CD & DVD-REVIEWS:

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien)  neue Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

CD-REVIEW:

Body Count – Bloodlust

Pure, ungezügelte, greifbare Wut, die einem offen und unverhohlen entgegen schlägt. Mit einer unglaublichen Intensität, die man in dieser Form selten in Musik hören und nachempfinden kann. Und dass man die Wut von BODY COUNT so intensiv spürt, ist auch schon das Beste am sechsten Album der Band aus South Central L. A. „Bloodlust“ ist eine vertonte Kampfansage, die mit prominenter Unterstützung aufwartet. So ist der Opener „Civil War“ eine Zusammenarbeit mit Dave Mustaine und auch Max Cavalera kooperiert bei „All Love Is Lost“ und Randy Blythe, beteiligt sich an „Walk With Me...“ Doch trotz dieser Unterstützung, liegt die Stärke von „Bloodlust“ weniger in der Musik, denn in diesem Bereich sind BODY COUNT doch recht limitiert. Viel mehr als immer mit voller Wucht und in der gleichen Kombination in die Fresse ist nicht zu hören; raffiniertes, feines Spiel gibt es nicht. Und so sind es die Texte und politischen Botschaften, die es richten müssen. Vom Beginn ihrer Karriere an waren BODY COUNT eine politische Band und das Hauptthema war und ist Rassismus. Rassismus der insbesondere von weißen Polizisten an schwarzen, jungen Männern ausgelebt wird und oftmals in Erschießungen dieser Jugendlichen und in Freisprüchen für die weißen Polizisten mündet. Es war das Thema ihres ersten Hits „Copkiller“ und bleibt es mit heute, mit neuer Aktualität. Die sozialkritischen Texte von Frontmann Ice-T sind direkte Wirkungstreffer. Schonungslos greift er die Missstände im amerikanischen way of life an, entlarvt die Verlogenheit und Bigotterie der herrschenden Klasse und lässt wissen, dass er keinen Frieden mit dem herrschenden System schließen wird. Und man nimmt es ihm ab, es ist zu spüren, dass er es ernst meint. Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Musiker mit guten Texten ihre Musik ergänzen und komplettieren sollten. Die Musik sollte allerdings auch alleine bestehen  können und das ist nicht zu hören. BODY COUNT klingen immer gleich und das schon seit dem Debüt 1992. Es gibt auch auf „Bloodlust“ kaum Abwechslung und ausgerechnet das SLAYER-Cover-Medley „Raining Blood/Postmortem“ ist der schwächste Song des Albums, weil der Versuch, sich vom musikalischen Einerlei zu lösen grandios daran scheitert, dass jegliche Authentizität verloren geht. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Wut alleine kein gutes Album macht. Muss man nicht unbedingt haben. -Markus Renner

 

 

Das wird gegeben:

1.     Civil War (ft. Dave Mustaine)

2.     The Ski Mask Way

3.     This Is Why We Ride

4.     All Love Is Lost (ft. Max Cavalera)

5.     Raining Blood/ Postmortem

6.     God, Please Believe Me

7.     Walk With Me... (ft. Randy Blythe)

8.     Here I Go Again

9.     No Lives Matter

 

10.   Bloodlust