CD & DVD-REVIEWS:

Chris Rea - Road Songs ForLovers

Chris Rea meldet sich trotz herber gesundheitlicher Rückschläge wieder mit einer neuen Scheibe zurück. Auf „Road Songs For Lovers“ geht es wiederum extrem entspannt zur, wie unser Rezensent feststellt.

MOTÖRHEAD – Under Cöver

Wie ist die neue MOTÖRHEAD-Coverscheibe? Darüber gehen die Meinungen in der Redaktion doch ziemlich auseinander, wie man HIER lesen kann.

QUIET RIOT – ROAD RAGE

QUIET RIOT sind (mal wieder) mit nem neuen Sänger - dem  „American Idol“- Gewinner James Durbin und neuem Album unterwegs-. Die Scheibe hat eine ziemlich turbulente Entstehungsgeschichte, wie man HIER nachlesen kann.

DIRKSCHNEIDER Nochmal Back To The Roots

Herr DIRKSCHNEIDER hat mal wieder ne neue Live-Scheibe aufgenommen - mit Material seiner Ex-Kapelle ACCEPT. Der Sinngebung dieser Unterfangens spürt HIER unser Rezensent Markus Renner nach:

Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt
Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

Sie geben nicht nach

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME im Bahnhof Langendreer

Immer noch auf Krawall: Dicken.
Immer noch auf Krawall: Dicken.

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME leben noch. Das stellten sie eindrucksvoll am 14. November im Bahnhof Langendreer unter Beweis. Der Schuppen tobte schon nach den ersten Takten.

Mit ihrem Beamtenbeleidigungsklassiker „A.C.A.B.“ stieg der Hamburg-Fünfer ein - und das Auditorium explodierte förmlich. Fetter Pogo vor der Bühne, mitgrölende Zuhörer: SLIME hatten schon nach 15 Sekunden Spielzeit gewonnen.

Die Band selbst präsentierte sich exquisit eingespielt, tight und auf den Punkt. Und sie können aus dem Vollen schöpfen: „Hey Punk“ und „Legal Illegal“ schoben sie zum Einstieg hinterher. Und spätestens dann sorgte die feiernde Meute vor der Bühne für Dampfbadklima im Bahnhof. Großer Sport.

Auch nach 35 Jahren Bandgeschichte haben sie nichts zurückzunehmen, wie sie vor einiger Zeit in einem Interview KLAR stellten. Knall links und politisch ist die Band noch heute, weit weg von Chartgewinsel von Ex-Punks wie den TOTEN HOSEN. Und SLIME haben den Generationensprung offenkundig geschafft: Die deutliche Mehrzahl der Bochumer Zuhörer stammte sicher nicht aus den Ur-Punk-Tagen. Junge Gesichter dominierten.

Und SLIME machen sich rar, spielen nicht an jeder Milchkanne. Das ist klug. Nach langer Pause hatten sie vor rund zwei Jahren wieder mit „Sich fügen heißt lügen“ ein Album veröffentlicht. Und die darauf enthaltenen Vertonungen des von den Nazis im KZ ermordeten Anarcho-Dichters Erich Mühsam stellten sie ebenfalls in Bochum vor. Nummern wie der Titelsong, „Rebellen“ oder „Wir geben nicht nach“ bestanden uneingeschränkt den Live-Test. Sie müssen den Vergleich mit Klassikern wie „Deutschland muss sterben“, die inzwischen Standard- Parolen der linken Bewegung sind, nicht scheuen. Nur sind die neuen Kompositionen eben weniger roh, viel stimmiger auskomponiert. Und dennoch: Klassiker mussten selbstredend das Gastspiel in Bochum beenden: „Linke Spießer“ und „Religion“ setzten den Schlusspunkt. Großartiger Abend. –nhs


Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.

BILDERSTRECKE: NAZARETH

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