CD & DVD-REVIEWS:

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

Don Felder - American Rock `N` Roll

Ex-EAGLES-Gitarrero Don Felder haut Personell auf seinem neuen Soloalbum „American Rock `N` Roll“ganz schön auf den Putz und schleppt eine ganze Promi-Brigade an, wie man HIER lesen kann,

Rossi/Rickard - We Talk Too Much

Herr Rossi sucht das Glück diesmal ohne seine Stammband STATUS QUO, Zusammen mit Sängerin Hannah Rickard frönt er seiner Leidenschaft für Country. Rockt nicht, findet unser Rezensent.

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

Sah schon besser aus: Schockrock-Opa Steve Duren, a.k.a. Blackie Lawless (r.). Fotos: Niels Holger Schmidt
Sah schon besser aus: Schockrock-Opa Steve Duren, a.k.a. Blackie Lawless (r.). Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE:

W.A.S.P. in der kleinen Turbohalle

Wirkte etwas kraftlos.
Wirkte etwas kraftlos.

Irgendwie hat Schockrock-Opa Steve Duren, a.k.a. Blackie Lawless seine besten Zeiten doch hinter sich. Solide aber etwas kraftlos zockte er mit seiner Begleittruppe seinen etwa 70-minütigen Reigen am 25. September in Oberhausen runter. Und die kleine Turbinenhalle war bei Weitem nicht ausverkauft. Eine neue Scheibe soll es von den Herrschaften dieser Tage ja auch noch geben. Die trägt den etwas zu bedeutungsschwangeren Titel „Golgatha“. Und die Schädelstätte wurde bildlich bei einer von drei Hörproben des Werkes auch auf der Bühne und den zugehörigen Leinwänden ins Bild gesetzt. Wie gesagt: Etwas weniger inhaltstriefend als bei dem Titelsongs hätte auch gereicht.

Bösartige Zeitgenossen behaupten, der etwas in die Jahre gekommene Hardrockveteran tauge inzwischen optisch durchaus als Staffage für die Geisterbahn. Den beeindruckenden Alterungsprozess konnte man auch wieder in Oberhausen bewundern, denn bei seinem Durchmarsch durch drei Dekaden Bandgeschichte brachte Herr Gesetzlos bei Uralt-Nummern wie „Wild Child“ auf den Bühnen-Leinwänden auch alte Videos zum Einsatz, die ihn in Jugendtagen zeigen. Die runderneuerte Truppe, der neben Blackie Lawless an Gesang & Rhythmusgitarre mit Doug Blair (Gitarre), Mike Duda (Bass) und Mike Dupke (Schlagzeug) keine Gründungsmitglieder mehr angehören, lieferte ganz ordentlich ab. Etwas überdimensioniert war der Endlos-Block vom 1992er Album „Crimson Idol“, bei dem auch noch ein minutenlanger Bandeinspieler zum Einsatz kam. Und an der ein oder anderen Stelle fragte man sich auch, ob es ein paar Konservensounds weniger hätten sein dürfen. Das Quartett motzte den Sound unüberhörbar mit digitalen Soundwänden aus dem Keyboard auf. Dabei gefielen simple Gassenhauer wie „L.O.V.E. Machine“ dem Auditorium besser. Von hemmungsloser Begeisterung konnte allerdings keine Rede sein. Nach einer guten Stunde Spielzeit verlies die Truppe das Podium, ohne dass bei den Zuhörern die blanke Raserei ausgebrochen wäre. Und auch die vereinzelten Rufe nach einem Da capo wirkten eher pflichtschuldig und wurden ebenso erfüllt. Eine große Bilderstrecke gibt es HIER. –nhs

Das wurde gegeben:

On Your Knees

Inside the Electric Circus

The Real Me

L.O.V.E. Machine

Last Runaway

Crazy

The Titanic Overture

Arena of Pleasure

Miss You

Thunderhead

Hellion

I Don't Need No Doctor

Golgotha

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Chainsaw Charlie (Murders in the New Morgue)

--

Wild Child

I Wanna Be Somebody

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