CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

Grandios: Ricky Warwick mit den BLACK STAR RIDERS. Fotos: Niels Holger Schmidt.
Grandios: Ricky Warwick mit den BLACK STAR RIDERS. Fotos: Niels Holger Schmidt.

BILDERSTRECKE:

BLACK STAR RIDERS in der Bochumer Zeche

Der Chef von Ganzes: Scott Gorham.
Der Chef von Ganzes: Scott Gorham.

Gibt es ein Rockerleben nach dem Legendenstatus? Dieser Frage spüren die BLACK STAR RIDERS nach, seit sie im Oktober 2012 aus den wiederbelebten THIN LIZZY hervorgingen. Musikalisch ist die Antwort ein lautes JA, wie man am 25. Juli in der Zeche Bochum feststellen konnte.

Die Truppe um LIZZY-Gitarrero Scott Gorham und Sänger Ricky Warwick ist einfach unverschämt gut. Es ist die beste THIN LIZZY-Version, die es geben kann, solange Phil Lynott tot ist. Das Quintett servierte einen 50/50-Mix aus Material des BSR-Debütalbums „All Hell Breaks Loose” und THIN LIZZY-Klassikern. Weniger eingeweihten Zeitgenossen dürfte der Unterschied allerdings kaum aufgefallen sein. Das neue Material fügte sich praktisch nahtlos in die Klassiker-Kaskade aus den Lebzeiten von Phil Lynott ein: Nummern wie „Bound for Glory“ oder „Kingdom of the Lost“ können den Vergleich mit Song-Giganten wie „Emerald“ oder „Jailbreak“ durchaus aufnehmen: Tolle Melodien, begeisternde zweistimmige Gitarrenarbeit und auch keltische Klangmotive. Trotzdem gelang Gorham & Warwick unterstützt von Damon Johnson an der zweiten Gitarre und den Neuzugängen Robbie Crane am Bass und Jimmy DeGrasso an der Schießbude ein durchaus eigenständiger Sound. Und dieser Sound entspricht dem typischen LIZZY-Sound erheblich besser, als die THIN LIZZY-Version von John Sykes es je konnte. War dort dumpfer US-Metal, ist hier rauer Rocksound, der das musikalische Aroma Irlands verströmt. Nicht zuletzt durch Ricky Warwicks tollen Gesang. Der trifft erstaunlich genau Lynotts Ton. Dennoch: Nummern wie „The Boys are Back in Town“ bleiben natürlich unerreichbare Meisterwerke.

Die Truppe wusste durchaus zu überraschen. So gab es neben Klassikern wie „Whiskey in the Jar“ auch noch eine solistische Verneigung von Damon Johnson vor dem zweiten verstorbenen LIZZY-Heroen: Er servierte in seinem instrumentalen Solospot zu Beginn des Zugabenteils Gary Moores „After the War“. Tolles Konzert. Auf die zweite Scheibe der Band darf man sich 2015 freuen.

 

Ob es auch wirtschaftlich ein Rockerleben nach dem Legendenstatus gibt, wird man dann sehen müssen. Immerhin war das Bochumer Gastspiel mit etwa 250 Zuhörern besser besucht als die zum Teil schockierend leeren Konzerte der Band 2013. –nhs

 

Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.

BILDERSTRECKE: BLACK STAR RIDERS

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