CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

CD-REVIEW:

SLAYER – Repentless

SLAYER – Repentless

Es ist der Spätsommer der Metal-Legenden – im Wort- wie auch im übertragenen Sinne: MAIDEN, MOTÖRHEAD und nun auch SLAYER legen in diesen Tagen Alterswerke vor, die fast rundum überzeugen können. Dass „Repentless“, das erste Album ohne den dahingeschiedenen Riffmaster Jeff Hanneman, kein Rohrkrepierer werden würde, davon konnten sich die Thrashfans schon beizeiten überzeugen, denn einige der neuen Songs donnerten in den vergangenen Wochen und Monaten bereits durchs Internet – aufs Album haben es die zuvor veröffentlichten Titel „When the Stillness Comes“, „Implode“, „Repentless“ und „Atrocity Vendors“ zum Teil in leicht überarbeiteten Versionen geschafft. Bereits seit dem Record-Store-Day im März gibt’s die erste Kostprobe. Das mit einem garstigen Akustikintro einsteigende „When The Stillness Comes“ ist zugleich der Beweis dafür, dass Jeff Hanneman zwar fehlt, aber als Autor der hundsgemeinden Thrash-Gewitter, die ohne durchgetretenes Gaspedal daherkommen, nicht unersetzbar ist. Gerade die finsteren, langsameren Stücke, die nun aus der Feder von Kerry King stammen -  dazu zählen auch „Pride in Prejudice“ und das geniale „Vice“  - machen aus Repentless ein fettes Brett, das man so vielleicht nicht mehr erwartet hat und das vom Tempo her an „Seasons in the Abyss“ erinnert. Mit „Piano Wire“ haben die Totschläger dann auch noch ein paar übrig gebliebene Fragmente von Hanneman durchaus schmackhaft verwurstet. Das Zusammenspiel mit Neuzugang Gary Holt (EXODUS) an der anderen Gitarre war offenbar ein Motivationsschub für King, der inzwischen auch aus der Sologitarre mehr als nur Geräuschentwicklung herausholt. Und Schreihals Tom Araya ruft einmal mehr eine bodenständige Leistung ab. Paul Bostaph hat Dave Lombardo bereits früher hinter den Kesseln ersetzen müssen, und auch diesmal macht er einen guten Job, ohne allerdings so ganz an das irre Powerdrumming seines mal wieder geschassten Vorgängers heranzukommen. Das neue SLAYER-Werk ist zwar kein neues Jahrhundertalbum, das dürfte auch niemand erwartet haben, aber solide Kost mit allen Trademarks der Mitbegründer dieses Genres, die immer noch die Lordsiegelbewahrer des Thrash sind. Wer es knüppeldick mag, der dürfte im zweiten Halbjahr kaum ein besseres Album in den Player bekommen. Von Dienst nach Vorschrift, wie ein saturierter Sesselpupser in einer Mainstream-Redaktionsstube das neue Album  bezeichnet und SLAYER in die Nähe des Berufsbeamtentums gerückt hat, kann jedenfalls keine Rede sein. Dem vermutlich selbst beihilfeberechtigten Kollegen kann man nur raten: Ärmelschoner runter und dann selbst ab in den Moshpit. Dort wird sich auch ihm offenbaren, wie groß das neue SLAYER-Album ist. Zumindest macht es den Kopf frei von solchem pseudointellektuellen Geschwurbel. -ONKEL HOTTE

Das wird gegeben:

1. Delusions Of Saviour

2. Repentless

3. Take Control

4. Vices

5. Cast The First Stone

6. When The Stillness Comes

7. Chasing Death

8. Implode

9. Piano Wire

10. Atrocity Vendor

11. You Against You

12. Pride In Prejudice