CD & DVD-REVIEWS:

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

LESUNG:

FRANK GOOSENs Sommerfest

„Das ist der erste Roman, den man mit dem Stadtplan in der Hand lesen kann“, versprach FRANK GOOSEN bei seinem Gastspiel in der Kaue Gelsenkirchen am 18. April. Gemeint war natürlich nicht irgendein Stadtplan, sondern der von Bochum. Denn bei Goosens jüngstes Werk „Sommerfest“ handelt es sich um den eindeutigsten Heimatroman aus der Feder des Bochumer Literatur- und Kleinkunstgewächses. Die Erzählung spielt tatsächlich ausschließlich zwischen Dortmund und Wattenscheid, primär aber in Goosens geliebter Heimatstadt. „Seiner Omma“ hat er den Band gewidmet, denn die Stand Pate für eine wichtige Figur in dem Band: Omma Luise. Die verkörpert viel von der Alltagsweisheit eines ideellen Gesamtpottis. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der verkrachte, vor Jahren nach München entflohene Schauspieler Stefan, der aus familiären Gründen kurzfristig in den Pott zurückkehren muss. Dabei kommt es zu einer wirren Rundreise durch die Orte seiner (und Goosens) Jugend. Diese Rundreise kommt von Goosen selber im Dialekt gelesen noch deutlich authentischer über als schwarz auf weiß. Personen und Geschichten fangen wirklich an, zu leben. Das macht Lust auf die ungekürzte und von Autor selbst gelesene Hörbuchfassung. Jedoch beschränkte sich der für seine Beredsamkeit bekannte Goosen erwartungsgemäß nicht auf die Reproduktion des Buchtextes, sondern kam von „Hölzken auf Stöcksken“, wie er selbst meinte. So gab es als Dreingabe zwischen den einzelnen Kapitelauszügen in der Kaue immer wieder launige Geschichten von Goosen über sein Leiden an unterklassigen Fußballklubs, etwa den von ihm favorisierten VfL Bochum oder die von ihm als Trainer betreuten E-Jugend-Mannschaft. Ein echter Schenkelklopfer: Goosens Bericht über die merkwürdigen Begegnungen mit C-Promis wie Daniela Katzenberger. Sehr unterhaltsamer Abend. Im November kommt er neuerlich in die Kaue, mit neuem Programm.