CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

Kurzfristig wiedervereint: JOHN LAWTON (r.) und MICK BOX. Fotos (5): Niels Holger Schmidt
Kurzfristig wiedervereint: JOHN LAWTON (r.) und MICK BOX. Fotos (5): Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

URIAH HEEP & JOHN LAWTON landen in M’gladbach

LAWTON & PHIL LAZON (r.) harmonierten
LAWTON & PHIL LAZON (r.) harmonierten

Rock-Historie in der Provinz: Für wenige Auftritte haben sich die britischen Rock-Dinos URIAH HEEP mit ihrem Ex-Sänger JOHN LAWTON wieder vereint. In unseren Breiten war diese historische Kombi- nation am 3. Mai an eher ungewöhnlichem Ort zu bewundern: In der Schalterhalle des Provinzflughafens Mönchengladbach.

 

Check-in-Schalter in eher sprödem Achtziger-Jahre-Ambiente sind eigentlich so gar nicht Rock n’ Roll. Das Publikum störte das nicht. Die Abflughalle war mit 400 Fans picke packe voll. Und die gebotene Kombination und das zugehörige Programm dürften HEEP-Fans auch so schnell nicht mehr zu hören bekommen. LAWTON vertritt den etatmäßigen, derzeit erkrankten HEEP-Fronter Bernie Shaw nur für ein paar Konzerte. Von 1976 bis 1979 war LAWTON im Ausklang der klassischen HEEP-Phase Sänger der Band und veredelte die Alben „Firefly“, „Innocent Victim“ und „Fallen Angel“. Auf diesen und natürlichen den Klassikern lag naturgemäß der musikalische Schwerpunkt des Abends. So zeigte LAWTON etwa mit „The Hanging Tree“ , „Fallen Angel“ oder der Ballade „Sympathy“, dass er stimmlich immer noch erstklassig liefern kann. Aber auch bei der Eröffnungsnummer „Against the odds“ - 1995 von seinem Nach-Nachfolger Shaw eingesungen – macht er eine glänzende Figur.

Ansonsten gab es Klassiker, Klassiker, Klassiker: „Look at Yourself“, das unvermeidliche „Lady in Black“ und „July Morning“, die LAWTON und die Band ebenfalls absolut formidabel absolvierten. Jedoch hatte der Abend auch spinal-tapeske Momente: Bei „Gypsy“ verabschiedete sich spontan die PA und konnte auch erst etwa einer viertelstündigen, gefühlten Ewigkeit wieder in Betrieb genommen werden. Bandboss MICK BOX an der Gitarre und sein Drummer RUSSELL GILBROOK jammten trotzdem minutenlang munter weiter. Im Zugabenblock wurde dann neben „Easy Livin“ noch der Nackenbrecher „Free 'n' Easy“ aus der Feder von Gitarrist BOX und LAWTON mit weiblicher Gogo-Fan- Unterstützung auf der Bühne gegeben. Bleibt die spannende Frage: Wie würde eine neue Studioscheibe mit LAWTON klingen? Ein Experiment, der es wohl leider nicht geben dürfte, aber großes Potential hätte. -nhs

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.