CD & DVD-REVIEWS:

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

Eric Clapton: Life In 12 Bars (Soundtrack)

Dieser Tage schaut Eric Clapton in dem Dokumentarfilm „Life In 12 Bars“ auf sein Leben und seine Ausnahmekarriere zurück. Auch der Soundtrack hat es in sich, findet unser Rezensent.

Joe Bonamassa - British Blues Explosion Live

Joe Bonamassa ist bekanntlich ein ziemlich fleißiger Mann. Auf seinem neuen setzt er sich mit den Heroen der “British Blues Explosion” auseinander, also mit Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Ganz interessant, findet unser Rezensent.

AYREON – Best of Ayreon live

Die Zockertruppe um Arjen Anthony Lucassen serviert uns mit ihrem Doppellive-Album – wie der Titel schon andeutet – einen livehaftigen Durchmarsch durch ihr Schaffen seit 1995. Mitgeschnitten wurde das ganz bei den 2017er Tilburg-Konzerten. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt
Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

Sie geben nicht nach

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME im Bahnhof Langendreer

Immer noch auf Krawall: Dicken.
Immer noch auf Krawall: Dicken.

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME leben noch. Das stellten sie eindrucksvoll am 14. November im Bahnhof Langendreer unter Beweis. Der Schuppen tobte schon nach den ersten Takten.

Mit ihrem Beamtenbeleidigungsklassiker „A.C.A.B.“ stieg der Hamburg-Fünfer ein - und das Auditorium explodierte förmlich. Fetter Pogo vor der Bühne, mitgrölende Zuhörer: SLIME hatten schon nach 15 Sekunden Spielzeit gewonnen.

Die Band selbst präsentierte sich exquisit eingespielt, tight und auf den Punkt. Und sie können aus dem Vollen schöpfen: „Hey Punk“ und „Legal Illegal“ schoben sie zum Einstieg hinterher. Und spätestens dann sorgte die feiernde Meute vor der Bühne für Dampfbadklima im Bahnhof. Großer Sport.

Auch nach 35 Jahren Bandgeschichte haben sie nichts zurückzunehmen, wie sie vor einiger Zeit in einem Interview KLAR stellten. Knall links und politisch ist die Band noch heute, weit weg von Chartgewinsel von Ex-Punks wie den TOTEN HOSEN. Und SLIME haben den Generationensprung offenkundig geschafft: Die deutliche Mehrzahl der Bochumer Zuhörer stammte sicher nicht aus den Ur-Punk-Tagen. Junge Gesichter dominierten.

Und SLIME machen sich rar, spielen nicht an jeder Milchkanne. Das ist klug. Nach langer Pause hatten sie vor rund zwei Jahren wieder mit „Sich fügen heißt lügen“ ein Album veröffentlicht. Und die darauf enthaltenen Vertonungen des von den Nazis im KZ ermordeten Anarcho-Dichters Erich Mühsam stellten sie ebenfalls in Bochum vor. Nummern wie der Titelsong, „Rebellen“ oder „Wir geben nicht nach“ bestanden uneingeschränkt den Live-Test. Sie müssen den Vergleich mit Klassikern wie „Deutschland muss sterben“, die inzwischen Standard- Parolen der linken Bewegung sind, nicht scheuen. Nur sind die neuen Kompositionen eben weniger roh, viel stimmiger auskomponiert. Und dennoch: Klassiker mussten selbstredend das Gastspiel in Bochum beenden: „Linke Spießer“ und „Religion“ setzten den Schlusspunkt. Großartiger Abend. –nhs


Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.

BILDERSTRECKE: NAZARETH

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