CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

CD-REVIEW:

ARCH ENEMY – As The Stages Burn!

Wacken! Nach wie vor ist das Kaff im Norden der Republik das Mekka für jeden Metalfan. Mindestens einmal im Leben muss man dort gewesen sein und alles gegeben haben. Wer sich dran erinnert, war nicht dabei. Und nicht nur für die Fans, auch für die Bands ist Wacken etwas besonderes, für viele auch der Höhepunkt der Tour. Für ARCH ENEMY auf jeden Fall, denn sie haben in Wacken 2016 den aufwändigsten Gig ihrer Bandgeschichte abgeliefert. Noch nie haben sie eine so beeindruckende Kulisse aufgebaut und eine solche Show abgeliefert. Und wenn man so viel Aufwand und Herzblut in seine Arbeit steckt, ist es nur konsequent, dies auch professionell für die Ewigkeit festzuhalten. Dies machen ARCH ENEMY in Form einer Live-CD die von Andy Sneap, der u. a. auch schon den Live-Sound für MACHINE HEAD und MEGADEATH abgemischt hat, aufgenommen wurde. Und dieser Soud kann sich hören lassen, absolut sauber kommt die Show rüber, man fühlt sich, als stünde man im Publikum. Doch damit nicht genug, zum Package gehört auch eine DVD, die mit 13 Kameras aufgenommen wurde, die gestochen scharfe Bilder liefern. Die beeindruckende Bühnenshow wird mit sattem 5.1 Dolby Surround Sound ins heimische Wohnzimmer übertragen und vermittelt einen Eindruck von der Energie dieses Gigs. Allerdings stellt die Vielzahl der Kameras und die damit verbunden Möglichkeiten an verschiedenen Blickwinkel auf die Bühne und die Band letztlich ein Problem dar. Leider sind die Cutter und der Regisseur Patric Ullaeus (DIMMU BORGIR, IN FLAMES, KAMELOT und viele Musikvideos mehr) angesichts ihrer Möglichkeiten völlig übermotiviert. Ein ruhiger Blick auf die Bühne wird dem Zuschauer fast nie gegönnt, das Bild springt immerzu hektisch hin und her, weil Ullaeus meint, er müsste den Zuschauern alles gleichzeitig zeigen. Da stellen sich Michael Amott und Jeff Loomis gerade Rücken an Rücken um ein virtuoses Gitarrenspiel auch physisch zu verdeutlichen. Dieser Anblick, den der Metalhead an sich immer gerne sieht, wird nach wenigen Sekunden abgebrochen, weil man ja auch schnell zeigen muss, wie Sharlee D´Angelo sein vier Seiten bedient. Davon muss man dann aber auch sehr schnell weg schwenken, um ca. eine halbe Sekunde lang die Fußpedale von Drummer Daniel Erlandsson zu zeigen. Die kommen übrigens immer wieder in den Blick und zwar immer wieder für besagte halbe Sekunde. Was das soll, bleibt das Geheimnis der Filmschaffenden. Und auch die Frontfrau Alissa White-Gluz wird ständig nur in hektischen Momentaufnahmen gezeigt, dass sie mal etwas länger bei ihren Wegen über die Bühne gezeigt wird kommt nicht vor, da ja wieder Saiten, Fußpedale oder einen Wimpernschlag lang ein Moshpit im Publikum gezeigt werden muss. Alles Dinge, die ein Metalfan durchaus gerne sieht, aber doch bitte mit der Chance zu erkennen, was eigentlich gerade passiert. Kurz ein Wort zu Alissa: was die Dame abliefert ist der Hammer. Damit ist weniger ihr immer wieder beeindruckendes growling gemeint, sondern ihre gesamte Bühnenpräsenz. Sie ist pure Energie, die auf der Bühne nie still steht. Sie growlt, bangt, rennt wie ein Derwisch über die Bühne und vor allem kommuniziert sie mit ihrem Publikum. Sie fordert auf, lobt und feuert die Fans an wiederum sie anzufeuern. Sie ist die absolute Chefin im Ring und hat alle im Griff, sowohl ihre Band, als auch die harten Jungs und Mädels vor der Bühne. Sie interagiert mit den Fans, bezieht sie ein und macht ihnen deutlich, dass die Show trotz geiler Nebelfontänen im Bühnenlicht, trotz Pyroeffekten, trotz transparenter und mit LED´s ausgestatten Drums und einer Band, die wirklich gut drauf ist, Spaß an der Arbeit hat und alles gibt, dennoch nur richtig gut sein kann, wenn auch das Publikum bereit ist, alles zu geben. Das war die versammelte Wackengemeinde an diesem Abend und darum macht es sehr viel Spaß, sich diese Live-CD anzuhören. Die DVD besticht durch die scharfen Bilder, ist aber wie schon beschrieben viel zu hektisch geschnitten. Dennoch kann es nur eine Kaufempfehlung geben, denn alles in allem fühlt es sich an, als wäre man dabei gewesen.

-Markus Renner

 

Das wird gegeben:

1.     Khaos Overture

2.     Yesterday Is Dead And Gone

3.     War Eternal

4.     Ravebous

5.     Stolen Life

6.     My Apocalypse

7.     You Will know My Name

8.     Bloodstained Cross

9.     Under Black Flags

10.   As The Pages Burn

11.   Dead Eyes See No Future

12.   Avalanche

13.   No Gods No Masters

14.   We Will Rise

15.   Nemesis

 

16.   Fields Of Desolation

Unterwegs:

30.03.17 Zeche, Bochum

(ausverkauft)

31.03.17 Hellraiser, Leipzig

(ausverkauft)

04.04.17 Stadthalle Langen

05.04.17 Backstage Werk, München

06.04.17 Garage, Saarbrücken