenn auch jüngeren Datums handelt, ist nicht zu übersehen, nicht nur wegen modischer Entgleisungen einiger Bühnenakteure. Für die Erstveröffentlichung wurde das Material aber sorgfältig restauriert. Sieht ordentlich aus. Auch der Sound wurde von Bob Clearmountain in DTS-HD Master Audio und LPCM Stereo neu gemischt.

Allerdings klingt die Band auf der Aufnahme, wie viele Band in den späten 80ern und frühen 90ern eben klangen: Etwas steril und ohne dem warmen Druck, den viele Mitschnitte aus den Siebzigern prägen. Jenseits dieser kleinen Schönheitsfehler gehört das Teil in jede ordentliche STONES-Sammlung.

Zu haben ist „Live At The Tokyo Dome 1990” als BluRay, DVD oder auch als Set mit Doppel-CD oder vier Vinyl-Scheiben. -nhs 

Das wird gegeben:

1) Intro: Continental Drift

2) Start Me Up

3) Bitch

4) Sad Sad Sad

5) The Harlem Shuffle

6) Tumbling Dice

7) Miss You

8) Ruby Tuesday

9) Almost Hear You Sigh

10) Rock And A Hard Place

11) Mixed Emotions

12) Honky Tonk Women

13) Midnight Rambler

14) You Can’t Always Get What You Want

15) Can’t Be Seen

16) Happy

17) Paint It Black

18) 20,000 Light Years From Home

19) Sympathy For The Devil

20) Gimme Shelter

21) It’s Only Rock ’n’ Roll

22) Brown Sugar

23) (I Can’t Get No) Satisfaction

24) Jumpin’ Jack Flash

 

Spielzeit: ca. 137 Minuten