CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

Auch ohne Mick Jones stark: FOREIGNER. Fotos (6): Niels Holger Schmidt
Auch ohne Mick Jones stark: FOREIGNER. Fotos (6): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

FOREIGNER bei den Rheinbach Classics

Gramm-Ersatz: Kelly Hansen
Gramm-Ersatz: Kelly Hansen

In den Olymp der Rock-Komponisten wurde FOREIGNER-Boss Mick Jones jüngst aufgenommen. Angesichts dieser Ehre machte er sich beim Gastspiel am 19. Juli bei den Rheinbach Classics erstmal rar.

Denn als die AOR-Giganten sich nach über drei Jahren Pause mal wieder in unseren Breiten sehen ließen, beschränkte sich die Besetzung auf Sänger Kelly Hansen, Tieftöner-Tier Jeff Pilson, Tom Gimbel an der Rhythmusgitarre, Tasten und Saxophone, Michael Bluestein an den Keyboards, Chris Frazier am Schlagzeug und eben nicht Mick Jones an der Solo-Gitarre. An seiner Stelle griff unangekündigt Bruce Watson in die Seiten. Der hatte den Chef vom Ganzen bereits vor zwei Jahren nach Jones’ Herz-OP vertreten. Und so legte die Belegschaft  der Firma Jones erstmal selbständig los, knallte dem Auditorium ruck zuck „Double Vision“, „Head Games“ und „Cold As Ice” vor den Latz. Und das saß. Hansen klingt einfach mindestens so gut, wie Original-Stimme Lou Gramm in guten Zeiten. Gramm ist inzwischen auch gesundheitlich gezeichnet und nur noch ein Schatten seiner selbst.

Jones-Ersatz: Bruce Watson
Jones-Ersatz: Bruce Watson

Der Rest der Truppe agierte druckvoll und tight. Mit „Waiting für a Girl“ nahm Jones’ Gefolgschaft dann erstmal Tempo aus der Partie. Vom Boss aber immer noch keine Spur. Der stieg erst nach dramatischer Ankündigung ganz in Weiß zu „Dirty White Boy“ wie eine Mischung aus Lichtgestalt und Hardrock-James Last zu den Sterblichen hinab. Etwas weniger gurueske Selbstinszenierung hätte es auch getan. Immerhin: Er scheint wieder auf dem Damm zu sein, rockte den Rest des Sets ordentlich ab. Nach einem Akustikblock mit „When it comes to Love“ vom formidablen jüngsten Album „Can’t slow down“ und „Say you will“ gab es dann eine echte Hitkaskade: „Urgent“, „Feels Like The First Time“ oder „Jukebox Hero“, das den regulären Set beendete. Einfach fett. Leider kam das vorzügliche 2010er Album „Can`t slow down“ angesichts der Hit-Lawine mit nur einem Songs etwas kurz.

Als Dreingabe servierten Jones & Co u.a. noch die Superschnulze „I Want To Know What Love Is“ und ein krachendes „Hot Blooded“, das den Schlusspunkt setzt. Überzeugende Show. –nhs

 

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.