CD & DVD-REVIEWS:

MICHAEL SCHENKER FEST – Resurrection

Michael Schenker kommt auf seiner neuen Scheibe "

Resurrection" mit einem ganzen Stall prominenter ex-Mitstreiter um Eck und schafft es dabei auch noch eine gute Platte abzuliefern. Spannend, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker  - Poesie & Widerstand live

Konstantin Wecker ist inzwischen über 70, hat aber noch reichlich Leidenschaft und Druck auf dem Kessel. Das zeigt seine Jubiläums-Live-DVD „Poesie und Widerstand – live“

POP EVIL - Pop Evil

Das US-Quintett POP EVIL serviert auf der selbstbetitelten Scheibe US-Hardrock der aktuellen Machart mit Einschlag aus härteren Metallgefilden und gekonnten Hooks - aber leider ohne eine Spur von Dreck unter den Fingernägeln.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Black Coffee

Beth Hart & Joe Bonamassa legen mit neuen gemeinsamen Album "Black Coffee"ne ziemlich Hammerscheibe vor, findet unser Rezensent.

Noch immer grandios: Michael Schenker. Fotos: Niels Holger Schmidt
Noch immer grandios: Michael Schenker. Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

Michael Schenkers TEMPLE OF ROCK in der Zeche

Gut aufgelegt: Sänger Doogie White.
Gut aufgelegt: Sänger Doogie White.

Äußerlich ist er alt geworden, musikalisch ist er noch frisch: Michael Schenker gab am 3. November ein überzeugendes Lebenszeichen in der Zeche Bochum. Mit dabei waren auch einige alte Bekannte. TEMPLE OF ROCK heißt seine aktuelle Truppe. Als Mitpriester hat der ex-SCORPIONS- und UFO-Gitarrenmann die ex-SCORPIONS-Rhythmusgruppe Herman Rarebell (Schlagzeug) und Francis Buchholz (Bass), ex-RAINBOW-Röhre Doogie White sowie den MSG-Keyboarder Wayne Findlay dabei. Und so arbeitete man sich durch ein Klassiker-Programm, das sowohl UFO-Gassenhauer wie „Rock Bottom“ oder „Doctor Doctor“, MSG-Material wie „Armed and Ready“, aber auch SCORPIONS-Hits wie „Another Piece of Meat“ und „Rock You like a Hurrican“ würdigte. Letzteres ist interessant, weil es bekanntlich lange nach Schenkers Abgang bei den SCORPS entstand. Immerhin hatte Hermann Rarebell bei der Entstehung die Finger im Spiel. Gegen diese Wand aus Welthits verblasste das durchaus ordentliche TEMPLE OF ROCK-Material fast etwas. Die Truppe hat mit „Bridge The Gap“ die zweite Scheibe im Verkauf. Die dritte ist schon in der Mache und erscheint im Frühjahr 2015. Mit „Vigilante Man“ gab es in Bochum schon eine rockige Vorschau.

Spielerisch ist Schenker noch immer eine Klasse für sich. An seinen Ton kommt kaum jemand heran. Findlay legte eine saubere Rhythmusgitarre und Keyboardteppiche unter Schenkers grandiose Soli. Bei SCORPIONS-Nummern jüngeren Datums durfte er solieren – ebenfalls atemberaubend. Im Gegensatz zu den Vorgängertouren wagte sich Schenker aber auch solistisch an Kompositionen seines großen Bruders heran. Wie immer großartig: Sänger Doogie White. Und auch die Rhythmusfraktion Buchholz/Rarebell zeigte sich stark verbessert. Die beiden älteren Herren sind im Vergleich mit der Tour vor zwei Jahren wieder glänzend eingespielt und sorgten ordentlich für Druck. Die Truppe rockte einfach das (proppevolle) Haus, spätestens mit den Zugaben „Lights Out“ und „Blackout“. Mehr davon! -nhs

Eine Bilderstrecke gibt es HIER.

BILDERSTRECKE: Michael Schenker's TEMPLE OF ROCK

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Foto: Niels Holger Schmidt
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