CD & DVD-REVIEWS:

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

Don Felder - American Rock `N` Roll

Ex-EAGLES-Gitarrero Don Felder haut Personell auf seinem neuen Soloalbum „American Rock `N` Roll“ganz schön auf den Putz und schleppt eine ganze Promi-Brigade an, wie man HIER lesen kann,

Rossi/Rickard - We Talk Too Much

Herr Rossi sucht das Glück diesmal ohne seine Stammband STATUS QUO, Zusammen mit Sängerin Hannah Rickard frönt er seiner Leidenschaft für Country. Rockt nicht, findet unser Rezensent.

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

BILDERSTRECKE:

JETHRO TULL’S Ian Anderson in Hamm

Irgendwie zumindest fast JETHRO TULL war das, was am 23. Mai in der Alfred-Fischer-Halle Hamm gastierte. TULL-Mastermind Ian Anderson schaute mit seiner neuen Solo-Scheibe um die Ecke: Der Fortsetzung des 1972er JETHRO TULL-Klassikers „Thick As A Brick“.

Den 40. Geburtstag der Originalscheibe nahm Ian Anderson zum Anlass für die Fortsetzung. Und so gab es in Hamm keine „Golden Oldies“-Show, sondern ausschließlich die beiden Teile von „Thick As A Brick“. Das alles wurde nicht nur konzertant vorgetragen, sondern unter Zuhilfenahme theatralischer Elemente: Einspielfilme, Dias, allerlei Kostüme brachten den Zuschauern die Geschichte des Schuljungen Gerald Bostock quer durch die letzten vier Jahrzehnte näher. Die Fortsetzung schildert die unterschiedlichen Möglichkeiten, was aus der Hauptperson des Klassikers in den vergangenen vier Jahrzehnten hätte werden können.

Ian Anderson (Gesang, Querflöte, Akustik-Gitarre) führte souverän durch den Abend, ließ sich einen Teil der Gesangsparts vom hervorragend singenden und spielenden Ryan O’Donnell abnehmen. Vorzüglich begleitet wurde er von John O’Hara (Keyboards, Akkordeon), David Goodier (Bass) und Scott Hammond (Schlagzeug). Allesamt langjährige Mitstreiter auch aus dem TULL-Personalpool - musikalisch alles top..

Anderson stellte unter Beweis, dass er im Gegensatz zu vielen Generationskollegen noch nicht kreativ ausgetrocknet ist. Allerdings kommt das Ganze etwas verkopft, vielleicht eine Spur zu affektiert und gewollt artifiziell daher. Aber das war ja schon beim ersten Teil so. Absolut kein Rock n’ Roll, sollte man aber trotzdem gesehen haben. Eine ausführliche Bilderstrecke gibt es HIER.