CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

CD-REVIEW:

SEPULTURA - Machine Messiah

 Wenn eine Band, die in diesem Jahr ihren 33sten Geburtstag feiern wird, ihre Fans und Feinde mit einem neuen Album absolut überrascht, dann ist das eine bemerkenswerte Leistung. Und der neue Longplayer der vier Brasilianer ist genau das: eine rundherum gelungene Überraschung.

„Machine Messiah“, so der Titel des neuen Werks, hat alles, was man sich als Thrash-Metal Fan nur wünschen kann. Mit „I Am The Enemy“ und „Vandals Nest“ gibt es ordentlich Geknüppel auf die Ohren, in einer Heftigkeit, die vermuten lässt, Drummer Eloy Casagrande habe den unbedingten Wunsch, sein Arbeitsgerät zu zerstören. Doch mit Geknüppel alleine geben sich die Jungs aus Belo Horizonte nicht mehr zufrieden. Den deutlichsten Entwicklungsschritt hat Shouter Derrick Green gemacht, zwischendurch singt der Frontmann sogar. Das Album strotzt nur so vor Ideen, von denen einige, wie z.B. der orientalische Touch beim Song „Phantom Self“ nicht nur auf das Songwriting von Gitarrist Andreas Kisser zurückzuführen sind. Hier hatte definitiv Jens Bogren, einer der zurzeit angesagtesten Produzenten der Szene, der sich vor Aufträgen kaum retten kann, seine kreativen Finger im Spiel. Ihm ist es mit zu verdanken, dass SEPULTURA so frisch klingen, wie schon lange nicht mehr. Schon der Einstieg mit dem gleichnamigen Titeltrack macht Lust auf „Machine Messiah“, gerade weil er ungewohnt bedrohlich und düster, fast schon episch ist. Das Instrumentalstück „Iceberg Dances“, das überraschend sogar mit dem Einsatz einer Hammond-Orgel daher kommt, fügt sich ebenso in den Gehörgang, wie „Sworn Oath“, das mit einsetzenden Streichern überrascht. Wir haben auf „Machine Messiah“ fast alles vertreten, was der Bereich der harten Musik benötigt und was Metal ausmacht, nur eines ist nicht vorhanden: Langeweile. Gerade der Umstand, dass hier nicht nur gnadenlos geprügelt wird, macht die Scheibe so gut. SEPULTURA bieten Thrash in Kombination mit Akustik, Ethno und Epik. Vermutlich wird dies für all jene, die die Band hassen, seit Max Cavalera sich verabschiedet hat, Grund genug sein, zu geifern, was das Zeug hält. Für all jene aber, die der Meinung sind, dass sich die Qualität von Musikern auch daran zeigt, dass sie auch offen für neues sind, wird „Machine Messiah“ ein gern gehörter Gast im Player sein. Wenn man denn unbedingt ein Manko finden will, dann könnte man sich darüber wundern, warum Tieftöner Paulo Jr. in den Hintergrund gedrängt wurde. Der Bass ist ein wenig schwach auf der Brust, was dem Hörerlebnis aber keinen größeren Absturz beschert. 

Fazit: Muss man gehört haben! Und: Ich freu mich auf SEPULTURA am 4. März in der Essener Grugahalle, wo sie als Support für KREATOR aufschlagen werden. -Markus Renner

Das wird gegeben:

1.     Machine Messiah

2.     I Am The Enemy

3.     Phantom Self

4.     Alethea

5.     Iceberg Dances

6.     Sworn Oath

7.     Resistant Parasites

8.     Silent Violence

9.     Vandals Nest

10.  Cyber God