CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

Musikalisch kraftvoll, gesundheitlich hinfällig: PAUL DI´'ANNO. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
Musikalisch kraftvoll, gesundheitlich hinfällig: PAUL DI´'ANNO. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

Abschied von MAIDEN-Röhre PAUL DI`ANNO

Er war mal ein ganz Großer: Ex-IRON MAIDEN-Stimme Paul Di`Anno tingelt auf seiner letzten Tour durch Mini-Clubs. Musikalisch kann er es noch immer. Aber sein Gesundheitszustand schockiert.

 

Er ist gerade 55, schleppt sich aber auf die Bühne wie ein Greis. Paul Di`Anno geht inzwischen am Stock, kann die wenigen Stufen zur niedrigen Bühne im kleinen Duisburger Jugendclub Parkhaus Meiderich am 25. Mai kaum erklimmen. Seit Jahren ist Di`Anno von einem schweren Rückenleiden gezeichnet. Und so kann er sich auf der Bühne scheinbar nur auf den Beinen halten, weil er sich auf den Mikroständer stützt. Stage Acting? Headbangen? Unmöglich. Auch sonst hinterlässt er einen desperaten Eindruck, hat scheinbar in den zurückliegenden Dekaden zu sehr dem kühlen Blonden und auch manchem Destillat zugesprochen. Er wirkt aufgeschwemmt, Zähne fehlen. Und auch auf der Bühne schaut er ins Glas, kündigt an, auf seiner letzten Tour noch mal ordentlich zulangen zu wollen. Ein trauriges Bild.

Aber die Stimme hat Paul Di`Anno trotz allem nicht verloren, brüllt wie ein Bär zu Beginn des Konzertes „Sanctuary“ von der MAIDEN-Debüt-Scheibe heraus. Das war die eine von zwei LPs, die er für IRON MAIDEN einsingen konnte. Dann wurde ihm wegen seines schwierigen Lebenswandels der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. Auch bei anderen MAIDEN-Klasssikern wie „Running Free“ zeigt Di`Anno in Duisburg, dass er musikalisch noch nicht am Ende ist. Es gibt sogar mit „You've Been Kissed By The Wings Of An Angel Of Death“ eine sehr ordentliche, an die frühen MAIDEN erinnernde frische Nummer. Die hat er für eine im Laufe des Jahres erscheinende EP zusammen mit seinen jungen deutschen Begleitern eingeholzt.

Das Auditorium lässt sich von Di`Annos Hinfälligkeit nicht beeindrucken, feiert ihn und die Band ordentlich ab. Dennoch: Am Ende bleibt beim Rezensenten große Melancholie über den Zustand eines Jugendhelden. Immerhin, es ist die letzte Tour. Alles Gute, Paul.

 

Eine Bilderstrecke gibt es HIER.