CD & DVD-REVIEWS:

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

Peppi Pommesgabel... Fotos: Markus Renner
Peppi Pommesgabel... Fotos: Markus Renner

KONZERTTIPP: ENDZEIT-Festival 2019

„Grave Violator“ lässt es wieder richtig krachen

Am Samstag, den 23.02.2019 wird es in der altehrwürdigen Zeche Carl endlich wieder richtig laut. Das neunte Endzeitfestival findet statt und bietet ein ziemlich fettes Line-Up. DECAPTACON, DESTROY THEM, TRAITOR und DESASTER spielen auf und werden dem geneigten Thrash und Melodic Death Metal Fan ordentlich auf die Ohren geben. In einem Blitzinterview hat uns Peppi die wichtigsten Fragen zum nächsten Samstag beantwortet.

 

Musical Observer: Am 23.022019 gibt es wieder ein Endzeitfestival. Es gibt ja nicht nur so alte Haudegen wie uns, sondern auch jungen Metal-Nachwuchs. Erzähl doch mal was zum Namen Endzeitfestival, was hat das für einen Hintergrund?

Peppi Dominik: 1994,1995 hatten wir in Gelsenkirchen-Horst eine Kneipe, die ENDZEIT hieß. Die hatte ich mit ein paar Kumpels, unter anderem auch Frank Blackfire, der ja auch jedem Metalfan bekannt sein dürfte. Wir hatten da Spaß dran, der Laden lief auch echt gut, wir mussten den Laden auch ab zu schließen und konnten keine Leute mehr reinlassen oder nur noch, wenn andere rausgingen, weil es so voll war. War eine recht erfolgreiche Sache, lag aber wahrscheinlich auch daran, weil es damals noch das legendäre Mephisto in der Nähe gab und wir nach denen aufgemacht haben und da haben wir schon profitiert. Irgendwann haben wir mal überlegt ein Festival zu machen und wir hatten dann überlegt, das mit SODOM zu machen. Die hatten damals ne neue Besetzung, nämlich Tom, Bernemann und Bobby und der erste Live-Gig in der Besetzung war der bei uns auf dem Endzeitfestival. Darauf war ich schon stolz, war natürlich direkt ein guter Start. Da haben einige Veranstalter doof geguckt, wie wir sowas aus dem Stand ausverkauft haben. Das in der Zeche auszuverkaufen, das war schon ne Nummer. Und daraufhin haben wir dann auch alle paar Jahre mal wieder eins gemacht. Es liefen nicht immer alle gut, manchmal habe ich auch drauf gezahlt Das ist halt so in dem Business, da muss man durch, aber für dieses Jahr habe ich ein sehr gutes Gefühl.

 

m/o: Wenn ich mich recht erinnere, dann hast Du die letzten zwei Male draufzahlen müssen. Trotzdem veranstaltest Du erneut so ein Festival. So ein bisschen verrückt  bist Du schon, oder?

Peppi: (lacht). Ja, definitiv. Aber positiv verrückt. Und man muss auch sagen, dass es ja meist gut geht. Jetzt hatte ich zweimal ne Durststrecken, weil vielleicht die Zusammenstellung der Bands nicht optimal war oder es im Dezember, kurz vor Weihnachten nicht toll war, weil die Leute ihr Geld für andere Sachen raushauen, ich weiß es nicht. Diesmal ist der Vorverkauf schon sehr gut, der Februar scheint dann doch besser zu sein, das sollte ich vielleicht so beibehalten. Aber das ist wie immer im Leben, mal gewinnt man, mal verliert man. Aber es waren auch keine Tragödien, es ging um ein paar Hunderter, die drauf zahlen musste. Da schluckt man zwar, aber es war nicht so, dass ich existentiell bedroht war, von daher alles gut.

 

m/o: Das Line-Up in diesem Jahr ist sehr gut, Du hast da schon einiges vorzuweisen. Trotzdem fragt man sich, wenn Du der Veranstalter bist, warum ist Deine eigene Band WORTMORD nicht mit am Start?

Peppi: Puuh, sagen wir mal so: WORTMORD hat ja einen längeren Winterschlaf eingelegt. Und wenn man ehrlich ist, auch einen Sommerschlaf. Das liegt schon an mir. Also, glatter Freispruch für alle anderen Beteiligten, die haben mich auch immer gefragt was ist und wann wieder was passiert. Aber ich hatte viel privates am Kopf, dem ich den Vorrang gegeben habeUnd nen super Sommer hatten wir auch, da hatte ich schlicht keinen Bock im Proberaum zu sitzen sondern ich wollte die Tage genießen. Naja, wir haben tatsächlich demnächst eine Termin, an dem wir uns zusammensetzen wollen und besprechen wollen, ob es weiter geht der ob wir es sein lassen. Aber die Signale der anderen Jungs gehen eher in Richtung weitermachen. Ich halte Dich auf dem Laufenden.

 

m/o. Eine Frage noch für die älteren Fans: Der legendäre Copkiller, der Schnaps, den man aus dem Endzeit kennt, ist wieder erhältlich?

Peppi: Selbstverständlich, ich werde noch einige Liter extra herstellen. Die Nachfrage ist immer riesengroß . Und er gehört schlicht und ergreifend dazu und es ist schon auffällig, dass die Leute in der Nähe des Copkiller-Standes immer gute Laune haben.

 

m/o: Dann wünschen wir viel Erfolg! Es wird eine Abendkasse geben, also Metalheads im Ruhrpott und Umgebung...

Peppi:... kommt vorbei!

 

Wo?: Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen

Wann?: 23.02.2019, 19:00 Uhr

Preis?: VVK 18,- €, Abendkasse 23,- €