CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

CD-REVIEW:

SEPULTURA - Machine Messiah

 Wenn eine Band, die in diesem Jahr ihren 33sten Geburtstag feiern wird, ihre Fans und Feinde mit einem neuen Album absolut überrascht, dann ist das eine bemerkenswerte Leistung. Und der neue Longplayer der vier Brasilianer ist genau das: eine rundherum gelungene Überraschung.

„Machine Messiah“, so der Titel des neuen Werks, hat alles, was man sich als Thrash-Metal Fan nur wünschen kann. Mit „I Am The Enemy“ und „Vandals Nest“ gibt es ordentlich Geknüppel auf die Ohren, in einer Heftigkeit, die vermuten lässt, Drummer Eloy Casagrande habe den unbedingten Wunsch, sein Arbeitsgerät zu zerstören. Doch mit Geknüppel alleine geben sich die Jungs aus Belo Horizonte nicht mehr zufrieden. Den deutlichsten Entwicklungsschritt hat Shouter Derrick Green gemacht, zwischendurch singt der Frontmann sogar. Das Album strotzt nur so vor Ideen, von denen einige, wie z.B. der orientalische Touch beim Song „Phantom Self“ nicht nur auf das Songwriting von Gitarrist Andreas Kisser zurückzuführen sind. Hier hatte definitiv Jens Bogren, einer der zurzeit angesagtesten Produzenten der Szene, der sich vor Aufträgen kaum retten kann, seine kreativen Finger im Spiel. Ihm ist es mit zu verdanken, dass SEPULTURA so frisch klingen, wie schon lange nicht mehr. Schon der Einstieg mit dem gleichnamigen Titeltrack macht Lust auf „Machine Messiah“, gerade weil er ungewohnt bedrohlich und düster, fast schon episch ist. Das Instrumentalstück „Iceberg Dances“, das überraschend sogar mit dem Einsatz einer Hammond-Orgel daher kommt, fügt sich ebenso in den Gehörgang, wie „Sworn Oath“, das mit einsetzenden Streichern überrascht. Wir haben auf „Machine Messiah“ fast alles vertreten, was der Bereich der harten Musik benötigt und was Metal ausmacht, nur eines ist nicht vorhanden: Langeweile. Gerade der Umstand, dass hier nicht nur gnadenlos geprügelt wird, macht die Scheibe so gut. SEPULTURA bieten Thrash in Kombination mit Akustik, Ethno und Epik. Vermutlich wird dies für all jene, die die Band hassen, seit Max Cavalera sich verabschiedet hat, Grund genug sein, zu geifern, was das Zeug hält. Für all jene aber, die der Meinung sind, dass sich die Qualität von Musikern auch daran zeigt, dass sie auch offen für neues sind, wird „Machine Messiah“ ein gern gehörter Gast im Player sein. Wenn man denn unbedingt ein Manko finden will, dann könnte man sich darüber wundern, warum Tieftöner Paulo Jr. in den Hintergrund gedrängt wurde. Der Bass ist ein wenig schwach auf der Brust, was dem Hörerlebnis aber keinen größeren Absturz beschert. 

Fazit: Muss man gehört haben! Und: Ich freu mich auf SEPULTURA am 4. März in der Essener Grugahalle, wo sie als Support für KREATOR aufschlagen werden. -Markus Renner

Das wird gegeben:

1.     Machine Messiah

2.     I Am The Enemy

3.     Phantom Self

4.     Alethea

5.     Iceberg Dances

6.     Sworn Oath

7.     Resistant Parasites

8.     Silent Violence

9.     Vandals Nest

10.  Cyber God