CD & DVD-REVIEWS:

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien)  neue Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

CD-REVIEW:

Anna Maria Kaufmann - Rock goes Kaufmann

Musikalische Grenzüberschreitungen können spannend sein, wenn man etwa Paul Ankas fantastisches „Rock Swings“-Album hört. Und eine solche versucht Musical-Goldkehlchen Anna Maria Kaufmann auf ihrem erstes Album mit Rocksongs. Dieses ist programmatisch „Rock goes Kaufmann“ überschrieben. Ob die Deutsch-Kanadierin da tatsächlich rockt, ist allerdings damit noch nicht gesagt.

Frau Kaufmann galoppiert munter durch die Rockgeschichte, macht an derart vielen Meilensteinen Station, dass man sich unwillkürlich fragt: Kann das gut gehen? Denn die gecoverten Künstler unterscheiden sich schon stimmlich derart, dass es kaum eine Eier legende Wollmilchsau geben kann, die diesen Klassikern authentisch Leben einhauchen kann. Und so sind die Ergebnisse der Kaufmannschen Bemühungen auch durchaus unterschiedlich. Bei METALLICAs „Nothing Else Matters“ und „Don´t want To Miss A Thing“ AEROSMITH schlägt sie sich wacker, auch „Black Hole Sun“ von SOUNDGARDEN ist schon ganz in Ordnung. Dagegen gehen STEPPENWOLFs „Born To Be Wild“ und „Warriors Of The World“ der Macho-Metaller MANOWAR ziemlich in die Hose. Das nimmt einer Frau der leichten Muse einfach niemand ab. Und leider versäumt das Arrangeur auch, solche Testosteron-Gassenhauer ironisch zu brechen. Auch AC/DCs „Highway To Hell“ ist eher ein Sackgasse. Wohl unvermeidlich: Andrew Lloyd Webbers „The Phantom Of The Opera“, das 1990 den Grundstein für ihre Karriere als Musical-Star legte. Aber auch hier hätte eine Spur Selbstironie gut getan. Warum nicht etwa die gleichnamige IRON MAIDEN-Nummer covern?

In Szene gesetzt wird das alles handwerklich erstklassig, aber auch etwas zu üppig und vor allem für Rocker windelweich instrumentiert. Etwas mehr Gitarre und etwas weniger Streicher-Teppich hätte es schon sein dürfen. Im neuen Klassik-Gewand verlieren einige Nummern ziemlich an Zug. Aber an wen richtet sich die Scheibe? Sicher nicht an die harte Altrocker-Fraktion. Eher an Genre-Einsteiger, die sich bisher im Bereich Musical und leichte Muse getummelt haben. Und für die ist das wohl eine ganz gute Einstiegsdroge. Beim nächsten Mal darf es dann vielleicht eine Schüppe Stromgitarre mehr sein. -nhs

 

Das wird gegeben:

01. Don´t want To Miss A Thing (AEROSMITH)

02. Alone (HEART)

03. Rebel Yell (BILLY IDOL)

04. How You Remind Me (NICKELBACK)

05. The Last Unicorn (AMERICA)

06. Born To Be Wild (STEPPENWOLF)

07. Smells Like Teen Spirit (NIRVANA)

08. Warriors Of The World (MANOWAR)

09. Nothing Else Matters (METALLICA)

10. Highway To Hell (AC/DC)

11. Black Hole Sun (SOUNDGARDEN)

 

12. The Phantom Of The Opera (Andrew Lloyd Webber)