CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

BILDERSTRECKE:

Bestens aufgelegt: Major Heuser & Band. Fotos (2): Onkel Hotte.
Bestens aufgelegt: Major Heuser & Band. Fotos (2): Onkel Hotte.

KLAUS „MAJOR“ HEUSER BAND in Siegburg

Das Wort „BAP“ kommt dem Mann mit dem Lederhut an diesem Abend nicht über die Lippen. Für Klaus „Major“ Heuser ist es nur noch die „Band mit den drei Buchstaben“ – die er vor drei Jahrzehnten als Gitarrist, Songwriter und musikalischer Direktor in den Deutschrock-Olymp katapultierte. Seine vor wenigen Monaten neu formierte Klaus „Major“ Heuser Band spielt musikalisch in einer ganz anderen Liga: Die fünf bestens aufgelegten Musiker bewiesen am 05. Oktober 2013 im Siegburger KUBANA Live Club, dass handgemachte Musik auch jenseits aller Genre-Grenzen begeistert. Die rund 350 Zuhörer feierten an diesem Abend mehr als drei Stunden lang die abwechslungsreiche Melange aus stampfendem Rock, authentischem Blues, leichtfüßigem Country, American Folk und intensiven Balladen. Dabei erblühten die Songs des aktuellen Albums „Men in Trouble“ live wie ein köstlicher Pfirsich: Auf der Bühne klang alles eine gehörige Spur rockiger und mitreißender. Klaus „Major“ Heuser brillierte immer wieder mit mächtigen Gitarren-Soli, die einzelne Songs leicht über die Zehn-Minuten-Grenze pushten. So entwickelte sich eine sanfte Ballade wie „Day on the Beach“ am Ende zu einem gewaltigen Inferno. Aber auch Up-Tempo-Nummern wie „Higher Faster Stronger“ (mit drei Gitarren) und Rock-Stampfer wie „Care for the World“ entfalten live erst ihr volles Potenzial. Das liegt vor allem an der puren Spielfreude der erstklassigen Band: Sänger und Gitarrist Thomas Heinen legt sich bei jedem Song mächtig in die Kurve und erinnert in vielen Momenten stimmlich an Bruce Springsteen – während Bassist Sascha Delbrouck stoisch ein mächtiges Tieftöner-Fundament ausbreitet, gelegentlich den elektrischen Stehbass zupft und bei einem mehrminütigen Jazz-Solo sein ganzes Können aufblitzen lässt. Eine wirkliche Sensation ist Drummer Marcus Rieck, der einen unfassbar coolen Stock spielt: Der Keith-Copeland-Schüler beweist seine einzigartige Musikalität nicht nur, wenn er die Besen auspackt und seiner Schießbude nie gehörte Nuancen entlockt, sondern vor allem, wenn er mehrere akustische Songs lang seine Trommelfelle mit bloßen Händen (!) traktiert. Dabei groovt er jederzeit wie ein virtuoser Jazz-Teufel. Auch Keyboarder Matthias Krauss setzt immer wieder Glanzpunkte, wenn er Songs mit perlenden Piano-Schnipseln veredelt oder Orgel-Soli in bester Jon-Lord-Manier beisteuert. Gitarrist Klaus „Major“ Heuser erwies sich in Siegburg zudem als unterhaltsamer Conférencier: Der Saiten-Zauberer war mächtig in Plauder-Laune und nutzte die Zeit zwischen den Songs, um das Publikum immer wieder mit unterhaltsamen Anekdoten aus seinem Leben zu erfreuen. Fazit: In Sachen musikalischer Virtuosität und Unterhaltungsfaktor hat die Klaus „Major“ Heuser Band die Kölschrock-Kapelle mit den drei Buchstaben an diesem Abend locker überrundet. Schon im ersten Jahr ihres Bestehens. –Thomas Busch | www.textator.de

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.