CD & DVD-REVIEWS:

Molly Hatchet  - Battleground

Die Southern Rock-Veteranen MOLLY HATCHET kommen dieser Tage mit ihrer neuen Live-Scheibe „Battleground“ um die Ecke - mit Gesangsneuzugang Jimmy Elkins, wie man HIER lesen kann.

FOREIGNER - Double Vision: Then And Now

Wiedervereinigung bei FOREIGNER? Viele ahnten Arges. Aber sie Irrten. „Double Vision: Then And Now“ ist ein wirklich toller Konzertfilm und Live-Album, findet unser Rezensent.

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

NACHRUF: Chester Bennington

Trauer um LINKIN PARK-Sänger

Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784
Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784

Nun gehört also auch Chester Bennington (20.3.1976 – 20.7.2017) () in den Kreis der Rockmusiker, die ihr Leben eigenhändig beendet haben. Er gehört in den erlauchten Kreis derjenigen, die für den Außenstehenden doch alles haben: Ruhm, Geld, Anerkennung. Er hat es nach ganz oben geschafft, mit seiner Band LINKIN PARK Maßstäbe im Bereich des Nu Metal gesetzt und erreicht, was sich die meisten nur erträumen können. Das Debüt von LINKIN PARK, „Hybrid Theorie“, verkaufte sich 24 Millionen mal und die Band wurde über Nacht zur ganz großen Nummer. Der Beginn einer beeindruckenden Karriere. Chester stand auf der Sonnenseite des Lebens – zumindest dem äußeren Schein nach. Doch er war ein Getriebener, einer mit der berühmten schlimmen Kindheit. Sexueller Missbrauch im Kindesalter, Scheidung der Eltern, keinen Bezug zu beiden Elternteilen, ein Paradebeispiel für einen „Broken Home“- Jugendlichen. Er bekam früh Kontakt zu harten Drogen und hatte den Umgang mit ihnen immer nur zeitweise im Griff. Das Besondere an seiner Geschichte ist, dass er keinen kriminellen Weg eingeschlagen hat, sondern den kreativen Weg gewählt hat, um seine Erlebnisse zu kanalisieren und zu verarbeiten. Neben der Musik malte er auch sehr viel und durchaus mit Talent. Doch auch, wenn kreative und empfindsame Menschen ihre Dämonen mit Hilfe ihrer Kunst oftmals im Zaum halten können, manchmal gewinnen diese doch die Oberhand. Chester Bennington hat versucht sich mit seiner Kunst zu therapieren, in vielen Songs geht es um (enttäuschtes) Vertrauen, Verzweiflung, Einsamkeit. Der Erfolg seiner Selbsttherapie war nur ein bedingter. Die Depressionen beherrschten ihn und sein Leben immer mehr. In einem Interview mit der einer großen deutschen Boulevardzeitung sprach er über viele Schicksalsschläge. Dabei äußerte er auch, dass er manchmal kein Mensch mehr sein wolle, eine Aussage, die sämtliche Alarmglocken schellen lässt. Es ist müßig darüber zu sinnieren, warum jemand, der im Leben doch alles erreicht hat, sich nicht darüber freuen kann. Depression ist eine Krankheit, die für nicht betroffene kaum nachvollziehbar ist. Eine Krankheit, die Menschen so sehr verzweifeln lässt, dass ihnen nur ein Ausweg aus dieser Verzweiflung möglich erscheint. Und die sogar den Halt einer Ehefrau und von sechs Kindern vergessen lässt. Und auch den von Millionen Fans. Denn wenn der Applaus verebbt ist, scheint der Sturz in die Einsamkeit nur umso tiefer zu sein. Den Zurückgebliebenen bleibt dann nur die Fassungslosigkeit.

R.I.P. Chester! Thank you for the music. -Markus Renner