CD & DVD-REVIEWS:

Loreena McKennitt – Lost Souls

Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ nach langen Jahren mal wieder eine Scheibe mit eigenem Material am Start. Gekonnt setzt die Kanadierin mit deutlich hörbaren irischen und schottischen Wurzeln auf keltische und orientalische Klangwelten. Ziemlich gut findet das unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

Beth Hart & Joe Bonamassa - Black Coffee

Beth Hart & Joe Bonamassa legen mit neuen gemeinsamen Album "Black Coffee"ne ziemlich Hammerscheibe vor, findet unser Rezensent.

BILDERSTRECKE:

TESTAMENT in Köln

Alex Skolnick
Alex Skolnick

Bärenstark sind die Bay-Area-Veteranen TESTAMENT derzeit unterwegs, wie ihre 2012er Scheibe „Dark Roots of Earth“ unter Beweis stellte. Dieses Niveau hielt die Truppe um Bandgründer Eric Peterson auch beim Gastspiel in der Kölner Live Music Hall am 23. März.

 

Mit Krachern vom neuen Album wie „Rise up“ oder „American Hate“ stiegen die fünf inzwischen auch nicht mehr taufrischen Herrschaften in den Abend ein – und standen damit im Raum, wie eine Wand: Betonhart und undurchdringlich. Dabei langte das Quintett aus dem kalifornischen Oakland noch einen ganzen Zacken härter zu, als bei Studiowerken. As zeigte auch Bandklassikern wie „Into the Pit“ oder dem großartigen „Practice What You Preach“ von 1989.

Schlagzeuger Gene Hoglan und Basser Greg Christian verschmolzen mit Eric Peterson an der Rhythmus-Gitarre zu einem Soundblock, der den geneigten Zuhörer umwerfen konnte. Darüber servierte Alex Skolnick Gitarren-Soli, die in ihrer Virtuosität in der Thrash-Szene konkurrenzlos sind. Und Chuck Billy bellte seine Gesangslinien heraus, wie eine tollwütige Bulldogge. Ein infernalische Klangcocktail, der in einem entrückten, rot-grün-lila-schwarzen Lichtmeer versank. Schmerzhaft, aber sehr beeindrucken. Eine Bilderstrecke gibt es HIER. -nhs