CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

NACHRUF: Chester Bennington

Trauer um LINKIN PARK-Sänger

Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784
Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784

Nun gehört also auch Chester Bennington (20.3.1976 – 20.7.2017) () in den Kreis der Rockmusiker, die ihr Leben eigenhändig beendet haben. Er gehört in den erlauchten Kreis derjenigen, die für den Außenstehenden doch alles haben: Ruhm, Geld, Anerkennung. Er hat es nach ganz oben geschafft, mit seiner Band LINKIN PARK Maßstäbe im Bereich des Nu Metal gesetzt und erreicht, was sich die meisten nur erträumen können. Das Debüt von LINKIN PARK, „Hybrid Theorie“, verkaufte sich 24 Millionen mal und die Band wurde über Nacht zur ganz großen Nummer. Der Beginn einer beeindruckenden Karriere. Chester stand auf der Sonnenseite des Lebens – zumindest dem äußeren Schein nach. Doch er war ein Getriebener, einer mit der berühmten schlimmen Kindheit. Sexueller Missbrauch im Kindesalter, Scheidung der Eltern, keinen Bezug zu beiden Elternteilen, ein Paradebeispiel für einen „Broken Home“- Jugendlichen. Er bekam früh Kontakt zu harten Drogen und hatte den Umgang mit ihnen immer nur zeitweise im Griff. Das Besondere an seiner Geschichte ist, dass er keinen kriminellen Weg eingeschlagen hat, sondern den kreativen Weg gewählt hat, um seine Erlebnisse zu kanalisieren und zu verarbeiten. Neben der Musik malte er auch sehr viel und durchaus mit Talent. Doch auch, wenn kreative und empfindsame Menschen ihre Dämonen mit Hilfe ihrer Kunst oftmals im Zaum halten können, manchmal gewinnen diese doch die Oberhand. Chester Bennington hat versucht sich mit seiner Kunst zu therapieren, in vielen Songs geht es um (enttäuschtes) Vertrauen, Verzweiflung, Einsamkeit. Der Erfolg seiner Selbsttherapie war nur ein bedingter. Die Depressionen beherrschten ihn und sein Leben immer mehr. In einem Interview mit der einer großen deutschen Boulevardzeitung sprach er über viele Schicksalsschläge. Dabei äußerte er auch, dass er manchmal kein Mensch mehr sein wolle, eine Aussage, die sämtliche Alarmglocken schellen lässt. Es ist müßig darüber zu sinnieren, warum jemand, der im Leben doch alles erreicht hat, sich nicht darüber freuen kann. Depression ist eine Krankheit, die für nicht betroffene kaum nachvollziehbar ist. Eine Krankheit, die Menschen so sehr verzweifeln lässt, dass ihnen nur ein Ausweg aus dieser Verzweiflung möglich erscheint. Und die sogar den Halt einer Ehefrau und von sechs Kindern vergessen lässt. Und auch den von Millionen Fans. Denn wenn der Applaus verebbt ist, scheint der Sturz in die Einsamkeit nur umso tiefer zu sein. Den Zurückgebliebenen bleibt dann nur die Fassungslosigkeit.

R.I.P. Chester! Thank you for the music. -Markus Renner