CD & DVD-REVIEWS:

Loreena McKennitt – Lost Souls

Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ nach langen Jahren mal wieder eine Scheibe mit eigenem Material am Start. Gekonnt setzt die Kanadierin mit deutlich hörbaren irischen und schottischen Wurzeln auf keltische und orientalische Klangwelten. Ziemlich gut findet das unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

Beth Hart & Joe Bonamassa - Black Coffee

Beth Hart & Joe Bonamassa legen mit neuen gemeinsamen Album "Black Coffee"ne ziemlich Hammerscheibe vor, findet unser Rezensent.

War schon besser bei Stimme: DAVID COVERDALE mit WHITESNAKE. Fotos (12): Niels Holger Schmidt
War schon besser bei Stimme: DAVID COVERDALE mit WHITESNAKE. Fotos (12): Niels Holger Schmidt

BÜHNENNOTIZEN:

HiRock Festivals 2013

Großartige Vorstellung: EUROPE
Großartige Vorstellung: EUROPE

Einen überzeugenden Einstand lieferte in diesem Jahr ein Neuling mit alten musikalischen Bekannten in der Szene der Sommer-Freiluft-Festivals: Das HiRock-Festival ging am am 1. und 2. Juni über die Freilichtbühne auf der Loreley. Mit dabei unter anderem WHITESNAKE, JOURNEY, EUROPE und in BLACK STAR RIDERS umgetauften THIN LIZZY.

Eine Traum-Landschaft und ein dickes Line up: Da konnte eigentlich wenig schief. Und so war das Festival-Gelände über dem Mittelrheintal auch gut gefüllt, als JOURNEY als letzte Band des Festivals die Natursteinbühne erklommen. Die Truppe um Gitarrist Neal Schon lieferte, was man erwartet: Polierten AOR-Sound, ohne Fehler, Ecken, Kanten und Dreck unter den Fingernägeln. Eigentlicher Headliner hätte aber DAVID COVEDEALE mit seinen wiederbelebten WHITESNAKE sein sollen. Der hatte aber aus "produktionstechnischen Gründen" kurzfristig den Abschluss-Slot mit JOURNEY getauscht. Und so demonstrierte COVERDALE bereits vor Sonnenuntergang, dass es stimmlich bei ihm eher zappenduster aussieht. COVERDALE erklimmt tonal einfach nicht mehr die Höhen, die er Ende der Achtziger, in der Metal-Phase seiner Band, noch schaffte. Und so krächzte sich COVERDALE durch Nummern wie "Still of the Night". Grenzwertig. Da half auch seine erstklassige Begleitband wenig. Auch boten WHITESNAKE als einzige Band einen grottigen  Sound. COVERDALE sollte sich auf bluesrockige Töne wie in den frühen 80er besinnen, denn die (wenige) leisen Töne passten auch auf der Loreley noch.

Dass Classic Rock auch gut klingen kann, zeigten die Schweden EUROPE. Großartiger Auftritt mit einem Mix aus frischem Material und Klassikern wie "Rock the Night" und dem unvermeidlichen "Final Countdown".

Saustark: Die BLACK STAR RIDERS
Saustark: Die BLACK STAR RIDERS

Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt der BLACK STAR RIDERS. Die tingelten bis vor kurzer Zeit noch als reaktivierte THIN LIZZY durch die Lande. Die zeigten, dass sie mehr können, als nur die alten Songs des verstorbenen THIN LIZZY-Gründers Phil Lynott zu reproduzieren. Mit den neuen Nummern vom Debüt "All Hell Breaks Loose", etwa dem Titelsong oder dem hitverdächtigen "Bound for Glory", gaben sie eine vorzügliche Visitenkarte ab. Eröffnet wurde der  zweite Festivaltag von den vorzüglichen Neulingen H.E.A.T.

Am Auftakttag hatten TOTO demonstriert, dass sie erstklassige Instrumentalisten sind, verzichteten aber auf viele Hits. Solide aber zu konventionell rockten zuvor SURVIVOR, während ein grandioser RICK SPRINGFIELD rundum überzeugte.

Entschuldigen ließ sich dagegen LESLIE MANDOKI mit seinen SOULMATES, da er in Ungarn mit einem Musikpreis für sein Lebenswerk erhielt.