CD & DVD-REVIEWS:

AMON AMARTH - The Pursuit Of Vikings

Die schwedischen Metal-Wikinger AMON AMARTH liefern dieser Tage eine Live-Vollbedienung der Extraklasse, wie man HIER nachlesen kann.

SLASH - Living The Dream

Mit „Living The Dream” hat Slash sein viertes Soloalbum und das dritte mit seinen Sänger Myles Kennedy am Start. Was davon zu halten ist steht HIER.

Alice Cooper - At The Olympia

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

DEEP PURPLE in Bonn. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
DEEP PURPLE in Bonn. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKEN:

DEEP PURPLE & GOV’T MULE in Bonn

Ersatzmann Nick Fyffe.
Ersatzmann Nick Fyffe.

Mit „Now What?!“ haben die Brit-Dinos DEEP PURPLE ein überraschend starkes Album vorgelegt. Ob die Songs auch den Live-Test bestehen, konnte man nun erstmals am 14. Juli auf dem Kunst!rasen in Bonn begutachten. Ein Auftritt mit Überraschungspotential.
Und die erste dicke Überraschung ereilte die Zuschauer auf dem Gelände in den Rheinauen schon als Nick Fyffe die Bühne betrat. „Nick wer?“ fragten sich zweifellos zahlreiche Anhänger der Rock-Giganten. Der Mann ist ein gut gebuchter Session-Musiker. Er hat unter anderem schon JAMIROQUAI, ROBERT PLANT, STATUS QUO oder BRUCE DICKINSON mit tiefen Tönen versorgt. Warum er für Roger Glover einspringen musste, blieb das Geheimnis von Ian Gillan & Co. Dessen Bemerkung, Glover habe sich einer Hirn- oder gar Kopftransplantation unterziehen müssen, half da nur wenig weiter und war auch gar nicht lustig. Immerhin: Der Miet-Bassist vertrat handwerklich souverän, auch wenn ein leicht fader Geschmack blieb. Auf der Bühne standen damit nunmehr nur noch zwei Mitglieder der klassischen Besetzung.Aber der Rest der Band ließ sich davon nicht irritieren und legte mit „Fireball“ saftig los. Musikalisch war bei Ian Paice am Schlagzeug, Steve Morse an der Gitarre und Don Airey an den Tasten alles top. Allerdings zeigt Ian Gillans Organ inzwischen starke Alterungsspuren. An Platz 3 der 14 Nummern umfassenden Setlist kam schon die aktuelle Single „Vincent Price“, gefolgt vom ebenfalls neuen „All the Time in the World“. Etwas später gab es mit der Hommage an den verstorbenen Jon Lord „Above and Beyond“ die dritte neue Nummer. Besonders diese bestand das Live-Examen mit Bravour.Ansonsten gab es Klassiker quer durch die Bandgeschichte von „Lazy“ über „No one came“ bis zu „Perfect Strangers“ und natürlich „Smoke on the Water“. Bei letzterem griff mit Warren Haynes von GOV’T MULE ein weiterer Überraschungsgast ein. Der lieferte solistisch noch mal ordentlich ab, bevor sich DEEP PURPLE mit dem Zugabenblock „Hush“ und „Black Night“ verabschiedeten.

 

 

Warm gemacht hatten das Auditorium Haynes und die grandiosen US-Jam-Rocker GOV’T MULE. Und die ließen mit ihrer kreativen, virtuosen und doch erdigen Heavy Blues-Mischung manchen Zuhörer mit offenem Mund zurück. Der stärkste Auftritt des Tages. Als Dreingabe gab es noch die CRIPPLED BLACK PHOENIX mit einer etwas wilden Mischung aus Retro-Sounds der Richtung PINK FLOYD, Indierock-Versatzstücken und linken Kampfliedern wie „El pueblo unido“ und  „Bella Ciao“. Merkwürdig. -nhs

 

Bilderstrecken:
DEEP PURPLE

GOV’T MULE