CD & DVD-REVIEWS:

Molly Hatchet  - Battleground

Die Southern Rock-Veteranen MOLLY HATCHET kommen dieser Tage mit ihrer neuen Live-Scheibe „Battleground“ um die Ecke - mit Gesangsneuzugang Jimmy Elkins, wie man HIER lesen kann.

FOREIGNER - Double Vision: Then And Now

Wiedervereinigung bei FOREIGNER? Viele ahnten Arges. Aber sie Irrten. „Double Vision: Then And Now“ ist ein wirklich toller Konzertfilm und Live-Album, findet unser Rezensent.

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

CD-REVIEW:

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal den Songs anderer Leute. Das macht er nicht erstmalig. Auf „Inspiration“ hat er sich 1996 schon einmal mit großen Kompositionen seiner musikalischen Ahnen wie Ritchie Blackmore oder Hendrix befasst. Mit vielen Gästen und durchaus überzeugend. Aber auf „Blue Lightning“ versucht er den Beweis anzutreten, dass er auch ganz allein den Blues geben kann – und scheitert dabei grandios.

Zweifelsohne: Handwerklich hat Malmsteen nix verlernt. Er flitzt wie eh und je über die Saiten und hat dabei noch immer einen unvergleichlichen Ton. Nur der Einfall, sich am Blues zu versuchen ist eine Schnapsidee. 

Foto: Austin Hargrave
Foto: Austin Hargrave

Yngwies neoklassischer Stil tut dieser Stilrichtung Gewalt an. Und dabei hat Meister Malmsteen eher wenig klassische Bluesnummern bearbeitet hat. Im Grunde nimmt Malmsteen gar keine Rücksicht auf die Songvorlagen, auf deren Vibe und Stimmung. Er zieht gnadenlos seinen Shredder-Stiefel durch. Was im Weg steht, wird niedergewalzt. Einige Nummern wie etwa der BEATLES-Klassiker „While My Guitar Gently Weeps“ oder „Smoke On The Water“ (seit wann ist das ne Blues-Nummer?) grenzen da fast an Körperverletzung, von Claptons „Forever Man“ bleibt nichts über. Und selbst Songs von Genre-Nachbarn wie DEEP PURPLE wie „Demon’s Eye“ oder dienen im Grund nur als Sechs-Saiten-Wichsvorlage, bei Hendrix‘ „Purple Haze“ ist es kaum anders. Daneben hat der Chef für dieses Album vier neue Tracks geschrieben. Die kommen noch am authentischsten rüber, vor allem der Titelsong, haben allerdings auch keinen Neuigkeitswert. Bei jedem Songs der Scheibe könnte die musikalische Begleitarbeit uninspirierter kaum sein. Ob hier (abgesehen von Yngwies Gitarre & Gesang) alles aus dem Sequenzer kommt, oder doch echte Musiker am Werk waren, kann man klanglich nicht sagen und es ist auch völlig wurscht. Hier will sich der Chef vor allem selber spielen hören und singt auch noch ziemlich mittelprächtig dazu. Trotz atemberaubendem technischen Niveau auf der Gitarre ist diese Platte nur was für Die-Hard-Malmsteen-Jünger. Immerhin spendiert er den Liederreigen mittlerweile via YouTube als Gratis-Stream. -nhs

Das wird gegeben:

01. Blue Lightning 

02. Foxey Lady (Jimi Hendrix) 

03. Demon’s Eye (DEEP PURPLE) 

04. 1911 Strut 

05. Blue Jean Blues (ZZ TOP) 

06. Purple Haze (Jimi Hendrix) 

07. While My Guitar Gently Weeps (THE BEATLES) 

08. Sun’s Up Top’s Down 

09. Peace, Please 

10. Paint It Black (THE ROLLING STONES) 

11. Smoke On The Water (DEEP PURPLE) 

 

12. Forever Man (Eric Clapton)