CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

Vielleicht ist es nicht die beste Idee ein Konzert am Dienstag nach dem Osterwochenende zu geben. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht im Urlaub weilt, ist entweder noch voll gefressen oder angefressen, weil er wieder zur Maloche muss. Was auch immer nun der genaue Grund ist, an diesem Abend finden sich nur um die 50 Personen ein, um gemeinsam mit DOUBLE CRUSH SYNDROME abzufeiern. Auf den ersten Blick mag das schade sein, denn Andy Brings (voc, gt), Slick Prolidol (bass) und Julian Fischer (dr) haben allemal eine größere Zuschauerzahl verdient. Andererseits sind die Jungs von DCS so gestrickt, dass  sie Gas geben, egal ob vor 50, 500 oder 5.000 Fans. Mit der Einstellung „da stehen Leute vor der Bühne, lasst uns sie unterhalten“ geht das Trio ans Werk und bereitet allen Anwesenden einen richtig guten Abend. DCS sprühen vor Spielfreude, on Stage fühlen sie sich am wohlsten, das ist deutlich zu spüren. Der nie still stehende, quirlige Andy Brings feuert das Publikum immer wieder an, sei es verbal oder körperlich. An diesem Abend verlässt er des Öfteren die Bühne und läuft quer durchs Publikum, schüttelt Hände und drückt und herzt viele der ebenfalls gut gelaunten Fans, um kurz danach, wieder auf der Bühne stehend festzustellen, dass er eine Gitarre braucht, idealerweise seine eigene. So überdreht verläuft der gesamte Gig, denn DCS ist eine Band, die sich selbst nicht absolut ernst nimmt. So wird dann während des Auftritts über Minigolfen in Mülheim nachgedacht, Julian Fischer, der auch mal mit einem Baseballschläger auf seine Drums drischt, wird zum besten Drummer in dem Haus, in dem er wohnt gekürt und die kleine, dicke Cousine von Andy Brings darf auch mal einen Song singen, was dann dazu führt, dass Slick am Mikrophon steht. Das Trio hat einfach Spaß an dem, was es macht und das ist in jeder Sekunde zu spüren. Was Andy Brings dann auch noch mal deutlich formuliert, als er die Bandmitglieder vorstellt. Denn nachdem er dem Publikum seine beiden Mitstreiter bekannt gemacht hat, sagt er über sich selbst: „Mein Name ist Andy Brings und ich liebe, was ich hier mache.“ Dieses Bekenntnis  kommt deshalb an, weil zu spüren ist, dass es schlicht wahr und kein bisschen aufgesetzt ist. Der Enthusiasmus der Jungs auf der Bühne springt schnell auf das Publikum über, zumindest ein Verrückter hat sich gefunden, der trotz lichter Reihen zum Crowdsurfing angesetzt hat. Und auch erstaunlich lange durch das Tube getragen wurde. Der kleine Club war an diesem Abend die richtige Location für eine Band, die  den Titel ihres Debüts vielleicht noch einmal überdenken sollte. „Die for Rock´N Roll“ erscheint  allen, die DCS live erlebt haben als grundsätzlich falsch, denn die Jungs leben Rock´N Roll. Wer sie noch nicht live gesehen hat, sollte das dringend nachholen, es lohnt sich! -Markus Renner