CD & DVD-REVIEWS:

MR. BIG – Defying Gravity

Die US-Zockertruppe MR. BIG meldet sich mal wieder zu Wort. Bei „Defying Gravity“ bleibt sie aber unter ihren Möglichkeiten. Nicht spielerisch, aber kompositorisch, stellt unser Rezensent fest.

BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres

Haben Hansi Kürsch und Co mit mit „Live Beyond The Spheres“ ein gutes Live-Album raus gehauen? Nein, findet unser Rezensent. Es ist ein Meilenstein!

ACCEPT – „The Rise Of Chaos“

ACCEPT haben die vierte Langrille mit Sänger Mark Tornillo am Start. „The Rise Of Chaos“ist eine gute, aber keine überragende Scheibe, befindet unser Rezensent HIER:

Joe Bonamassa - Live At Carnegie Hall

Joe Bonamassa serviert (mal wieder) ne Live-Scheibe. Diesmal ohne Strom., wie HIER zu lesen ist.

DEAD MEMORY – Welcome To My Fairytale

Die Essener Rocker DEAD MEMORY legen mit „Welcome To My Fairytale“ ist ein richtig gutes Rockalbum vor - finanziert per Crowdfundig. Hat sich gelohnt, findet unser Rezensent.

Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

NICK SIMPER & NASTY HABITS in Bonn

Wer einmal bei DEEP PURPLE gespielt hat, ist Weltstar und hat die Rente durch. Stimmt nur fast. Nicht so DEEP PURPLE-Ur-Tieftöner NICK SIMPER. Der verabschiedete sich am 11. Oktober in der Bonner Harmonie von den deutschen Bühnen.

Dafür griff er auf seine lila Jahre 1968 und 1969 zurück. Damals hämmerte er die DEEP PURPLE-Alben „Shades Of DEEP PURPLE“, „Book Of Taliesyn“ und „DEEP PURPLE“ ein. Den Abend in Bonn eröffnete er mit dem dröhnen Instrumental „And the Adress“ angenehm druckvoll und legte mit „The Painter“ gleich noch mal deftig nach. Begleitet wurde er dabei von der Ösi-Truppe NASTY HABITS. Die machten den Job ganz ordentlich, wenn auch nicht übermäßig virtuos. Während seine Ex-Kollegen in diesem Sommer ein paar Kilometer weiter den Bonner Kunstrasen mit tausenden Anhängern füllten, waren es bei SIMPER vielleicht 150 eingeschworene Anhänger. Die feierten lila Frühwerke wie „Emmaretta“, „Bird Has Flown“ oder das harte „Mandrake Root“ ordentlich ab.

Das Repertoire wurde mit der etwas zu modernistisch-funkigen neuen Eigenkomposition „Slinky“ oder dem DOORS-Cover „Roadhouse Blues“ vervollständigt. Nach kaum 80 Minuten beschloss SIMPER den Auftritt mit DEEP PURPLES NEIL DIAMOND-Bearbeitung „Kentucky Woman“ und dem ersten großen PURPLE-Hit „Hush“. Rockte anständig. Zwar gab es mit "Why Didn't Rosemary?"  noch eine Dreingabe. Ein paar Minuten mehr hätten es dennoch sein dürfen. SIMPERS Back Katalog bietet dafür reichlich Material, etwa die beiden völlig unterschätzten und fast noch mehr nach den klassischen DEEP PURPLE klingenden WAR HORSE-Scheiben. -nhs

 

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER: