CD & DVD-REVIEWS:

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

CD-REVIEW:

DANZIG – Black Laden Crown

Am 12.5.2017 kommt endlich das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren raus, es gab im letzten Jahr die historische Live-Reunion der MISFITS und Glenn DANZIG kündigt auf seiner Website an, dass er das diesjährige „Blackest Of The Black“ Festival headlinen wird. Also durch die Bank gute Nachrichten, denkt sich der geneigte Rockfan und kann es kaum erwarten, sich das neue Werk vorab schon mal auf die Ohren zu geben. Doch aus der Vorfreude wird nach ca. 25 Sekunden des Hörens ein emotionaler Sturzflug, der in ungeahnte Tiefen geht.

Einen Moment lang denkt man beim Opener „Black Laden Crown“, gleichzeitig auch der Albumtitel, dass das ja ein ganz nettes Intro ist. Doch bereits nach einigen Sekunden wird dann klar, dass der schleppende, uninspirierte Sound eher gehörig auf die Nerven geht. Doch das eigentliche Entsetzen überkommt den Hörer in dem Moment, in dem der Gesang einsetzt: DANZIGs Stimme ist saft- und kraftlos und das zieht sich durch das gesamte Album durch. Die gesamte Produktion ist in meinen Ohren komplett schief gelaufen. Dass es so etwas wie einen Bass gibt, scheint bei einigen Songs komplett vergessen worden zu sein, stattdessen spielt sich auch jedes Gitarrensolo am ganz hohen Ende der Tonleiter ab, was auf Dauer dazu führt, dass man es nur als an den Nerven zehrendes Geschrammel wahrnimmt. Ähnlich verhält es sich mit dem Drum-Sound, die Bass Drum ist kaum zu hören, die Snare umso besser, bzw. viel zu aufdringlich. Dabei ein vor Uninspiriertheit nur so strotzendes Songwriting, die Songs klingen alle ähnlich und schleppen sich mühevoll voran. Erst bei „But A Nightmare“, immerhin der sechste Song des Albums, stellt sich so etwas wie ein Rockrhythmus ein, der dann aber so lange stupide wiederholt wird, bis das Ganze auch keinen Spaß mehr macht. Und über allem die klagende, jammernde, wimmernde Stimme Glenn Danzigs, die jegliche Kraft verloren hat und manchmal so klingt, als würde ein Volltrunkener ins Mikro nuscheln. Alles in allem fehlt diesem Album so ziemlich alles: Songwriting, Stimme, Produktion – all das sucht man vergebens. Es ist eine komplette Enttäuschung und man fragt sich schon, ob das tatsächlich so veröffentlicht werden soll. Lieber Glenn, überarbeite das Ding noch mal, trainiere Deine Stimme oder tritt ab, solange das in Würde möglich ist. -Markus Renner

Das wird gegeben:

1.    Black Laden Crown

2.    Eyes Ripping Fire

3.    Devil On Hwy 9

4.    Last Ride

5.    The Witching Hour

6.    But a Nightmare

7.    Skulls & Daisies

8.    Blackness Falls

9.    Pull the Sun