CD & DVD-REVIEWS:

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien)  neue Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

Großartig aufgelegt: DEEP PURPLE. Fotos(5): Niels Holger Schmidt
Großartig aufgelegt: DEEP PURPLE. Fotos(5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

DEEP PURPLE in Düsseldorf

PETER FRAMPTON. Foto: Niels Holger Schmidt
PETER FRAMPTON. Foto: Niels Holger Schmidt

Das ist mal ein wertiges Paket, das die Veranstalter für Klassik-Rockfans geschnürt haben: Die britische Hard-Rock-Legende DEEP PURPLE ist zusammen mit Grammy-Preisträger PETER FRAMPTON im Vorprogramm unterwegs auch durch deutsche Landen. Beim Auftritt in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle bringt der britische Sänger und Gitarrist das Publikum mit seinen Welthits wie „Show me the Way“ und „Do you feel like we do“ das Publikum in Stimmung. Dass Frampton auf der Bühne eine Granate ist, belegt nicht nur ein über 16 Millionen Mal verkauftes Live-Album „Frampton comes alive“. Gute Musik altert eben nicht, und weil es Frampton mit seinem Quartett etwas ruhiger angehen lässt, ist er auch keine echte Konkurrenz zum Hauptact.

 

Seltene Gäste sind sie nicht eben, die englischen Hard Rocker von DEEP PURPLE. Mit schöner Regelmäßigkeit statten die einstigen Lärm-Rekordhalter Hallen und Festivals in unseren Breiten einen Besuch ab – ohne je lästig zu werden. Das unterscheidet sie von den Schwiegereltern, obwohl das mit dem Alter inzwischen hinkommt. Diesmal haben Ian Gillan (Vocals), Roger Glover (Bass), Ian Pace (Drums), Steve Morse (Gitarre) und Don Airey auch allen Grund zu touren, schließlich haben sie mit „Now What?!“ das erste neue Album seit acht Jahren im Gepäck. Neue Songs bilden auch beim Auftritt in der gut gefüllten Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle das Gerüst. Und damit es nicht langweilig wird, trauen sich die Briten gleich zu Beginn, mit einer Tradition zu brechen: Statt mit dem obligatorischen „Highway Star“ eröffnen DEEP PURPLE mit  „Aprés Vous“, einem Track vom neuen Rundling. Mutig, mutig. Nicht jeder im Saal kennt den Song, doch weil er alle Trademarks der Band beinhaltet, ist das Eis schnell gebrochen. Steve Morse an der Gitarre und Don Airey an der Orgel bekommen schon zum Auftakt reichlich Gelegenheit, sich musikalisch zu duellieren. Überhaupt präsentieren sich die Bandmitglieder, immerhin fast alle in den Sechzigern, in überraschender Form. Selbst Ian Gillan ist erstaunlich gut bei Stimme, dafür hinkt er mit geschientem Bein ein wenig über die Bühnenbretter. DEEP PURPLE haben manchen Song vom ausgezeichneten neuen Machwerk in die Setlist gemixt, darunter „Vincent Price“ mit seinem donnernden Bassriff, „Above and Beyond“, eine Hommage an den vor einem Jahr gestorbenen Organisten Jon Lord, „Hell to Pay“ und „Uncommon Man“. Abgerundet wird das Programm durch Evergreens wie das entspannte „Lazy“, „Space Trucking“, „Strange Kind of Woman“, „Into the Fire“ und noch nicht ganz so alter Klassiker „Perfect Strangers“. Mit „Contact Lost“ hat es sogar ein Stück vom unterbewerteten „Bananas“-Album in die Setlist geschafft. Die Mutter aller Riffs erklingt diesmal schon zum Ende des regulären Programms: Bei „Smoke on the Water“ flippt die Halle – wie soll es auch anders sein - komplett aus. Auch lichttechnisch fahren DEEP PURPLE schweres Gerät auf. Ein netter Effekt sind die leuchtenden LED-Drumsticks, die beim Hochgeschwindigkeits-Solo von Schlagzeuger Ian Pace im Dunkeln ihre Leuchtspuren über den Kesseln ziehen. Im Zugabenteil lassen DEEP PURPLE die Stimmung in der Halle noch einmal aufkochen.  Ian Gillan schmettert  „Hush“ in einem unsagbar hässlichen Glitzer-Sakko auf ansonsten nacktem Oberkörper, Rover Glover zupft ein spektakuläres Bass-Solo, und dann wird mit dem unvermeidlichen „Black Night“ aufgerockt. Auf den üblichen Opener „Highway Star“ wartet das mit der Band gealterte Publikum diesmal allerdings bis zum Schluss vergeblich. – Onkel Hotte

 

Bilderstrecken gibt es hier:

DEEP PURPLE

PETER FRAMPTON