CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

CD-REVIEW:

ULI JON ROTH – Scorpions Revisited Volume 1

Aus dem Frühwerk der Hannoveraner Skorpione versuchen derzeit viele Ex-Mitglieder Kapital zu schlagen. Klampfer Michael Schenker huldigt seiner früheren Band, Schlagzeuger Hermann Rarebell hat das alte Material zunächst ohne und dann mit Strom aufgenommen, nicht zuletzt sind die Scoprions auch selbst noch im fünften Jahrzent aktiv – und nun folgt auch noch Schenkers Vorgänger, Uli Jon Roth. Ausgiebig war der esoterisch angehauchte Gitarrero in den vergangenen beiden Jahren mit dem Material aus seiner fünfjährigen Zeit bei den Scorps bereits auf Tour, nun hat er die Songs aus der Frühphase in einem Studio in Hannover, in dem die Scorpions angeblich seinerzeit geprobt haben, neu in die Rille geritzt. Manch einer, der die Scorpions vor allem durch ihre totgenudelten Balladen wie „Wind Of Change“ kennt, dürfte sich die Ohren reiben, wie proggig die Hannoveraner auf ihren alten Scheiben „Fly To The Rainbow“, „In Trance“, „Virgin Killer“ und „Taken By Force“ musiziert haben, deren Songs zum Großteil auf das Konto von Roth gehen. Und
die Neuaufnahmen sind durchaus mehr als eine soundtechnisch aufgemotzte Neueinspielungen – es sind im wahrsten Sinne Neuinterpretationen. Das war angesichts des beeindruckenden Improvisationstalents des gebürtigen Esseners auch nicht anders zu erwarten.  Roths Gitarrenspiel auf seiner selbstgebauten Sky-Gitarre ist eine Offenbarung. Wie wenige andere Gitarristen verbindet er technisches Können mit gefühlvollem Spiel. Was er aus seinem Hackbrett mit einem Tonumfang von sagenhaften sechs Oktaven kitzelt, sucht seinesgleichen. Aus seiner Begleitband sticht vor allem Sänger Nathan James heraus, der wie eine gelungene Mischung aus Michael Kiske, Tony Martin und Joe Lynn Turner klingt und den Scorpions-Frontmann Klaus Meine stimmlich in den Sack steckt. Aber auch Jamie Little (Schlagzeug), Ule W. Ritgen (Bass), Niklas Turmann (Gitarre, Gesang), Corvin
Bahn (Keyboards, Gesang) und David Klosinski (Gitarre) verrichten ihre Arbeit mehr als anständig. Wer „Scorpions Revisited Volume 1“ hört, mag kaum glauben, dass die Songs schon vier Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Und der Name verspricht, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Her damit! –ONKEL HOTTE

Das wird gegeben:

CD1:
1.      The Sails Of Charon
2.      Longing For Fire
3.      Crying Days
4.      Virgin Killer
5.      In Trance
6.      Sun In My Hand
7.      Yellow Raven
8.      Polar Nights
9.      Dark Lady
CD2:
1.      Catch Your Train
2.      Evening Wind
3.      All Night Long
4.      We’ll Burn In The Sky
5.      Pictured Life
6.      Hell Cat
7.      Life’s Like A River
8.      Drifting Sun
9.      Rainbow Dream Prelude
10.     Fly To The Rainbow