CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

BUCHTIPP:James Hetfield Bio Tell 'Em All"

Ein Versprechen, das nicht gehalten wird

James Hetfield, der charismatische Frontmann von METALLICA, wurde am 3.8.1963 geboren. Er kommt aus einem streng religiösen Elternhaus, ist nicht nur ein unglaublich versierter Gitarrist, sondern auch ein recht guter Drummer. Er ist trockener Alkoholiker und passionierter Jäger – ist der geneigte METALLICA- Fan bisher von irgendeiner der erwähnten Informationen überrascht? Nein? Nun, dann wird er es auch im weiteren Verlauf nicht, denn die groß angekündigte Biographie von James Hetfield aus der Feder von Mark Eglinton ist leider keine.

Mit großer Erwartung geht man an das Werk und hofft darauf, irgendetwas zu erfahren, das man nicht schon über den Frontmann der größten Metalband der Welt weiß. Es beginnt auch vielversprechend mit einem Vorwort von Chuck Billy, ein Mann, der selbst eine Legende ist. Doch leider zieht sich das auch so durch: es kommen einige Größen und Wegbegleiter des Musikbiz zu Wort und alle loben Hetfield als das was er bekanntermaßen ist: ein herausragender Musiker und eine beeindruckende Persönlichkeit. Doch wenn beispielsweise Mille Petrozza mit den Worten zitiert wird, dass „...And Justice For All“ sein Lieblingsalbum von METALLICA ist, oder dass er es nie vergessen wird, als er sie das erste Mal live gesehen hat, dann ist der Mehrwert bezüglich biographischen Wissens über James Hetfield gleich null. Und auch, wenn ein alter Schulfreund ausgegraben wird, bringt das nichts, solange dieser nur erzählt, was Fans, die eine der vielen METALLICA-Biographien gelesen oder „Some Kind Of Monster“ gesehen haben eh schon wissen. „Tell 'Em All“ ist in erster Linie deshalb ein schlechtes Werk, weil es nicht hält, was es verspricht. Es ist keine James Hetfield Biographie, sondern die xte METALLICA-Biographie und noch dazu eine schlechte. Sie liefert keine neuen Erkenntnisse, weder über die Band, noch über ihren Frontmann. Es wird aus anderen Biographien und Interviews zitiert und sämtliche Alben der Bands werden eingehend auseinandergenommen, bewertet und kritisiert. Das ist zwar teilweise ganz nett zu lesen, erfüllt aber nicht den Anspruch einer Biographie. Der merkwürdigste Aspekt ist der, dass hier eine Biographie über einen noch lebenden Künstler vorgelegt wird, ohne dass der Autor ein Wort mit diesem Künstler, also der Hauptperson, gewechselt hätte. Nur Zitate von anderen, aus Interviews und bereits existierenden Bandbios, das ist keine eigenständige Biographie. Und wenn man dann noch behauptet, es wäre die Biographie einer bestimmten Person und man berichtet dann nichts über diese Person, das über Allgemeinwissen hinaus geht, dann sind wir im Bereich der (Ent)Täuschung. Es ist schade, dass hinter einer vollmundigen Ankündigung leider nichts als heiße Luft steckt. Dieses Werk ist absolut nicht zu empfehlen. Und um die Ehre von James Hetfield zu retten: es ist auch nicht autorisiert. Aus gutem Grund, wie wir jetzt wissen. -Markus Renner