CD & DVD-REVIEWS:

MR. BIG – Defying Gravity

Die US-Zockertruppe MR. BIG meldet sich mal wieder zu Wort. Bei „Defying Gravity“ bleibt sie aber unter ihren Möglichkeiten. Nicht spielerisch, aber kompositorisch, stellt unser Rezensent fest.

BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres

Haben Hansi Kürsch und Co mit mit „Live Beyond The Spheres“ ein gutes Live-Album raus gehauen? Nein, findet unser Rezensent. Es ist ein Meilenstein!

ACCEPT – „The Rise Of Chaos“

ACCEPT haben die vierte Langrille mit Sänger Mark Tornillo am Start. „The Rise Of Chaos“ist eine gute, aber keine überragende Scheibe, befindet unser Rezensent HIER:

Joe Bonamassa - Live At Carnegie Hall

Joe Bonamassa serviert (mal wieder) ne Live-Scheibe. Diesmal ohne Strom., wie HIER zu lesen ist.

DEAD MEMORY – Welcome To My Fairytale

Die Essener Rocker DEAD MEMORY legen mit „Welcome To My Fairytale“ ist ein richtig gutes Rockalbum vor - finanziert per Crowdfundig. Hat sich gelohnt, findet unser Rezensent.

IAN ANDERSON trällerte beide Teile von "Thick as a Brick". Fotos (5): Niels Holger Schmidt
IAN ANDERSON trällerte beide Teile von "Thick as a Brick". Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

JETHRO TULL’S Ian Anderson in Dortmund

Irgendwie zumindest fast JETHRO TULL war das, was am 24. Mai in der Westfalhalle 3 gastierte. TULL-Mastermind Ian Anderson schaute mit seiner neuen Solo-Scheibe um die Ecke: Der Fortsetzung des 1972er JETHRO TULL-Klassikers „Thick As A Brick“. Klang alles gut, war aber eben nur fast das Original.

Den 40. Geburtstag der Originalscheibe nahm Ian Anderson letztjährig zum Anlass für die Fortsetzung. Und so gab es keine „Golden Oldies“-Show, sondern die beiden Teile von „Thick As A Brick“. Das alles wurde nicht nur konzertant vorgetragen, sondern unter Zuhilfenahme theatralischer Elemente: Einspielfilme, Dias, allerlei Kostüme brachten den Zuschauern die Geschichte des Schuljungen Gerald Bostock quer durch die letzten vier Jahrzehnte näher. Die Fortsetzung schildert die unterschiedlichen Möglichkeiten, was aus der Hauptperson des Klassikers in den vergangenen vier Jahrzehnten hätte werden können.

Ian Anderson (Gesang, Querflöte, Akustik-Gitarre) führte souverän durch den Abend, ließ sich einen Teil der Gesangsparts vom hervorragend singenden und spielenden Ryan O’Donnell abnehmen. Vorzüglich begleitet wurde er von John O’Hara (Keyboards, Akkordeon), David Goodier (Bass) und Scott Hammond (Schlagzeug). Allesamt langjährige Mitstreiter auch aus dem TULL-Personalpool - musikalisch alles top.

Anderson stellte unter Beweis, dass er im Gegensatz zu vielen Generationskollegen noch nicht kreativ ausgetrocknet ist. Allerdings kommt das Ganze etwas verkopft, vielleicht eine Spur zu affektiert und gewollt artifiziell daher. Aber das war ja schon beim ersten Teil so. Absolut kein Rock n’ Roll, sollte man aber trotzdem gesehen haben. Immerhin: Neben den beiden etwas sperrigen Teilen von „Thick As A Brick“ servierte der Meister zum Abschluss auch noch "Locomotive Breath". Spannend: Im Herbst tritt TULL-Gitarrenmann Martin Barre mit eigener Band und TULL-Programm zum Fernduell an.

 

Eine ausführliche Bilderstrecke gibt es  HIER.