CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

CD-REVIEW:

MOTÖRHEAD – Under Cöver

+/PLUS

Eine neue Scheibe von MOTÖRHEAD, das war immer der Garant für altbekanntes und trotzdem nie langweiliges. In ihrer 40-jährigen Bandgeschichte haben MOTÖRHEAD sagenhafte 22 Alben raus gehauen und auch, wenn das eine mal besser, das andere mal schlechter war, es war nie eines dabei, das man völlig in die Tonne hauen musste. Um den Mythos um diese großartige Band und vor allem um Mastermind Lemmy Kilmister nicht zu beschädigen, haben Drummer MIKKEY DEE und Gitarrist PHIL CAMPBELL, umgehend nach Lemmys Tod im Dezember 2015 verkündet, dass MOTÖRHEAD Geschichte ist und die Band nicht mehr existiert. Dennoch erscheint nun ein neues Album – und zwar ein saugeiles. Möglich ist das, weil „Under Cöver“ ein, der Name lässt es erahnen, reines Coveralbum ist.

Aufgenommen wurden die Songs in den Jahren 1992 – 2015 und sie wurden alle im Laufe der Zeit veröffentlicht. Der einzige „neue“ Song ist „Heroes“ von David Bowie. Und ehrlicherweise muss man sagen, dass es der schwächste Song der Scheibe ist. Es mag daran liegen, dass er 2015 mit einem deutlich geschwächten Lemmy eingespielt wurde, vielleicht auch daran, dass es der falsche Song für MOTÖRHEAD ist, auf jeden Fall wirkt er einfach nur runter gespielt und mehr nicht. Doch der Rest der im Original schon guten Songs, profitiert von der Interpretation des Trios.

Gecovert wird jeweils ein Song von den RAMONES, JUDAS PRIEST, THE SEX PISTOLS, TED NUGENT, OZZY OSBOURNE, RAINBOW, TWISTED SISTER und METALLICA. Die ROLLING STONES sind zwei mal vertreten, zum einen mit „Jumpin´ Jack Flash“ und dem absolut genialen „Sympathy For The Devil“, der besten nachgespielten Version dieses viel gecoverten Songs übehaupt. Es ist ein sehr gutes Album, mit tollen Cover Versionen, das jeder Rockfan in seiner Sammlung haben sollte. Jeder MOTÖRHEAD-Fan ohnehin. -Markus Renner

-/MINUS

Kollege Renner hat natürlich Recht. Jeder MOTÖRHEAD-Fan braucht diese Scheibe. Und wirklich schlechte Nummern sind auch nicht drauf. Allerdings: Die einzige unveröffentlichte Nummer ist David Bowies „Heroes“, das eher etwas uninspiriert daher plätschert. Aber natürlich freut man sich, dass es doch nochmal "Nachschub" von Lemmy gibt. Aber ein tolles Album? Eher eine vergebene Chance. Denn: MOTÖRHEAD und Lemmy haben in ihrer langen Laufbahn allerlei wirklich interessante Cover aufgenommen. Sei es die coole ZZ TOP-Nummer „Beer Drinkers and Hellraisers“ oder den YARDBIRDS-Gassenhauer „Train Kept a Rollin'" in Frühphase. Aber auch solistisch gibt es verschiedene Schmankerl, die man nicht auf der CD findet. So etwa die Country-Schnulze „Stand By Your Man“ mit Wendy O’Williams von 1982 oder die rumpelnde „Blue Suede Shoes“-Fassung, die er als "Lemmy & The Upsetters“ rausgeschossen hat. Auch die wirklich interessanten Orchester-Interpretation von „Eve Of Destruction“ sucht man vergeblich. Und ein richtiger Knaller wäre den Machern gelungen, wenn sie etwa die umwerfende Darbietung von Chuck Berrys „Let it Rock“ aus der Lettermann-Show an Land gezogen hätten, oder auch die Interpretation von Ben E. Kings Klassiker „Stand By Me“. Aber das alles findet man eben nicht auf der vorliegenden Veröffentlichung. Deshalb kann sich die Begeisterung zu Recht in Grenzen halten –nhs    

Das wird gegeben:

1. Breaking The Law (Judas Priest)

2. God Save The Queen (The Sex Pistols)

3. Heroes (David Bowie)

4. Starstruck (Rainbow)

5. Cat Scratch Fever (Ted Nugent)

6. Jumpin´ Jack Flash (Rolling Stones)

7. Sympathy For The devil (Rolling Stones)

8. Hellraiser (Ozzy Osbourne)

9. Rockaway Beach (Ramones)

10.   Shoot ´em Down (Twisted Sister)

11. Whiplash (Metallica)