CD & DVD-REVIEWS:

METALLICA - S&M2

METALLICA machen es nochmal mit Gefiedel und Tschingderassabum. Taugt das was? Wie die neue Orchester-Scheibe „S&M2“ ist steht HIER.

BLUES PILLS - Holy Moly!

Nach dem Abgang von Gitarrist Dorian Sorriaux sahen viele die BLUES PILLS bereits am Ende. Weit gefehlt. Die neue Scheibe "Holy Moly!" ist einfach stark, wie man HIER lesen kann.

PRIMAL FEAR - Metal Commando

Die einen sagen: Mat Sinner nimmt mit PRIMAL FEAR seit 22 Jahren immer wieder die gleiche Platte auf, die anderen finden: „Metal Commando“ ist die beste JUDAS PRIEST-Scheibe seit vielen Jahren. Welche Einschätzung stimmt, haben wir HIER aufgeschrieben.

ROSE TATTOO – OUTLAWS

Die Aussie-Rabauken von ROSE TATTOO haben sich ihr 1978er Debüt nochmal in der aktuellen Besetzung vorgenommen. Wie das klingt, hat unser Rezensent Onkel Hotte HIER aufgeschrieben.

FOREIGNER - Double Vision: Then And Now

Wiedervereinigung bei FOREIGNER? Viele ahnten Arges. Aber sie Irrten. „Double Vision: Then And Now“ ist ein wirklich toller Konzertfilm und Live-Album, findet unser Rezensent.

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

LESUNG:

FRANK GOOSENs Sommerfest

„Das ist der erste Roman, den man mit dem Stadtplan in der Hand lesen kann“, versprach FRANK GOOSEN bei seinem Gastspiel in der Kaue Gelsenkirchen am 18. April. Gemeint war natürlich nicht irgendein Stadtplan, sondern der von Bochum. Denn bei Goosens jüngstes Werk „Sommerfest“ handelt es sich um den eindeutigsten Heimatroman aus der Feder des Bochumer Literatur- und Kleinkunstgewächses. Die Erzählung spielt tatsächlich ausschließlich zwischen Dortmund und Wattenscheid, primär aber in Goosens geliebter Heimatstadt. „Seiner Omma“ hat er den Band gewidmet, denn die Stand Pate für eine wichtige Figur in dem Band: Omma Luise. Die verkörpert viel von der Alltagsweisheit eines ideellen Gesamtpottis. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der verkrachte, vor Jahren nach München entflohene Schauspieler Stefan, der aus familiären Gründen kurzfristig in den Pott zurückkehren muss. Dabei kommt es zu einer wirren Rundreise durch die Orte seiner (und Goosens) Jugend. Diese Rundreise kommt von Goosen selber im Dialekt gelesen noch deutlich authentischer über als schwarz auf weiß. Personen und Geschichten fangen wirklich an, zu leben. Das macht Lust auf die ungekürzte und von Autor selbst gelesene Hörbuchfassung. Jedoch beschränkte sich der für seine Beredsamkeit bekannte Goosen erwartungsgemäß nicht auf die Reproduktion des Buchtextes, sondern kam von „Hölzken auf Stöcksken“, wie er selbst meinte. So gab es als Dreingabe zwischen den einzelnen Kapitelauszügen in der Kaue immer wieder launige Geschichten von Goosen über sein Leiden an unterklassigen Fußballklubs, etwa den von ihm favorisierten VfL Bochum oder die von ihm als Trainer betreuten E-Jugend-Mannschaft. Ein echter Schenkelklopfer: Goosens Bericht über die merkwürdigen Begegnungen mit C-Promis wie Daniela Katzenberger. Sehr unterhaltsamer Abend. Im November kommt er neuerlich in die Kaue, mit neuem Programm.