CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

LESUNG:

FRANK GOOSENs Sommerfest

„Das ist der erste Roman, den man mit dem Stadtplan in der Hand lesen kann“, versprach FRANK GOOSEN bei seinem Gastspiel in der Kaue Gelsenkirchen am 18. April. Gemeint war natürlich nicht irgendein Stadtplan, sondern der von Bochum. Denn bei Goosens jüngstes Werk „Sommerfest“ handelt es sich um den eindeutigsten Heimatroman aus der Feder des Bochumer Literatur- und Kleinkunstgewächses. Die Erzählung spielt tatsächlich ausschließlich zwischen Dortmund und Wattenscheid, primär aber in Goosens geliebter Heimatstadt. „Seiner Omma“ hat er den Band gewidmet, denn die Stand Pate für eine wichtige Figur in dem Band: Omma Luise. Die verkörpert viel von der Alltagsweisheit eines ideellen Gesamtpottis. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der verkrachte, vor Jahren nach München entflohene Schauspieler Stefan, der aus familiären Gründen kurzfristig in den Pott zurückkehren muss. Dabei kommt es zu einer wirren Rundreise durch die Orte seiner (und Goosens) Jugend. Diese Rundreise kommt von Goosen selber im Dialekt gelesen noch deutlich authentischer über als schwarz auf weiß. Personen und Geschichten fangen wirklich an, zu leben. Das macht Lust auf die ungekürzte und von Autor selbst gelesene Hörbuchfassung. Jedoch beschränkte sich der für seine Beredsamkeit bekannte Goosen erwartungsgemäß nicht auf die Reproduktion des Buchtextes, sondern kam von „Hölzken auf Stöcksken“, wie er selbst meinte. So gab es als Dreingabe zwischen den einzelnen Kapitelauszügen in der Kaue immer wieder launige Geschichten von Goosen über sein Leiden an unterklassigen Fußballklubs, etwa den von ihm favorisierten VfL Bochum oder die von ihm als Trainer betreuten E-Jugend-Mannschaft. Ein echter Schenkelklopfer: Goosens Bericht über die merkwürdigen Begegnungen mit C-Promis wie Daniela Katzenberger. Sehr unterhaltsamer Abend. Im November kommt er neuerlich in die Kaue, mit neuem Programm.