CD & DVD-REVIEWS:

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

POP EVIL - Pop Evil

Das US-Quintett POP EVIL serviert auf der selbstbetitelten Scheibe US-Hardrock der aktuellen Machart mit Einschlag aus härteren Metallgefilden und gekonnten Hooks - aber leider ohne eine Spur von Dreck unter den Fingernägeln.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Black Coffee

Beth Hart & Joe Bonamassa legen mit neuen gemeinsamen Album "Black Coffee"ne ziemlich Hammerscheibe vor, findet unser Rezensent.

Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

NICK SIMPER & NASTY HABITS in Bonn

Wer einmal bei DEEP PURPLE gespielt hat, ist Weltstar und hat die Rente durch. Stimmt nur fast. Nicht so DEEP PURPLE-Ur-Tieftöner NICK SIMPER. Der verabschiedete sich am 11. Oktober in der Bonner Harmonie von den deutschen Bühnen.

Dafür griff er auf seine lila Jahre 1968 und 1969 zurück. Damals hämmerte er die DEEP PURPLE-Alben „Shades Of DEEP PURPLE“, „Book Of Taliesyn“ und „DEEP PURPLE“ ein. Den Abend in Bonn eröffnete er mit dem dröhnen Instrumental „And the Adress“ angenehm druckvoll und legte mit „The Painter“ gleich noch mal deftig nach. Begleitet wurde er dabei von der Ösi-Truppe NASTY HABITS. Die machten den Job ganz ordentlich, wenn auch nicht übermäßig virtuos. Während seine Ex-Kollegen in diesem Sommer ein paar Kilometer weiter den Bonner Kunstrasen mit tausenden Anhängern füllten, waren es bei SIMPER vielleicht 150 eingeschworene Anhänger. Die feierten lila Frühwerke wie „Emmaretta“, „Bird Has Flown“ oder das harte „Mandrake Root“ ordentlich ab.

Das Repertoire wurde mit der etwas zu modernistisch-funkigen neuen Eigenkomposition „Slinky“ oder dem DOORS-Cover „Roadhouse Blues“ vervollständigt. Nach kaum 80 Minuten beschloss SIMPER den Auftritt mit DEEP PURPLES NEIL DIAMOND-Bearbeitung „Kentucky Woman“ und dem ersten großen PURPLE-Hit „Hush“. Rockte anständig. Zwar gab es mit "Why Didn't Rosemary?"  noch eine Dreingabe. Ein paar Minuten mehr hätten es dennoch sein dürfen. SIMPERS Back Katalog bietet dafür reichlich Material, etwa die beiden völlig unterschätzten und fast noch mehr nach den klassischen DEEP PURPLE klingenden WAR HORSE-Scheiben. -nhs

 

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER: