CD & DVD-REVIEWS:

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt
Wieder gut dabei: SLIME. Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

Sie geben nicht nach

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME im Bahnhof Langendreer

Immer noch auf Krawall: Dicken.
Immer noch auf Krawall: Dicken.

Die Polit-Punk-Veteranen SLIME leben noch. Das stellten sie eindrucksvoll am 14. November im Bahnhof Langendreer unter Beweis. Der Schuppen tobte schon nach den ersten Takten.

Mit ihrem Beamtenbeleidigungsklassiker „A.C.A.B.“ stieg der Hamburg-Fünfer ein - und das Auditorium explodierte förmlich. Fetter Pogo vor der Bühne, mitgrölende Zuhörer: SLIME hatten schon nach 15 Sekunden Spielzeit gewonnen.

Die Band selbst präsentierte sich exquisit eingespielt, tight und auf den Punkt. Und sie können aus dem Vollen schöpfen: „Hey Punk“ und „Legal Illegal“ schoben sie zum Einstieg hinterher. Und spätestens dann sorgte die feiernde Meute vor der Bühne für Dampfbadklima im Bahnhof. Großer Sport.

Auch nach 35 Jahren Bandgeschichte haben sie nichts zurückzunehmen, wie sie vor einiger Zeit in einem Interview KLAR stellten. Knall links und politisch ist die Band noch heute, weit weg von Chartgewinsel von Ex-Punks wie den TOTEN HOSEN. Und SLIME haben den Generationensprung offenkundig geschafft: Die deutliche Mehrzahl der Bochumer Zuhörer stammte sicher nicht aus den Ur-Punk-Tagen. Junge Gesichter dominierten.

Und SLIME machen sich rar, spielen nicht an jeder Milchkanne. Das ist klug. Nach langer Pause hatten sie vor rund zwei Jahren wieder mit „Sich fügen heißt lügen“ ein Album veröffentlicht. Und die darauf enthaltenen Vertonungen des von den Nazis im KZ ermordeten Anarcho-Dichters Erich Mühsam stellten sie ebenfalls in Bochum vor. Nummern wie der Titelsong, „Rebellen“ oder „Wir geben nicht nach“ bestanden uneingeschränkt den Live-Test. Sie müssen den Vergleich mit Klassikern wie „Deutschland muss sterben“, die inzwischen Standard- Parolen der linken Bewegung sind, nicht scheuen. Nur sind die neuen Kompositionen eben weniger roh, viel stimmiger auskomponiert. Und dennoch: Klassiker mussten selbstredend das Gastspiel in Bochum beenden: „Linke Spießer“ und „Religion“ setzten den Schlusspunkt. Großartiger Abend. –nhs


Eine große Bilderstrecke gibt es HIER.

BILDERSTRECKE: NAZARETH

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