CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

CD-REVIEW:

METALLICA – Hardwired...To Self-Destruct

Nach den ersten vier Songs der neuen METALLICA-Scheibe „Hardwired...To Self-Destruct“ möchte man aufspringen, aus volle Kehle „GEIL!“ grölen und hemmungslos das Haupthaar kreisen lassen. Denn der Bay-Area-Vierer legt eingangs seiner zehnten Studioscheibe derart los, wie man es schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte mehr gehört hat. Nummern wie der eröffnende Titelsong, der Kracher „Atlas, Rise!“ oder auch „Moth Into Flame“ sind einfach derart bockstark, dass es einem den Atem verschlägt. Wenn es auf der Scheibe so weitergehen würde, hätten METALLICA einen neuen Klassiker geschaffen, der den Vergleich mit „Kill Em All“ oder dem Black Album nicht scheuen müsste. Tut es aber leider nicht. Im Laufe der gut 77 Minuten Spielzeit taucht dann doch jede Menge Füllmaterial auf. Dieses wäre als B-Seite oder Bonus EP-Dreingabe für Hardcore-Fans durchaus geeignet. Aber als Stoff für ein normales Album braucht man Songs wie „Dream No More“ „Halo On Fire“ oder „Am I Savage?“ eigentlich nicht. Hier wäre weniger mehr gewesen. Denn für eine normale Scheibe mit vielleicht 45 bis 50 Minuten Spielzeit hätte das erstklassige Material durchaus gereicht. Zur Produktion eines erstklassigen Albums gehört eben auch, nicht erstklassiges Material auszusortieren. Gerade auf CD 2 häufen sich ärgerlich-banale Nummern. So ist an Songs wie „Murder One“ das Beste, dass es eine Verneigung vor dem verstorbenen Lemmy Kilmister ist. Noch besser wäre es, wenn diese gute Idee auch musikalisch angemessen umgesetzt worden wäre. So muss der Hörer selbst Hand anlegen und auf seiner Playliste die kompositorische Dutzendware entsorgen. Immerhin gibt es mit „Spit Out The Bone“ einen knallharten und mitreißenden Schlusspunkt.

Stilistisch zitiert man sich gern selbst. Seien ruppige Riffs im Stile der frühen Tage oder Anlehnungen an eher progressiven Stoff der „Justice“-Phase. Aber auch vor ungenierten IRON MAIDEN-Zitaten wie bei „Atlas, Rise!“ scheut man nicht zurück.

Für die Produktion von „Hardwired...To Self-Destruct“ ist wieder Greg Fidelman zuständig, der bereits 2008 bei „Death Magnetic“ hinter den Reglern saß. Und der liefert diesmal ziemlich traditionalistisch ab. Soundexperimente mit drei Kellen Kompression zu viel wie bei „Death Magnetic“ verkneift er sich Gott sei Dank.
Auf der Bonus CD der Deluxe-Fassung des Albums finden sich neben einer Neuaufnahme der 2014er Single „Lords of Summer“ einige schon auf verschiedenen Samplern veröffentliche Cover-Songs und reichlich frisches Live-Material. Die paar Euro Mehrpreis lohnen sich in jedem Fall. Sollte man im Schrank haben. –nhs

Das wird gegeben:

CD 1
1. Hardwired
2. Atlas, Rise!
3. Now That We're Dead
4. Moth Into Flame
5. Dream No More
6. Halo On Fire

CD 2
1. Confusion
2. ManUNkind
3. Here Comes Revenge
4. Am I Savage?
5. Murder One
6. Spit Out The Bone