CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

BluRay-REVIEW:

RAINBOW - Memories In Rock - Live In Germany

Manchmal ist es wirklich schmerzhaft, über ein altes Idol zu schreiben, das einen über mehrere Jahrzehnte begleitet und musikalisch geprägt hat. Dazu muss der Betreffende nicht einmal physisch ableben. Er muss nur musikalisch Selbstmord begehen. Das macht derzeit Ritchie Blackmore. Im Herbst seiner Karriere ruiniert die Ex-DEEP PURPLE-Gitarren-Legende seine eigenen Klassiker derzeit sehr gründlich.

Als er ankündigte, im Juni 2016 mit drei Rockshows zurück zu kehren, war bei der Anhängerschaft die Euphorie groß. Endlich. Kein Pseudo-Renaissance-Gezuppel mit seiner unsäglichen Solo-Truppe BLACKMORES NIGHT mehr. Endlich wieder Blackmores metallisch schneidender Gitarrenton, endlich wieder knackiger Classic Rock wie „Kill The King“.

Zu früh gefreut, kann man da nur sagen. Denn zu seinem Rock-Comeback hat der Meister nicht nur die halbe Band von BLACKMORES NIGHT mitgebracht. Nein, auch den RAINBOW und DEEP PURPLE-Klassikern, die Blackmore für seine Rückkehr auserwählt hat, wird die künstliche und kraftlose Klangästhetik dieser Karnevalstruppe übergestülpt. Man erkennt Nummern wie „Highway Start“, „Spotlight Kid“ oder „Stargazer“ in den Live-Fassungen der vorliegenden BluRay kaum wieder. Die aus den Shows auf der Loreley sowie in Bietigheim (bei Stuttgart) zusammengeschnitten. Beide sind gleichermaßen saft- und kraftlos. Das fängt bei der lächerlich winzigen Backline an und hört beim wachsweichen Sound auf. Sänger Ronnie Romero macht technisch einen ganz anständigen Job, bleibt aber etwas farblos. Selbst Blackmore fällt mit Humbuckern und Gitarrensynthie weichgespültem Gitarrenton negativ auf. „Bitte sofort aufhören“, möchte man rufen. Vergeblich: Inzwischen sind für 2017 weitere England-Gastspiele angekündigt. Die vorliegende Scheibe vielleicht größte Enttäuschung des Jahres 2016. Als Fan muss man sich aber natürlich trotzdem im Schrank haben – und sei es nur aus alter Verbundenheit.

–nhs

Das wird gegeben:

1. Highway Star

2. Spotlight Kid

3. Mistreated

4. 16th Century Greensleeves

5. Since You Been Gone

6. Man On The Silver Mountain

7. Catch The Rainbow

8. Difficult To Cure (Beethoven's Ninth)

9. Perfect Strangers

10. Stargazer

11. Long Live Rock 'N' Roll

12. Child In Time / Woman From Tokyo

13. Black Night

14. Smoke On The Water

 

BONUS TRACKS:

15. Spotlight Kid

16. Man On The Silver Mountain

17. Long Live Rock 'N' Roll

18. Stargazer