CD & DVD-REVIEWS:

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

Loreena McKennitt – Lost Souls

Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ nach langen Jahren mal wieder eine Scheibe mit eigenem Material am Start. Gekonnt setzt die Kanadierin mit deutlich hörbaren irischen und schottischen Wurzeln auf keltische und orientalische Klangwelten. Ziemlich gut findet das unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
Nochmal lila unterwegs: Nick Simper. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

NICK SIMPER & NASTY HABITS in Bonn

Wer einmal bei DEEP PURPLE gespielt hat, ist Weltstar und hat die Rente durch. Stimmt nur fast. Nicht so DEEP PURPLE-Ur-Tieftöner NICK SIMPER. Der verabschiedete sich am 11. Oktober in der Bonner Harmonie von den deutschen Bühnen.

Dafür griff er auf seine lila Jahre 1968 und 1969 zurück. Damals hämmerte er die DEEP PURPLE-Alben „Shades Of DEEP PURPLE“, „Book Of Taliesyn“ und „DEEP PURPLE“ ein. Den Abend in Bonn eröffnete er mit dem dröhnen Instrumental „And the Adress“ angenehm druckvoll und legte mit „The Painter“ gleich noch mal deftig nach. Begleitet wurde er dabei von der Ösi-Truppe NASTY HABITS. Die machten den Job ganz ordentlich, wenn auch nicht übermäßig virtuos. Während seine Ex-Kollegen in diesem Sommer ein paar Kilometer weiter den Bonner Kunstrasen mit tausenden Anhängern füllten, waren es bei SIMPER vielleicht 150 eingeschworene Anhänger. Die feierten lila Frühwerke wie „Emmaretta“, „Bird Has Flown“ oder das harte „Mandrake Root“ ordentlich ab.

Das Repertoire wurde mit der etwas zu modernistisch-funkigen neuen Eigenkomposition „Slinky“ oder dem DOORS-Cover „Roadhouse Blues“ vervollständigt. Nach kaum 80 Minuten beschloss SIMPER den Auftritt mit DEEP PURPLES NEIL DIAMOND-Bearbeitung „Kentucky Woman“ und dem ersten großen PURPLE-Hit „Hush“. Rockte anständig. Zwar gab es mit "Why Didn't Rosemary?"  noch eine Dreingabe. Ein paar Minuten mehr hätten es dennoch sein dürfen. SIMPERS Back Katalog bietet dafür reichlich Material, etwa die beiden völlig unterschätzten und fast noch mehr nach den klassischen DEEP PURPLE klingenden WAR HORSE-Scheiben. -nhs

 

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER: