CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

CD-REVIEW:

KREATOR - Gods Of Violence

Auf ihrem 14. auf ihrem Studioalbum „Gods Of Violence“ überholt sich Deutschlands Thrash-Metal Band Nr. 1 selbst. KREATOR hauen ein Album raus, das Melodie und Brutalität perfekt vereint. Wer vermutet hatte, dass der Vorgänger „Phantom Antichrist“ nicht mehr übertroffen werden kann, wird nun eines besseren belehrt und steht mit offenem Mund da.

Hymnisch beginnt das Album mit dem Intro „Apocalypticon“ um dann mit „World War Now“ das volle Brett herauszuhauen. Der geneigte Metalfan ist nun hellwach und harrt der Dinge, die da kommen mögen. Und diese Dinge sind groß: Der Longplayer ist gespickt mit Songs, die technisch absolut perfekt gespielt sind, Melodie und Gedresche sauber vereinen und einen bombastisch dichten, fulminanten Sound bietet, der seinesgleichen sucht. Diese Klangwand trägt einmal mehr die Handschrift von Jens Bogren, der bereits das Vorgängeralbum produziert hat.

Es ist ein absoluter Genuss zu hören, wie Mille und Sami von Album zu Album immer besser miteinander harmonieren, eine Entwicklung, die auch live zu sehen und hören ist. Man wird den Eindruck nicht los, dass die beiden sich gegenseitig zu immer großartigeren Leistungen an ihren sechs Saiten aufwiegeln. Milles Schreigesang und seine Riffs, im Verbund mit Samis Solos gehören auf die vorderen Plätze in der ersten Liga. Und das Jürgen „Ventor“ Reil einer der, wenn nicht gar der beste Thrash Drummer Deutschlands ist, dürfte jedem Fan schon lange bekannt sein. Mit seinen 50 Lenzen legt er ein Tempo an den Tag, bei dem manchen 20-jährigen schwindelig werden könnte.

Neben der Spielfreude und der ungebändigten Wut gibt es weitere positive Eindrücke. So war es kein Fehler, sich die Unterstützung von FLESHGOD APOCALYPSE zu holen, was übrigens auch Jens Bogren zu verdanken ist. Die Italiener verstehen es Orchester Parts an genau die richtige Stelle zu setzen, was dazu geführt hat, dass nicht nur das Intro orchestral konzipiert ist, auch bei drei weiteren Songs des Albums haben sie mitgewirkt.

Außerdem überraschen KREATOR auf „Fallen Brother“ mit den ersten deutschen Zeilen der Bandgeschichte. Ungewohnt ist das zunächst, doch auch das passt. Der Abschlusssong des Albums, „Death Becomes My Lights“ ist eine epische Hymne, die einen starken Einduck hinterlässt. Zwischen dem ersten und dem letzten Song dieses Albums liegen neun weitere Songs, voller Wut, voller Melodie, voller Energie, die überzeugen. Die Entwicklung setzt sich fort, KREATOR nehmen den Weg des Weins: sie werden mit dem Alter immer besser. -Markus Renner

 

Das wird gegeben:

1.     Apocalypticon

2.     World War Now

3.     Satan Is Real

4.     Totalitarian Terror

5.     Gods Of Violence

6.     Army Of Storms

7.     Hail To The Hordes

8.     Lion With Eagle Wings

9.     Fallen Brother

10.  Side by Side

11. Death Becomes My Light