CD & DVD-REVIEWS:

DANZIG – Black Laden Crown

Das erste DANZIG Album mit ausschließlich neuen Songs seit sieben Jahren serviert und Glenn DANZIG - und macht damit eine historische Bauchlandung, findet unser Rezensent.

DEEP PURPLE – inFinite

Die britischen Rock-Giganten DEEP PURPLE legen mit „inFinite“ Album Nr. 20 vor. Ein ziemlich gelungenes, entspanntes Alterswerk - und vielleicht das letzte, mutmaßt unserer Rezensent HIER:

CHICKENFOOT – Best + Live

Die All-Star-Truppe CHICKEN- FOOT hat ne neue Scheibe, so mehr oder weniger zumindest. Was von dem Best Of und Live-Doppelschlag zu halten ist, steht HIER:

BÜHNENNOTIZEN:

DOUBLE CRUSH SYNDROME live in Düsseldorf

DOUBLE CRUSH SYNDROME haben ein starkes Album abgeliefert. Aber schaffen sie den Live-Test? Das beantwortet unser Rezensent HIER.

AMON AMARTH sparten nicht mit Feuer. Alle Fotos: Niels Holger Schmidt
AMON AMARTH sparten nicht mit Feuer. Alle Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKEN: AMON AMARTH & TESTAMENT

Mit Druck & Energie in der Turbohalle

Die Turbinenhalle in Oberhausen ist ein Industriedenkmal. Dort produzierte einst die Gutehoffnungshütte Strom und Druckluft für ihre Hochöfen. Druckvoll und energiegeladen ging es dort auch am 28. Oktober zur Sache: AMON AMARTH starteten ihre „Jomsviking“ Europatour. Mit dabei: GRAND MAGUS und TESTAMENT. Ein Package, das es in sich hat, an einem Ort, der Härte kennt. Metall trifft auf Metal.

AMON AMARTH:  Für die ganze Galerie auf das Bild klicken.
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AMON AMARTH haben schon gewonnen, bevor sie die Bühne überhaupt betreten. Schon der Bühnenaufbau beeindruckt. Ein großer Wikingerkopf mit rotglühenden Augen bildet den Mittelpunkt, um den herum die Show der Nordmänner stattfindet. Diese stürmen mit der Hymne „The Pursuit Of Vikings“ das Podium und aus 3.500 Kehlen, von denen sich der Großteil vermutlich nicht mit nordischen Göttersagen auskennt, erklingt die Anrufung Odins. Mit einem solchen Einstieg kann nichts mehr schiefgehen und der Rest des Abends entpuppt sich für die Könige des Wikinger-Metals als Spaziergang. Die Menge hängt gebannt an ihren Lippen. Auch die Bühnenshow ist durchaus ansprechend. Bei „Guardians Of Asgaard“ bauen sich zwei Wikinger in voller Kampfmontur auf, um den Wohnsitz des Göttergeschlechts der Asen zu bewachen. Bei „The Way Of Vikings“ wird dem begeistern Publikum ein Schwertkampf geboten und natürlich wird bei der Trinkhymne „Raise Your Horns“ nach einem lauten „Prost“ von Sänger Johann Hegg (Bild links) gemeinsam angestoßen und geschunkelt. Für die Fans der Wikinger ist alles dabei, immer wieder wird auch Pyrotechnik großzügig eingesetzt, Flammen lodern, die Musiker ackern sich voller Kraft durch ihre Melodien und Johann growlt wie immer seine nordischen Sagen herunter. Man kann zu AMON ARMATH stehen wie man will, Stimmung machen können sie. Sie leben ihre nordische Mystik und diese Authentizität macht ihre Konzerte zu etwas Besonderem.

TESTAMENT:  Für die ganze Galerie auf das Bild klicken.
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Die zweite Band des Abends hätte auch gut der Headliner sein können: Die kalifornischen Thrasher TESTAMENT geben sich die Ehre und stellen ihr neues, starkes Album „The Brotherhood Of The Snake“ vor. Das wird just an diesem Tag veröffentlicht. Passend dazu ist der Bühnenaufbau: Ein großer Schlangenkopf im Hintergrund schaut auf das versammelte Publikum und wirkt, auch durch das eher düstere Bühnenlicht, recht bedrohlich. Kaum kündigt sich der Auftritt der Jungs aus der Bay Area an, kommen auch schon ehrfürchtige „Chuhhhuck“-Rufe auf, denn Sänger Chuck Billy (Bild rechts) genießt einen besonderen Kultstatus in der Thrash-Szene. Was dann folgt ist ein musikalisches Feuerwerk. 50 Minuten lang fegt ein Tornado über die Bühne in der Turbinenhalle. Viel Material der neuen Scheibe wirn gespielt, doch auch Klassiker hat das Quintett natürlich in Petto. Alle haben sie Bock auf diesen Abend, sowohl die Band, als auch das Publikum und als TESTAMENT die Bühne verlassenen, hinterlassen sie eine mehr als gut gelaunte Menge, die nun dem Hauptact entgegenfiebert. 

GRAND MAGUS:  Für die ganze Galerie auf das Bild klicken.
GRAND MAGUS: Für die ganze Galerie auf das Bild klicken.

Eröffnen dürfen diesen Abend GRAND MAGUS. Die werden von den Fans freundlich empfangen, schaffen es aber dennoch erst am Schluss ihres rund 35-minütigen Auftritts, absolute Feierstimmung zu erzeugen. So gut das schwedische Trio musikalisch-technisch aufspielt, so leblos wirkt es auf der Bühne. Relativ statisch und bewegungslos spielen sie ihr Programm runter und Sänger und Gitarrist JB Christofferson (Bild links) hat des Öfteren Probleme die Töne zu halten. Dennoch setzen sie mit ihrem letzten Song „Hammer of the North“ den ersten Wow-Akzent des Abends, als sie die zu diesem Zeitpunkt halb gefüllte Halle dazu bringen, rund eine Minute lang „Woah, wooaaaah“ zu grölen. 

Das Paket AMON AMARTH, GRAND MAGUS und TESTAMENT ist absolut empfehlenswert. Ab Mitte November sind sie im Süden der Republik unterwegs. Unsere Empfehlung: Hin und Raise Your Horns, Vikings! –Markus Renner

Das wurde gegeben:

AMON AMARTH

Pursuit Of Vikings

As Loke Falls

First Kill

The Way of Vikings

At Dawns First Light

Cry Of The Blackbirds

Deceiver Of The Gods

On A Sea Of Blood

Destroyer Of The Universe

Death In Fire

One Thousand Burning Arrows

Father Of The Wolfs

Runes To My Memory

War Of The Gods

--

Raise Your Horns

Guardians Of Asgaard

Twilight Of The Thundergod

TESTAMENT

Brotherhood Of The Snake

Rise Up

The Pale King

The Preacher

The New Order

Dark Roots Of Earth

Stronghold

Into The Pit

Over The Wall

The Formation Of Damnation

 

GRAND MAGUS

I, The Jury

Sword Of The Ocean

Varangian

Steel Versus Steel

Like The Oar Strikes The Water

Iron Will

Hammer Of The North


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