CD & DVD-REVIEWS:

Alice Cooper - At The Olympia Paris

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

OHRENFEINDT - Tanz nackt

Die Truppe um Chris Laut legt mit „Tanz nackt“ nunmehr Studioalbum Nr. 8 vor. Nicht schlecht, aber aber Rock’n‘Roller aus St. Pauli haben auch schon mal überzeugender abgeliefert, findet unser Rezensent.

STATUS QUO - Royal Albert Hall & Wacken

Francis Rossi ist – auch nach dem Ableben von Langzeit-Partner Rick Parfitt – noch voller Tatendrang. Mit den Rest-QUO serviert der letzte verbliebene Bandgründer dieser Tage gleich zwei Live-Alben. Überzeugen kann keins der beiden, findet unser Rezensent.

KLEINKUNSTTIPP:

Volker Pispers in GE

Er ist einer der schärfsten Zungen in der deutschen Kleinkunstlandschaft. Am 21. April gastiert er in der Gelsenkirchener Emscher-Lippe-Halle: Volker Pispers nimmt mit spitzer Zunge die Mächtigen aufs Korn.„...bis neulich“ heißt sein Programm inzwischen schon gute zehn Jahre. Allerdings darf an diesem Abend nicht mit ollen Kamellen gerechnet werden. Denn die „Ständig aktualisierte Version“seines eigentlichen BEST OF-Programm mutiert inzwischen fröhlich vor sich hin.Deshalb gleicht bei diesem „Kabarettprogramm in progress“ kein Abend dem anderen. Pispers spiegelt in dem Programm den Zustand der Republik, wenn er etwa wenig freundlich den neuen Ultrakonservativen im Bundespräsidialamt attackiert.Seinen grundlegenden Stil hat Volker Pispers dabei über die Jahre nicht verändert. Er ist der freundliche und scheinbar harmlos daherredende Conférencier geblieben, der - eben noch lächelnd - plötzlich hundsgemein werden kann. Respekt sucht man in Pispers´ Programmen vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig, wenn er die Absurditäten der Welt zu Ende denkt. Seine Verarbeitung von Zitaten, seine gewagten Rechenoperationen und seine Zukunftsszenarien versöhnen das Publikum durch ein befreiendes Lachen mit seiner eigenen gefühlten Wirklichkeit.Karten kosten zwischen 28,30€ und 25€ und sind HIER zu haben.