CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

Zwei Versionen der  DIO-Erbschaftsverwaltung: LAST IN LISTE (oben) und RESURRECTION KINGS (Bild unten)
Zwei Versionen der DIO-Erbschaftsverwaltung: LAST IN LISTE (oben) und RESURRECTION KINGS (Bild unten)

CD-DOPPELREVIEW: DIO-Weggefährten

LAST IN LINE vs. RESURRACTION KINGS

Fast zehn Jahre ist es nun her, dass eine der besten Stimmen des Hardrocks verstummte. Aber das musikalische Erbe von Ronnie James Dio lebt weiter – nicht nur in dessen eigenem, zum größten Teil großartigen Werk. Auch einige musikalische Mitstreiter halten die Erinnerungen wach und schreiben den Dio’schen Kanon weiter. Gleich zwei dieser Werke erblickten dieser Tage das Licht der Welt.

LAST IN LINE bietet große Teile des klassischen DIO-Lineups auf. Vivian Campbell an der Gitarre, Jimmy Bain am Bass und Vinny Appice hinter der Schießbude spielten den gleichnamigen Klassiker sowie die beiden Meilensteine „Holy Diver“ und „Sacred Heart“ ein. Und das Dutzend Titel von „Heavy Crown“ klingen stellenweise genauso, wie man sich in den 1980er Jahren eine neue DIO-Scheibe vorgestellt hätte – mit Ausnahme des Gesangs. Weil die große Stimme des kleinen Mannes kaum zu kopieren ist, versuchen es LAST IN LINE gar nicht erst, sondern sie haben Andrew Freeman einen Sänger angeheuert, der komplett anders kling und einen leicht bluesigen Einschlag im nicht ganz so mächtigen Organ hat. Die Songs sind allesamt gut hörbar, vom schleppenden Einsteiger „Devil In Me“ über die Hymne „Curse The Day“ bis zum Highlight des Albums „Blame It On Me“. LAST IN LINE klingen sehr Oldschool und schreiben die Geschichte der Rockmusik nicht eben fort. Aber für einen Abstecher in die Vergangenheit taugt die von Jeff Pilson (Ex-DIO, Ex-DOKKEN) produzierte Platte allemal. Leider ist das Album auch selbst ein Schwanengesang: Bereits vor der Veröffentlichung segnete Jimmy Bain das Zeitliche. R.I.P.

Auch der ehemalige DIO-Gitarrist Craig Goldy, der seinerzeit Vivian Campbell an der Klampfe abgelöst hatte, legt mit seiner neuen Combo RESSURECTION KINGS ein Retro-Werk vor, das an gute alte Zeiten erinnert. Der Gitarren-Sound ist unverkennbar, und das Album nimmt deutliche Anleihen an „Dream Evil“, an dem sich damals die Meinungen der DIO-Fans schieden. Vinnie Appice ist auch hier mit an Bord. Auch die RESSURECTION KINGS warten mit einer komplett anderen Stimme auf: Chas West ist bislang ein eher unbeschriebenes Blatt, er passt aber ganz gut zu den Songs, die deutlich mehr nach amerikanischem Hardrock klingt als seinerzeit das DIO-Werk. Bestes Stück auf dem Album ist die Ballade „Never Say Goodbye“, aber auch unter den übrigen zehn Titeln ist kein echter Rohrkrepierer, aber leider ebenso kein Überflieger. Kann man haben, aber im direkten Vergleich liegen LAST IN LINE ganz klar vorn. –ONKEL HOTTE 

Das wird gegeben:

LAST IN LINE                 Heavy Crown

1. Devil In Me

2. Martyr

3. Starmaker

4. Burn This House Down

5. I Am Revolution

6. Blame It On Me

7. In Flames

8. Already Dead

9. Curse The Day

10. Orange Glow

11. Heavy Crown

12. The Sickness

RESURRECTION KINGS Resurrection Kings

1. Distant Prayer

2. Livin' out Loud

3. Wash Away

4. Who Did You Run To

5. Fallin' for You

6. Never Say Goodbye

7. Path of Love

8. Had Enough

9. Don't Have to Fight No More

10. Silent Wonder

11. What You Take