CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

LESUNG:

FRANK GOOSEN liest Raketenmänner

„Bist du der geworden, der du sein wolltest?“ Diese Frage schwebt über den Figuren des neuen Werkes des Bochumer Autoren FRANK GOOSEN. Bei seinem Auftritt am 20. März in der Kaue Gelsenkirchen lies der Autor die Hauptfiguren seines Buches „Raketenmänner“ lebendig nach einer Antwort suchen.

 

Die verschiedenen Protagonisten der Episodensammlung wollen als Raketenmänner abheben, haben aber mit allerlei Fehlstarts zu kämpfen. So etwa der freie Journalist Kamerke, der sich erfolglos vornimmt, seine (untreue) Frau zu betrügen. Auch Manager und Vater Frohnberg scheitert schon an der Zubereitung von Spaghetti grandios. Selbst Frohnbergs Angestellter Ritter gibt eine eher unglückliche Figur ab: Ihm schiebt eine Berliner Punkerin eine gefälschtes U-Bahn-Karte unter.

GOOSEN bewies sich auf der Bühne neuerlich als humorvoller sowie lakonischer Erzähler. Er hauchte den Figuren tatsächlich Leben ein.

 

Und die Zuhörer erfuhren interessante Details zur Entstehung der „Raketenmänner“. Etwa, dass das Scheitern am Nudeltopf tatsächlich GOOSENS Lebensrealität entsprungen ist, ebenso wie der Fahrschein-Betrug. Oder, dass die eine skurrile Frühstückepisode in einem von GOOSENS Tourneehotels den Ausgangspunkt für das Buch bildete. Die landete allerdings am Ende nicht zwischen den Buchdeckeln, sondern lieferte nur Vorlagen für einige der Figuren. Interessanter Abend. -nhs