CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

CD-REVIEW:

OVERKILL – The Grinding Wheel

OVERKILL stehen wie wenig andere Bands für Konstanz. Nur wenige Kapellen verstehen es, auf ähnlich gleichbleibend hohem Niveau, regelmäßig neue Alben rauszubringen. Auch der 18. Longplayer der New Yorker ist ein Beleg für diese These, auch wenn der absolute Megahit auf dieser Scheibe fehlt. Eröffnet wird das Album mit „Mean Green Killing Machine“ mit über 7 Minuten ein für OVERKILL-Verhältnisse ungewöhnlich langer, aber definitiv nicht langweiliger Song, auch wenn er im Midtempo daher kommt. Die Thrasher von der Ostküste machen damit klar, was die Hörer auf dem Album erwartet, nämlich nicht nur das übliche Geknüppel: Eher Speed, teilweise auch klassischer Metal mit hintergründig punkiger Attitüde. Richtige Thrash-Knaller sind eher spärlich gesät, „Our Finest Hour“ schlägt diese Richtung ein. Es ist eine wirklich gute Scheibe, die sich gerade durch den Umstand, dass OVERKILL nicht, wie auf den letzten drei Alben mit der Dampfwalze daher kommen, auszeichnet. Denn trotzdem pflügt D. D. Vernis Bass in gewohnter Intensität durchs Gelände und Bobby Blitz gibt wie immer energiegeladen alles. Man kann sich bildlich vorstellen, wie er in demselben Affenzahn, mit dem er über die Bühne flitzt, das Studio erkundet hat. Stillstand kennt der Mann einfach nicht. Er treibt die Band und jeden einzelnen Song in einem Maße nach vorne, wie es nur wenige andere Sänger können.

Mit „The Grinding Wheel“ legen OVERKILL eine Scheibe vor, die konstant gute Songs liefert, aber dennoch das I-Tüpfelchen vermissen lässt. Es gibt keinen Song, den man hervorheben könnte, alle sind von gleich guter Qualität. Es ist ein Album, das sich gut anhören lässt, aber es fehlt einem auch nicht wirklich, wenn man es nicht in seiner Musiksammlung hat. Diese Ambivalenz mit dem Begriff „überspielt“ zu bezeichnen wäre aber falsch. Eine Band, die überspielt ist, liefert nicht ein dermaßen gutes Handwerk ab. Denn das trifft es wohl am besten: nach drei herausragenden Alben liefern OVERKILL nun gutes Handwerk ab. Das ist erst mal ein Kompliment, allerdings auch ein Hinweis. Denn da Musik nicht nur Handwerk, sondern noch eine Menge mehr ist, sollten sich das Quintett aus New York und New Jersey vielleicht mal eine Auszeit gönnen. Einfach, damit sie dieses „mehr“ nicht verlieren. Denn das wäre etwas, was diesem Urgestein des Thrash-Metal nicht zu wünschen ist.
-Markus Renner

Das wird gegeben:

1.     Mean Green Killing Machine

2.     Goddamn Trouble

3.     Our Finest Hour

4.     Shine On

5.     The Long Road

6.     Let´s All Go To Hades

7.     Come Heavy

8.     Red White And Blue

9.     The Whell

10.   The Grinding Wheel

Unterwegs:

10.-12.08. Schlotheim, Party.San Open Air
01./02.12  Geiselwind, Christmas Bash

08./09.12. Oberhausen - Ruhrpott Metal Meeting