CD & DVD-REVIEWS:

MR. BIG – Defying Gravity

Die US-Zockertruppe MR. BIG meldet sich mal wieder zu Wort. Bei „Defying Gravity“ bleibt sie aber unter ihren Möglichkeiten. Nicht spielerisch, aber kompositorisch, stellt unser Rezensent fest.

BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres

Haben Hansi Kürsch und Co mit mit „Live Beyond The Spheres“ ein gutes Live-Album raus gehauen? Nein, findet unser Rezensent. Es ist ein Meilenstein!

ACCEPT – „The Rise Of Chaos“

ACCEPT haben die vierte Langrille mit Sänger Mark Tornillo am Start. „The Rise Of Chaos“ist eine gute, aber keine überragende Scheibe, befindet unser Rezensent HIER:

Joe Bonamassa - Live At Carnegie Hall

Joe Bonamassa serviert (mal wieder) ne Live-Scheibe. Diesmal ohne Strom., wie HIER zu lesen ist.

DEAD MEMORY – Welcome To My Fairytale

Die Essener Rocker DEAD MEMORY legen mit „Welcome To My Fairytale“ ist ein richtig gutes Rockalbum vor - finanziert per Crowdfundig. Hat sich gelohnt, findet unser Rezensent.

LESUNG:

FRANK GOOSEN liest Raketenmänner

„Bist du der geworden, der du sein wolltest?“ Diese Frage schwebt über den Figuren des neuen Werkes des Bochumer Autoren FRANK GOOSEN. Bei seinem Auftritt am 20. März in der Kaue Gelsenkirchen lies der Autor die Hauptfiguren seines Buches „Raketenmänner“ lebendig nach einer Antwort suchen.

 

Die verschiedenen Protagonisten der Episodensammlung wollen als Raketenmänner abheben, haben aber mit allerlei Fehlstarts zu kämpfen. So etwa der freie Journalist Kamerke, der sich erfolglos vornimmt, seine (untreue) Frau zu betrügen. Auch Manager und Vater Frohnberg scheitert schon an der Zubereitung von Spaghetti grandios. Selbst Frohnbergs Angestellter Ritter gibt eine eher unglückliche Figur ab: Ihm schiebt eine Berliner Punkerin eine gefälschtes U-Bahn-Karte unter.

GOOSEN bewies sich auf der Bühne neuerlich als humorvoller sowie lakonischer Erzähler. Er hauchte den Figuren tatsächlich Leben ein.

 

Und die Zuhörer erfuhren interessante Details zur Entstehung der „Raketenmänner“. Etwa, dass das Scheitern am Nudeltopf tatsächlich GOOSENS Lebensrealität entsprungen ist, ebenso wie der Fahrschein-Betrug. Oder, dass die eine skurrile Frühstückepisode in einem von GOOSENS Tourneehotels den Ausgangspunkt für das Buch bildete. Die landete allerdings am Ende nicht zwischen den Buchdeckeln, sondern lieferte nur Vorlagen für einige der Figuren. Interessanter Abend. -nhs