CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

BluRay-REVIEW:

RAINBOW - Memories In Rock - Live In Germany

Manchmal ist es wirklich schmerzhaft, über ein altes Idol zu schreiben, das einen über mehrere Jahrzehnte begleitet und musikalisch geprägt hat. Dazu muss der Betreffende nicht einmal physisch ableben. Er muss nur musikalisch Selbstmord begehen. Das macht derzeit Ritchie Blackmore. Im Herbst seiner Karriere ruiniert die Ex-DEEP PURPLE-Gitarren-Legende seine eigenen Klassiker derzeit sehr gründlich.

Als er ankündigte, im Juni 2016 mit drei Rockshows zurück zu kehren, war bei der Anhängerschaft die Euphorie groß. Endlich. Kein Pseudo-Renaissance-Gezuppel mit seiner unsäglichen Solo-Truppe BLACKMORES NIGHT mehr. Endlich wieder Blackmores metallisch schneidender Gitarrenton, endlich wieder knackiger Classic Rock wie „Kill The King“.

Zu früh gefreut, kann man da nur sagen. Denn zu seinem Rock-Comeback hat der Meister nicht nur die halbe Band von BLACKMORES NIGHT mitgebracht. Nein, auch den RAINBOW und DEEP PURPLE-Klassikern, die Blackmore für seine Rückkehr auserwählt hat, wird die künstliche und kraftlose Klangästhetik dieser Karnevalstruppe übergestülpt. Man erkennt Nummern wie „Highway Start“, „Spotlight Kid“ oder „Stargazer“ in den Live-Fassungen der vorliegenden BluRay kaum wieder. Die aus den Shows auf der Loreley sowie in Bietigheim (bei Stuttgart) zusammengeschnitten. Beide sind gleichermaßen saft- und kraftlos. Das fängt bei der lächerlich winzigen Backline an und hört beim wachsweichen Sound auf. Sänger Ronnie Romero macht technisch einen ganz anständigen Job, bleibt aber etwas farblos. Selbst Blackmore fällt mit Humbuckern und Gitarrensynthie weichgespültem Gitarrenton negativ auf. „Bitte sofort aufhören“, möchte man rufen. Vergeblich: Inzwischen sind für 2017 weitere England-Gastspiele angekündigt. Die vorliegende Scheibe vielleicht größte Enttäuschung des Jahres 2016. Als Fan muss man sich aber natürlich trotzdem im Schrank haben – und sei es nur aus alter Verbundenheit.

–nhs

Das wird gegeben:

1. Highway Star

2. Spotlight Kid

3. Mistreated

4. 16th Century Greensleeves

5. Since You Been Gone

6. Man On The Silver Mountain

7. Catch The Rainbow

8. Difficult To Cure (Beethoven's Ninth)

9. Perfect Strangers

10. Stargazer

11. Long Live Rock 'N' Roll

12. Child In Time / Woman From Tokyo

13. Black Night

14. Smoke On The Water

 

BONUS TRACKS:

15. Spotlight Kid

16. Man On The Silver Mountain

17. Long Live Rock 'N' Roll

18. Stargazer