CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

IRON MAIDEN rockten das Centro. Fotos (5): Marc Hansen (cmm)
IRON MAIDEN rockten das Centro. Fotos (5): Marc Hansen (cmm)

BÜHNENNOTIZEN:

IRON MAIDEN Open Air in Oberhausen

Auch wenn die Schläfen der Metal-Heroen IRON MAIDEN langsam grau werden: Bei den sechs Herren von der Insel ist noch immer mächtig Druck auf dem Kessel. Das zeigten Steve Harris & Co am 6. Juli an der Oberhausener Einkaufmeile CentrO. Beim Open Air an der dortigen KöPi-Arena ließen die Metaller die Wand wackeln.

Während der letzten Zugabe „Running Free“ tobte tatsächlich der Mob auf dem gesamten, mehrere Fußballfelder großen Freigelände: MAIDEN-MANIA in XXL, 26.5000 Freunde der Stromgitarrenmusik flippten aus. Zu recht. Die sechs Briten hatten rund zwei Stunden abgeräumt: Mit einem Programm, das einfach nur aus Klassikern bestand. Scheiß auf die jüngste, keineswegs schwache Platte „Final Frontier“. Angekündigt war für diesen Abend das „MAIDEN ENGLAND“- Programm der 1988er Tour. Ganz so kam es aber nicht. Zwar entsprach des Bühnenbildes mit Eis-Optik und Bühnenbildern der Tour der „Seventh Son Of A Seventh Son“-Scheibe. Gegeben wurden aber durchaus auch ein paar Songs jüngeren Datums, etwa „Fear of the Dark“. Andere Kompositionen des damaligen Liederreigens wie „Hallowed Be Thy Name“ fehlten dafür. Aber tragende Bestandteile des Abends waren die starken Songs des üppigen „Seventh Son“-Albums: „Moonchild“, „The Clairvoyant“ oder der Titelsong. Bockstark alles. Ansonsten: Klassiker, Klassiker, Klassiker: „The Trooper“ „Iron Maiden“ oder „The Prisoner“. Umwerfend.

Und die Band ist offenkundig noch immer mit Spaß bei der Sache und turnt für ihre rund 60 Lenze noch mopsfidel über die Bühnenbretter, Sänger Bruce Dickinson allen voran. Und er singt noch immer grandios. Dave Murray, Adrian Smith und Janick Gers bearbeiten die Gitarre, gleichermaßen heavy wie filigran und Schlagzeuger Nicko McBrain bleibt ein Tier. Über allem wacht breit und grimmig grinsend Bandboss Steve Harris Bass. Vielleicht immer noch die stärkste Metal-Band des Planeten.

SABATON eröffneten eher mitteprächtig. Archiv-Foto: Niels Holger Schmidt.
SABATON eröffneten eher mitteprächtig. Archiv-Foto: Niels Holger Schmidt.

Ordentlich warm gemacht hatten das Auditorium vorher die schwedischen Power-Metaller SABATON. Nach der Knallereröffnung mit „Ghost Division“ und dem Ohrwurm „Gott mit uns“ von der aktuellen „Carolus Rex“-Scheibe verloren die Herrschaften allerdings etwas den Faden. Ein paar Gassenhauer mehr hätten da Wunder gewirkt.

Die ebenfalls schwedische Grusel-Metal-Truppe GHOST hatte den Slot vor SABATON ergattert und war tatsächlich gruselig. Gruselig langweilig vor allem. Banale Songs, statische Bühnenshow. Kriegsbemalung allein reicht einfach nicht.

Bei solchen Zuschauerzahlen fast obligatorisch: Der Langstreckenstau rund um den Veranstaltungsort. Immerhin könnte das Einkaufszentrum mal ein Parkleitsystem anschaffen. Dann würden sich nicht am einen Ende der Konsummeile Schlangen von Parkplatzsuchenden bilden, während am anderen Ende tatsächlich noch über 1000 Freie Plätze warten. -nhs