CD & DVD-REVIEWS:

SLASH - Living The Dream

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

Alice Cooper - At The Olympia Paris

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

OHRENFEINDT - Tanz nackt

Die Truppe um Chris Laut legt mit „Tanz nackt“ nunmehr Studioalbum Nr. 8 vor. Nicht schlecht, aber aber Rock’n‘Roller aus St. Pauli haben auch schon mal überzeugender abgeliefert, findet unser Rezensent.

STATUS QUO - Royal Albert Hall & Wacken

Francis Rossi ist – auch nach dem Ableben von Langzeit-Partner Rick Parfitt – noch voller Tatendrang. Mit den Rest-QUO serviert der letzte verbliebene Bandgründer dieser Tage gleich zwei Live-Alben. Überzeugen kann keins der beiden, findet unser Rezensent.

BILDERSTRECKEN:

UNISONIC & GOTTHARD in Bochum

Was macht die Hauptband des Abends, wenn die Vorgruppe gerade ihren Set mit zwei selbst komponierten Genreklassikern beendet und die Halle damit ordentlich gerockt hat? Antwort: Etwas alt aussehen. Und genau das passierte am 3. November den schweizer Hardrockern GOTTHARD im Ruhrcongress Bochum: Die einzig legitimen HELLOWEEN-Nachfolger UNISONIC stellten in der Halle an der A40 klar: Eigentlicher Headliner des Abends waren sie.

Für den Eröffnungsslot hatten Eidgenossen die Teutonen-Metal-Allstar-Truppe gebucht. Was den Kartenverkauf angeht, was das augenscheinlich eine gute Idee: Die durchaus nicht kleine Halle war ordentlich gefüllt. Das lag ausweislich der Oberbekleidung eines großen Teils des Auditoriums kaum an den Eidgenossen. Erhebliche Teile der Zuhörer huldigten auf ihren Shirts und Kutten vor allem HELLOWEEN, aber auch Kai Hansens Hauptband GAMMA RAY und natürlich UNISONIC. Und diese Zuhörer feierten die ex-Kürbismetaller Kai Hansen und Michael Kiske mit ihrer neuen Band ordentlich ab. Dazu mussten die beiden nicht einmal auf HELLOWEEN-Klassiker zurückgreifen. Die ersten 50 Minuten des einstündigen Sets gab es ausschließlich frisches UNISONIC-Material. Das  erwies sich als erstklassig und bühnentauglich, die Band bewies jede Menge Spielfreude. Den Schlusspunkt setzten mit „Future World“ und „I Want Out“ dann aber doch zwei HELLOWEEN-Gassenhauer – und dann war es um die Zuhörerschaft endgültig geschehen.

Und zu diesem Zeitpunkt waren GOTTHARD vielleicht schon nicht mehr völlig sicher, dass die Wahl der Vorgruppe eine gute Idee war. Die mit dem souveränen Sänger Nic Maeder personell runderneuerten Schweizer lieferten eine solide Vorstellung ab, keine Frage: Licht & Sound perfekt, professionelle Show, spielerische Perfektion, eine üppige Bühne. Allein: das half wenig. Kompositorisch kann Truppe um Gitarrist & Songwriter Leo Leoni dem Duo Hansen/Kiske einfach nicht das Wasser reichen. Und so blieben sie trotz ordentlicher Leistung eindeutig zweiter Sieger.

BILDERSTRECKE: GOTTHARD

BILDERSTRECKE: UNISONIC

 

HELLOWEEN-Freunden sei ein zweiter Konzerttermin im Ruhrcongress ans Herz gelegt: HELLOWEEN & GAMMA RAY gastieren dort am 13. April 2013 gemeinsam. Karten gibt es HIER. -nhs