CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

KONZERTTIPP:

BAP bei den „Rheinbach-Classics“

In seiner Autobiographie „Für ‘ne Moment“ erinnert sich BAP-Chef Wolfgang Niedecken einen magischen Augenblick seiner Jugend. Mitte der sechziger Jahre ist Niedecken Schüler am Gymnasium in Rheinbach und wirkt auch in der Theatergruppe der Schule mit. Vor der ersten Probe schmuggelt er sich in den Festsaal des Restaurants „Strengs Stuben“. Die kleine Bühne dort wird zum ersten Mal zu den Brettern, die die Rock’n’Roll-Welt bedeuten, wenn auch nur in der Fantasie: „Ich nahm den Mikrophonständer in beide Hände, tat so, als ob ich „Satisfaction“ singen würde und imitierte dabei Mick Jaggers Posen. In meiner Fantasie füllte sich das Parkett. Von überall her strömten Menschen, sie klatschten, kreischten, jubelten. Nur ein Tagtraum, vielleicht auch Zukunftsmusik.“ Fast fünfzig Jahre später, am 13. Juli 2012, wird Niedecken mit BAP für ein Konzert im Rahmen der „Rheinbach-Classics“ an den Ort seiner Jugend zurückkehren. Aus dem Schüler, der im Rheinbacher Internat gegen Autoritäten aufbegehrte, der in der OT St. Martin Musik machte und später am KAB-Ring als junger Erwachsener seine erste eigene Wohnung besaß, ist ein „in Würde ergrauter Mann“ geworden und aus seiner 1976 gegründeten Band BAP, deren „Herz, Hand, Mund und Seele“ Niedecken ist, längst eine „Institution“ (Stern). Für eine solch lange Erfolgsgeschichte sind mehr als Zufall und ein kleines bisschen Glück nötig, im Falle von BAP sind das: das Festhalten an Rock ’n’ Roll-Idealen wie Authentizität und Glaubwürdigkeit bei gleichzeitiger, immer wieder in die Tat umgesetzter Bereitschaft zu Veränderung und Weiterentwicklung, was Kontinuität nicht ausschließt. Die aktuelle BAP-Besetzung ist mittlerweile die langlebigste in der wechselvollen Band-Historie. Mit Werner Kopal (Bass), Helmut Krumminga (Gitarre), Michael Nass (Keyboards) und Jürgen Zöller (Schlagzeug) bildet Niedecken seit 1999 und Hunderten von Konzerten eine eingespielte Einheit. Im März 2011 veröffentlichten der „Unbeirrbare“ und seine Musiker das insgesamt 17. Studioalbum „Halv su wild“. Neue Songs voll gelassener Lebensfreude, die einmal mehr dafür sorgen, dass die Band in Bewegung bleibt. Sie sind das Rüstzeug und die Legitimation, wenn es immer wieder hinausgeht auf die oft verfluchte, aber auch so geliebte Straße. Niedeckens Rückkehr nach Rheinbach ist eine Rückkehr an den Anfang dieser Straße. Die Zukunftsmusik des jungen Jagger-Imitators im „Saal Streng“ hat sich im Lauf der Jahre in eine beispiellose Karriere verwandelt.Am Himmeroder Wall in Rheinbach geht es um 19.30 Uhr los, Karten gibt es HIER.